Mini-Transat 6.50: “mare.de” steckt in einer Flaute; wie die Minis kommunizieren

Riechers unter Druck

Die Situation am 30.9. Jörg Riechers liegt noch knapp in Führung, ist aber schwer unter Druck geraten. Die Gruppe im Norden segelt schneller.

Jörg Riechers ist in der führenden Position beim Mini-Transat mit seiner “mare.de” unter Druck geraten. Beim jüngsten Positionsreport wird er 620 Meilen vor dem Ziel mit einem Speed von nur 1,73 Knoten gelistet und ist zweitlangsamstes Boot im Feld.

Der Plattbug-Mini von David Raison segelte dagegen als schnellstes Schiff 7,89 Meilen und liegt auf Rang drei nur noch 19 Meilen zurück. Der zweitplatzierte Sébastien Rogues segelt nur noch zwei Meilen hinter Riechers, steckt aber ebenfalls in der Flaute.

Björn Freels vor dem Start in La Rochelle, der zweite Deutsche beim Mini-Transat 2011. © Kubisch/Mare

Bei den Serien Minis hat sich der Chinese Chuan Guo auf seiner extremen Nordroute tatsächlich bis auf Rang zwei nach vorne geschoben. Es könnte aber noch schwierig werden, den Vorsprung zu realisieren und sich wirklich vor das Feld zu schieben. Auch Björn Freels hat mit einem etwas nördlicheren Kurs Boden gut gemacht und liegt auf Rang 31.

Wie schwierig es für die Mini-Segler ist sich im Feld zu orientieren, macht der deutsche Mini-Transat Teilnehmer von 2009 Andreas Lindlahr (Video bei Segel-Filme.de) deutlich. Der Hamburger Fotograf erklärt auf Nachfrage von SR: “Es gibt zwei tägliche Roundcalls über VHF wo alle Teilnehmer (und ca. 5-8 Begleitboote) sich melden und ihre Postion in den Äther brüllen.

Die Classe Mini gibt außerdem die Platzierungen des gesamten Feldes sowie den Wetterbericht per Telefon an Radio Montecarlo. Und die funken es dann über Mittelwelle/Langwelle auf den Atlantik.

Ist witzig. Daraus alleine muss sich der Minimalist sein Bild anfertigen wo er zum Vergleich der Truppe liegt. Er weiß ja über die Funkmeldungen ungefähr wer in seiner Nähe liegt (nur die hört er ja). Sollte er mehr wissen, bedient er sich illegaler Methoden. Wie z.B. Sat-Phone oder Handy (in Küstennähe). Man tappt ziemlich im Dunkeln.”

Technisch wäre mehr möglich, aber das minimalistische Prinzip soll den Teilnehmern Kosten für teure Übertragungstechniken sparen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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3 Kommentare zu „Mini-Transat 6.50: “mare.de” steckt in einer Flaute; wie die Minis kommunizieren“

  1. avatar T.K. sagt:

    Und jetzt kommt das el Gurki Plattbug Entlein von hinten angerauscht

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  2. avatar jorgo sagt:

    Uff …. jetzt fährt er aber wieder …. das ist spannend!

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  3. avatar T.K. sagt:

    Speedy gonzales el gurki hats geschafft. Er hat sie alle überholt. Er ist immer einen ticken schneller als Jörg. Es wird schwer diesen Monster Opti zu schlagen. Insbesondere wenn man den Wind für die nächsten 2 Tage anschaut. Ansonsten hat sich Jörg super positioniert, aber er hat offensichtlich keine Chance gegen die Ausgeburt des “HÄSSLICHEN”… (Wer definiert eigentlich Schönheit?)
    Mir graut schon davor wenn demnächst Haufenweise dieser Schiffe rumsegeln.
    Man schaue sich mal den Bug der aktuellen Farr 400 an….:
    http://www.farr400.com/page_images/2.jpg

    OHA

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