Neue Einheitsklasse: Melges stellt seinen 40 Fußer vor – 20 Knoten Speed

Vorstoß auf dem One-Design-Markt

Melges Performance Sailboats stellt seine neue Melges 40 vor, die mit einer revolutionären Neuerung für kleine One Design Yachten aufwartet. Ein Deutscher baut die Boote.

Melges 40

© Melges

Der neue 40 Fußer von Melges wartet mit einer Neuerung auf, die eigentlich schon ein altes Eisen ist. Die Amerikaner setzen auf einen Neigekiel, der bisher nur bei großen Offshore Yachten oder den kleinen Mini-Transat Einzelbauten zum Einsatz kam. Erstmals soll er einer großen One-Design-Flotte zu mehr Vortrieb verhelfen.

Als Designer zeichnet das renommierte Konstruktionsbüro Botin verantwortlich, das bei den TP 52 gut im Geschäft ist und auch den 2012 zweitplazierten Volvo 70 Ocean Racer “Camper” mit dem Neigekiel entwickelte.

Melges 40

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Als Werft ist die in Dubai ansässige Premier Composite Technologies (PCT) vorgesehen, bei dem der Deutsche Max Weimer in der Verantwortung steht. Die extrem erfolgreiche Firma, deren Erfolg auf dem Erstellen großer Kuppeln für Moscheen basiert, hatte zuletzt im Marine-Business mit dem Bau der TP 52 “Platoon” gepunktet und auch mit den schnellen PCT Drachen Renomme gewonnen.

Melges steht für sehr erfolgreich Einheitsklassen wie besonders der Melges 24. Auch die Melges 32 war eine Zeitlang ein Erfolg, die Teilnehmer-Zahlen sind aber zurückgegangen. Dafür ist die Melges 20 gut auf dem Markt eingeschlagen, hat es aber schwer, gegen die J/70 zu bestehen.

Melges 40

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So kommt nun mit der Melges 40 das größte Boot der One-Design Spezialisten auf den Markt. Dabei ist es besonders wichtig, die absolute Gleichheit der Schiffe zu garantieren. Dafür ist besonders Max Weimer zuständig. “Wir werden unsere gesamte Produktions-Expertise und Technologie in das Melges 40 Projekt einbringen. Das Schiff wird das am exaktesten gebaute One Design sein, das jemals entstanden ist. Wir bringen unser gesamtes Wissen über Qualitätskontrolle und Gewicht-Management ein.”

Der Neigekiel erlaube dabei besonders hohe Geschwindigkeiten auf dem Am-Wind-Kurs mit einem 72 Quadratmeter großen Großsegel und einer 49 qm Fock. Die Doppelruder-Konfiguration soll auch den 200 qm Gennaker auf dem Vorwindkurs kontrollierbar machen und das Schiff bei 25 Knoten Wind auf 20 Knoten Speed beschleunigen.

Der Racer soll mit einer acht- bis neunköpfigen Crew gesegelt werden. Über den Preis wird in der ersten Pressemitteilung noch nicht gesprochen.

Zahlreiche internationale Eigner und Teams sollen sich schon für eine Melges 40 entschieden haben. Die erste Boote werden im Herbst 2016 segeln. Für 2017 ist eine erste World Series geplant.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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