Moth Meisterschaft: Kiwi Burling düpiert Aussies und Widersacher Outerridge

Aus dem Schatten getreten

Der Neuseeländer Peter Burling hat die australische Elite in der fliegenden Motten Klasse bei ihrer nationalen Meisterschaft deutlich distanziert. Der 49er Silbermedaillen-Gewinner setzt damit seinen Aufstieg in die Riege der besten Segler der Welt fort.

Peter Burling

Peter Burling mit der Sieger-Rolle. © Kingsley www.2sail.net

Der Kiwi-Schnellsegler musste beim letzten von 15 Rennen nicht mehr antreten und hatte trotzdem 14 Punkte Vorsprung. Das dürften die Australier überhaupt nicht mögen. Dabei  ist es sicher keine Schande gegen Burling zu verlieren. Der 22-Jährige holte immerhin Olympia-Silber im 49er. Aber die Australier segeln die Moth Klasse zurzeit in dem Bewusstsein, die internationale Konkurrenz fest im Griff zu haben. Bei der WM platzierten sich vier Aussies unter den Top fünf.

Diesmal dürfte sich der junge Neuseeländer besonders darüber gefreut haben den Überflieger Nathan Outteridge zu den Geschlagenen zählen zu können. Der 49er Olympiasieger und Weltmeister landete wohl auch mit technischen Problemen und einem neuen Boot auf Platz 12 bei 67 Startern, dürfte sich aber ungern daran gewöhnen, dass der Kiwi vorne weg fährt.

Er schien Burling schon dauerhaft auf den Platz hinter sich gezwungen zu haben. Der Neuseeländers stieg zwar nach seiner 470er Zeit – 2008 machte er mit 17 Jahren als jüngster neuseeländischer Olympiasegler aller Zeiten Schlagzeilen (Platz 11 in Peking) – überragend in die neue 49er Klasse ein, aber zuletzt dürfte genervt haben, dass sich der Australier immer direkt vor ihm platzierte.

Der 49er Silbermedaillen-Gewinner Peter Burling mit der Moth

Der 49er Silbermedaillen-Gewinner Peter Burling gibt auch mit der Motte Gas. © Kingsley www.2sail.net

Bei den Weltmeisterschaften 2011, 2012 und eben bei Olympia schnappte Outteridge das Gold weg. Dann folgte Burling auch noch dem Skipper Job des Älteren beim Korea Team, nur bei den Motten war er jetzt zuerst da.

Und auch bei seiner America’s Cup Karriere scheint er sich emanzipiert zu haben. Das Emirates Team New Zealand kündigte an, Burling seinen offiziellen AC45 Kat bei der World Series steuern zu lassen. Dean Barker und sein Nummer eins Team wolle sich vollkommen auf den AC72 konzentrieren. Burling führt das neuseeländische Jugend-Team für den Youth America’s Cup und dürfte bei dieser Regatta der erfahrenste Jung-Skipper sein.

Zu den Geschlagenen bei der Moth-Meisterschaft gehörte als Fünfter auch Laser Olympiasieger Tom Slingsby, der beim America’s Cup für Oracle Racing segelt.

Ergebnisse AUS Moth Nationals

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Moth Meisterschaft: Kiwi Burling düpiert Aussies und Widersacher Outerridge“

  1. avatar Marsha sagt:

    Ich glaube, da muss kein NZ-AUS Drama reininterpretiert werden: Outteridge und Burling sind buddies – die haben schon 49er für Peking zusammen trainiert – meist am MacQuarie, wo Outteridge zuhause ist. Die sind dann auch zur gleichen Zeit auf die Motte gestiegen und haben dort für die WM 2011 trainiert, zusammen mit Slingsby, Joe Turner und Iain Jensen. Bei der besagten WM bildeten sie dann die legendäre “Moth Squad”, wo sie beim Apero in einer Ecke des Clubhauses für sich beisammen standen. Ich denke, Burling ist für die Ozzies kein Ausländer. Das es die erste Open Australian Championship war, bedeutet wohl auch einiges.

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