New York-Vendée: “Hugo Boss” dominiert auf den ersten High-Speed-Meilen

Offenbar keine Blei Ente

Alex Thomson zeigt auf den ersten Meilen der Transatlantik-Regatta New York-Vendée, dass er nicht nur Klamauk sondern auch schnell kann. Im Video meldet er sich von seinem heftig bockenden neuen Foiler.

Das erste neue Boot, dass er mit seinem Team für die Vendée Globe 2012 bauen ließ, war eine “Blei-Ente”. Die radikale Yacht funktionierte nicht. Und Thomson segelte die Vendée schließlich mit einer Gebraucht-Yacht.

So hielten Kenner der Segelszene den Atem an, als der Brite sein zweite neue Yacht erstmals bei der Transat Jacques Vabre einsetzte. Würde das Schiff diesmal funktionieren? Besonders schnell war ein vorsichtiger Thomson nicht. Und schließlich führten Struktur-Schäden sogar zu einem Fast-Verlust des Bootes und zum Abbergen der zweiköpfigen Besatzung.

Transat Jacques Vabre,

Die nagelneue Foil-IMOCA Hugo Boss ist mit Alex Thomson schnell unterwegs. © Hugo Boss

Sollte auch der zweite Wurf für das Hugo-Boss-Team ein Flop gewesen sein? Können die Briten nur tolle Segel-PR, aber kein siegfähiges Renn-Projekt leiten? Würde Thomson wieder einmal als Bruchpilot in die Annalen eingehen?

Die ersten Meilen der Transat-Regatta von New York nach Les Sables d’Olonne müssen für das Team und Thomson selbst eine Genugtuung sein. Nach langsamem Start raste “Hugo Boss” nahezu mühelos an der direkten Konkurrenz vorbei und nahm ihr bis zu 37 Meilen ab. Teilweise war er bis zu zwei Knoten schneller.

 Ocean Masters, IMOCA

“Banque Populaire” und “No Way Back” werden im Hafen von Newport repariert. © Ocean Masters

Dabei hatte zumindest der neue Foiler “Edmond De Rothschild” schon gezeigt, dass er zumindest zeitweise auf Augenhöhe mit “Banque Populaire” segeln kann, dem aktuellen Maßstab in der IMOCA-Flotte. “Hugo Boss” scheint bei Foiler-Bedingungen richtig flott zu sein. Ob die Allround-Leistungsfähigkeit und die Stabilität ausreicht, muss sich noch zeigen. Aber bisher dürfte der Brite höchst zufrieden sein.

Und es dürfte für ihn auch etwas ungewohnt sein, dass diesmal nicht er wie gewohnt den Rückweg antreten muss. Diesmal ist er im Gegensatz zur Konkurrenz bisher einigermaßen ungeschoren durch das Minenfeld des Treibguts hinter New York gekommen.

Tracker New York-Vendee

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „New York-Vendée: “Hugo Boss” dominiert auf den ersten High-Speed-Meilen“

  1. avatar Hannes sagt:

    War das alte, radikale Batmobil nicht so eine modifizierte Juan K ,, ex Pindar”?
    Jedenfalls kein Neubau

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  2. avatar Carsten Kemmling sagt:

    genau. “Die radikale Yacht funktionierte nicht. Und Thomson segelte die Vendée schließlich mit einer Gebraucht-Yacht.” das war die ex pindar. damit kam er auf einen starken dritten platz

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  3. avatar Recherche sagt:

    Das Boot mit dem Alex 3. würde war vorher Veolia und davor estrella damm. Danach Neutrogena

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