Moth Mania: Drohnen Video von der US-Meisterschaft der kleinen Flieger

Mini-Foiler aus der Luft

Für die meisten Segler ist es immer noch schwer vorstellbar, dass man mit Flügel-Motten richtige Regatten segeln kann. Die Drohnen-Optik gewährt neue Einblicke und Nähe bei der US-Meisterschaft.

Die Moth Klasse ist wohl das Coolste, was dem Segelsport in den vergangenen Jahren passieren konnte. Das Video zeigt, wie relativ “normal” die Rennen inzwischen ablaufen. Abgesehen vom hohen Speed geht es immer mehr um das strategische Positionieren zum Wind und Gegner.

Und seit immer mehr Segler es schaffen, auch in der Wende auf den Foils zu bleiben, erweitern sich die taktischen Möglichkeiten. Das ist der große Unterschied zu den bisherigen Katamaran-Foilern, die extrem viel Zeit bei einer Wende verlieren.

Moth

Start zum Moth Rennen bei den US-Nationals mit dem späteren Sieger im Vordergrund.

Allerdings behindert eine andere Stärke der Moth-Klasse die Verbreitung, die auch gleichzeitig das Manko ist. Es handelt sich um eine Konstruktionsklasse mit viel technischem Freiraum, durch den sich Bastler austoben können. Da die Entwicklung offenbar längst nicht ausgereizt ist, werden sie auf der Suche nach Beschleunigern immer wieder fündig, und altes Material wird weniger konkurrenzfähig.

Das macht das Segeln in der Moth sehr teuer. Neue Schiffe kosten deutlich über 20.000 Euro und sind auf dem Markt schwer zu bekommen. So ist das Feld mit 13 Startern bei der US-Meisterschaft auch noch enttäuschend klein.

Auch in Deutschland kommt die Foiler-Klasse noch nicht auf die Quantität, die sie verdient. Möglicherweise können einmal die günstige Onedesign Motte Waszp oder andere Entwicklungen das Problem lösen.

Moth

Die Drohne ist neuerdings häufig dabei und gewährt neue Einblicke in die spektakulären Seiten des Sports.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Moth Mania: Drohnen Video von der US-Meisterschaft der kleinen Flieger“

  1. avatar Manfred sagt:

    Schon erstaunlich die Solo Leistung von Brad Funk. US Champion in der nicht gerade schwach besetzten Motten Klasse. Kurz vorher gerade noch sechster beim” 89th Bacardi Cup” im Starboat geworden. Genau, die Veranstaltung wo Robert Stanjek / Frithjof Kleen gewonnen hatten (Glückwunsch, tolle Leistung!!!) und wo sie alle dabei waren, die großen Cracks. Vorher hatten Brad Funk/Trevor Burd noch ihren 49er Platz in der noch nicht abgeschlossenen US Olympia Ausscheidung behauptet und die Champions of the Champions Regatta gewonnen. Ist einfach wichtig, in unterschiedlichen Klassen zu segeln, wenn man ganz nach oben möchte.

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