Mini Transat: Nach Pitstopp auf den Kapverden wieder los – und erneut zurück in den Hafen

Anlegen, ablegen, anlegen

Mini Transat, Dominik Lenk, Kapverden

Dominik Lenk während seines Pitstopps auf den kapverdischen Inseln © mini transat

Während die Spitzengruppe der Minis auf ihrem Weg nach Guadeloupe nur noch 1.100 Seemeilen vor sich hat, kämpft der Deutsche Dominik Lenk auf den Kapverden mit über Tausend Seemeilen Rückstand offenbar mit den Tücken der Technik.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Viele Informationen sickern derzeit nicht durch über Pech, Pannen und Gemütslage des Dominik Lenk. Der Deutsche Mini Transat Segler musste auf seinem Mini-Prototypen wegen eines technischen Problems die Kapverden anlaufen (SR berichtete).

Die Organisatoren der Mini Transat ließen verlauten, dass Lenk Probleme mit der Energieversorgung habe und schickten gleich ein Foto mit, auf dem der Deutsche… ein Segel repariert.

Dennoch ist anzunehmen, dass an Bord der „348“ erneut die Brennstoffzelle zickt – sie war der Grund, warum Dominik Lenk während der ersten Etappe von einer ausgesprochen vielversprechenden Position im Mittelfeld der Prototypen-Klassen abdrehen musste, um im spanischen Hafen A Coruna einen Reparaturstopp einzulegen.

Ähnliches Szenario derzeit auf der Kapverden-Insel Sao Vicente: Bei seinem erneut rekordverdächtig kurzen Reparaturstopp – Lenk erreichte den Hafen am frühen Freitag Abend – gönnte er sich nach Aussagen der Rennleitung trotz lauten Volksfestrummels eine Mütze voll Schlaf um gleich am Samstag Morgen seine Reparaturen anzugehen.

Schon am Samstag Nachmittag gegen 14 Uhr segelte der Deutsche erneut los, kam aber nur bis zur Südspitze der Nachbarinsel Santa Antao. Dort drehte er ab, um gegen Mitternacht wieder in seinen „Pitstopp-Hafen“ auf Sao Vicente festzumachen.

Ob Lenk ein neues Problem zur Rückkehr zwang oder ob sich das alte wieder „gemeldet“ hatte?

Cool Sailing im Passat

Zu gleichen Zeit fegt die Spitze der Mini Transat in 20 Knoten-Passatwinden in erfreulichem Tempo (10-12 Knoten) über den Atlantik. Der führende Franzose Frederic Denis liegt rechnerisch bei den Prototypen nur 24 Seemeilen vor dem Zweitplatzierten Bouyssou, der jedoch gemeinsam mit Axel Trehin (vier Meilen Abstand zwischen den beiden) einen deutlich nördlicheren Kurs fährt. Simon Koster liegt auf seinem Eight Cube-Prototypen mit 60 Seemeilen Rückstand auf Rang 6, kann sich aber ein bis zwei Knoten höhere Geschwindigkeit als das Spitzentrio freuen. Der Schweizer hat noch alle Chancen, in den nächsten Tagen in die Top Five vorzudringen.

Mini Transat, Dominik Lenk, Kapverden

Die bunte Mini-Truppe kurz nach dem Start zur zweiten Etappe vor Lanzarote © mini transat

Bei den Serien-Minis segeln derzeit Ian Lipinski und Julien Pulve nicht nur virtuell sondern auch reell gleichauf bzw. nebeneinander. Mit einem Abstand von 0,1 Seemeilen eröffnen sie gerade eine neue Mini Transat-Disziplin: Hochsee-Matchrace.

Der Deutsche Chris Lükermann segelt auf Rang 33 mit einem Rückstand von 470 Seemeilen auf das Führungsduo ein ungleich einsameres Rennen; Jan Heinze, der dritte Deutsche im Bund, liegt rein rechnerisch nochmals fünfzig Seemeilen weiter zurück auf Rang 38.

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Website Mini Transat

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Michael Kunst

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