Minitransat: Schweizerin Justine Mettraux auf Rang zwei

Starke Frau

Die Genfer Hochseeseglerin Justine Mettraux liegt nach der Hälfte des Minitransat Rennens im Feld der Serien-Flotte auf Rang zwei. Sie segelt erstmals alleine über den Atlantik.

Justine Mettraux, Minitransat

Die Schweizerin Justine Mettraux segelt auf Rang zwei in der Serienklasse beim Minitransat. @Christophe Breschi/TeamWork

Nach einem sensationellen Streckenabschnitt entlang der Kanaren, hat sie nun Kurs in Richtung Süden genommen, wo sie auf stabilere Passatwinde hofft. Zurzeit liegt sie knapp fünfzig Seemeilen hinter dem Leader Aymeric Belloir und hat einen Vorsprung von rund zehn Seemeilen auf ihren Landsmann Simon Koster.

Bis zur nächsten Zeitmessung werden sich die beiden wohl noch weiter annähern und eventuell sogar auf Sichtkontakt und in den gemeinsamen Funkbereich kommen. Das dürfte dazu führen, dass beide einen Angriff nach vorne wagen, um so dem momentanen Leader einige Seemeilen wegzunehmen.

Justine hat bisher eine beeindruckende Regatta gezeigt. Seit dem Start am 13. November in Sada, Galizien, lag sie stets im ersten Viertel des Feldes. Wenn man sich die extremen Segelbedingungen in den ersten Tagen des Rennens vor Augen führt, ist ihre Leistung nicht hoch genug einzuschätzen.

Bertrand Delesne, welcher mit seinem Segelboot TeamWork in der Kategorie der Prototypen am Rennen teilnimmt, ist nach einem zwölf stündigen Zwischenhalt in La Palma (Minimumzeit, welche im Rennreglement so vorgesehen ist) zur Reparatur seines Ruders und eines Energieversorgungsproblems wieder in See gestochen. Er liegt mit 180 Seemeilen Rückstand auf den Leader auf dem 5. Zwischenplatz.

Bertrand ist hoch motiviert: „Dieser Zwischenstopp war unumgänglich,wollte ich doch sicherstellen, es bis ins Ziel zu schaffen. Ich verfüge nun über ein einwandfreies Rudersystem, einen erstklassigen Autopiloten und eine Energieversorgung mit welcher ich es über den Atlantik schaffe. Noch stehen einige wichtige Strategieentscheide an. Ich habe vor, meine Karten klug zu spielen“, erzählte er uns am Abend des 18. November, kurz bevor er erneut in See stach.

Nach den ersten vier sehr harten Tagen auf See unter widrigen Bedingungen, können die Teilnehmer nun von freundlicherem Wetter profitieren. Ein stabiler Passatwind von rund 20 Knoten und angenehmen Temperaturen sorgen für ideale Segelverhältnisse. Zugleich können sie sich auch wieder etwas erholen. Doch wer vorne mitmischen will, sollte permanent am Steuer sein, um eine ideale Geschwindigkeit aus dem Boot zu holen.

Unter den momentanen Bedingungen und noch knapp 2.500 Seemeilen bis ins Ziel, liegt die prognostizierte Ankunftszeit zwischen dem 2. und 3. Dezember. 22 Konkurrenten der ursprünglich rund 84 Teilnehmer sahen sich bereits gezwungen, die diesjährige anspruchsvolle Mini Transat aufzugeben.

Presseininfo: Bernard Schopfer Team Teamwork

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