Mini Transat: Dominik Lenk mit Notstopp auf den Kap Verden

In Nöten

Dominik Lenk, der einzige deutsche Segler in der Prototyp-Klasse beim Mini Transat, hat offenbar Probleme. Er ist vom Kurs abgedreht und befindet sich nur noch 35 Meilen vor den Kapverden.

Dominik Lenk

Vollmond Shooting vor Kiel. © Lars Wehrmann

Der Hamburger Dominik Lenk, der schon bei der ersten Etappe große Probleme mit seiner Brennstoffzelle hatte und einen Zwischenstopp einlegte, muss erneut einen Nothafen anlaufen.

Von Anfang an schien er auch auf der zweiten Etappe nicht richtig vorwärts zu kommen. Schon nach zwei Tagen bog er scharf nach Westen ab, während die Konkurrenz gen Süden hielt. Nach fünf Tagen betrug der Rückstand gut 300 Meilen und schließlich steuerte Lenk den direkten Kurs zu den Kap Verden.

Dominik Lenk

Dominik Lenk befindet sich kurz vor den Kapverden.

Die Veranstalter haben noch keine Nachricht bezüglich des Deutschen verlautbaren lassen. Sie berichten nur über den Stand bei den Klassen-Kollegen, die sich schon im Hafen von Mindelo befinden. So hat Alberto Bona nach einer Handverletzung aufgegeben, Pierre-Marie Bazin repariert fieberhaft verschiedene Probleme und Benoît Hantzperg muss den herausgerissenen Bugspriet und den abgesoffenen Generator in Gang bringen.

Und Lenk wird mit Francois Jambout einen weiteren Kollegen im Hafen antreffen, der fast gleichzeitig mit dem Deutschen einen Notstopp einlegt.

Dominik Lenk

© Lars Wehrmann

Für Lenk ist es ein wichtiges Unternehmen, diese Regatta über den Atlantik zu beenden. Der zurzeit bei der Konzeptwerft als Video Editor angestellte Einhandsegler träumt schon seit vielen Jahren von einem erfolgreichen Abschluss des Abenteuers.

Lenk lernte im Alter von acht Jahren das Optimisten-Segeln auf dem Scharmützelsee in Bad Saarow und zog mit seiner Familie mit zwölf Jahren in die Niederlande. Dort trug er Zeitungen aus, um sich den Traum vom ersten eigenen Segelboot erfüllen zu können. Später erfolgte die Ausbildung zum Segellehrer.

Das Studium absolvierte Lenk in Southampton, wo er erstmals auch Hochsee-Luft schnupperte und an verschiedenen Offshore Regatten teilnahm. Schon früh träumte er davon, einmal das Mini Transat bewältigen zu können.

Dominik Lenk

Blick aus dem Niedergang. © Lars Wehrmann

Dominik Lenk

Lenk mit seinem Prototypen, der seinen Kiel nach Luv neigen kann. © Lars Wehrmann

Mini Transat 2015 Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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