Moth Worlds: Drei Briten dominieren in Japan – America’s Cup Profi holt Titel

Die fliegenden Kisten

Paul Goodison (38), britische Laser-Olympiasieger von 2008  und America’s Cup Segler (Artemis) ist neuer Welt-Titelträger in der Foiling Moth. Maximilian Mäge wurde guter 18.

Moth Worlds

Laser Olympiasieger Pail Goodison holt den Moth Titel. © Junichi Hirai

Die Weltmeisterschaft der Moth Klasse hat durch den exotischen Austragungsort im japanischen Hayama und den Zeitpunkt kurz vor den Olympischen Spielen nicht die sonst übliche Qualität der internationalen Elite-Segler an den Start gebracht.

2014 hatte noch der Australier Nathan Outteridge gewonnen, ein Jahr später war er vom Neuseeländer Peter Burling geschlagen worden. Diesmal befinden sie sich in der intensiven Phase in Vorbereitung auf ihr 49er-Duell für Rio.

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Die ungwöhnliche Pose bei der Moth Halse. © Junichi Hirai

So war in Japan der Weg frei für einen weiteren Olympiasieger. Der Brite Paul Goodison, der in Diensten des schwedischen America’s Cup Teams Artemis steht, setzte sich knapp gegen die Klassen-Spezialisten Chris Rashley und den viermaligen Volvo-Ocean-Race-Teilnehmer und -Sieger (2009) Rob Greenhalgh durch.

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Der Volvo-Veteran Rob Greenhalgh (37) holt Bronze mit dem dominierenden britischen Exocet Design. © Junichi Hirai

Die japanischen Gastgeber waren begeistert über das Gastspiel der populären Flügel Moth. Sie brachten gleich 31 Piloten an die Startlinie. Nach wie vor steht allerdings einer weiteren Verbreitung der Klasse der hohe Preis von gut 25.000 Euro von neuen Sportgeräten, so wie die geringen Produktions-Stückzahlen im Weg.

Die ersten drei Boote stammen von den britischen Exocet-Herstellern. Der Australier Scott Babage landete mit der modifizierten Mach 2.3 auf Rang vier. Der Moth-Entwickler Andrew McDougall schaffte es damit noch im Alter von 60 Jahren auf Rang acht.  Er bereitet aber mit der One-Design-Moth Wasp die nächste Revolution vor, die das Einhand-Foiling für einen weitaus größeren Teil der weltweiten Segler erschwinglich machen soll.

So hat es aus deutscher Sicht auch nur das Vater-Sohn-Duo Carlo und Max Mäge auf den langen Weg nach Japan gemacht. Max ersegelte nach einem Kenter-Schaden am Großsegel noch einen guten 18. Platz. Carlo wurde 29.

Ergebnisse Moth Worlds 2016

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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