Barcelona World Race: Boris Herrmann 37 Meilen zurück. Tank “explodiert” auf “Gaes”

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Anna Cobella nimmt sich dem kaputten Ballasttank auf "Gaes" an, der ein wichtiger struktureller Teil des Open 60 ist. © FNOB

Boris Herrmann und Ryan Breymaier liegen im Zweikampf mit „Estrella Damm“ 37 Meilen zurück. Sie können die schnellen Spanier bei wenig Wind nicht halten. Und auch „Renault“ liegt bei den jetzigen 200 Meilen Etmalen rund vier Tage voraus. Damit ergibt sich für das Newcomer-Duo eine spannende taktische Frage: Wann starten sie einen Angriff?

Suchen sie weiter geduldig nach ihrer Chance, oder früh eine Entscheidung? Das Problem ist der große Abstand zu „Renault“. Die Spanier klettern zwar im Mast herum und beschmieren ihr Vorsegel mit Sikaflex, aber sie segeln weiterhin stark. So mag sich „Estrella Damm“ eher für eine Verteidigung gegen „Neutrogena“ als für den Angriff auf „Renault“ entscheiden. Und das ist mit einem schnelleren Boot sehr einfach. Aber wer weiß? Dieses Rennen hat schon einige Überraschungen gebracht.

Situation am 23.3. "Neutrogena" (schwarz) hat sich beim zurzeit spannendsten Duell des Barcelona World Race etwas Querabstand zu "Estrella Damm" erarbeitet, liegt aber 37 Meilen zurück.

An der Spitze gibt es auch wenig Neues. „Virbac“ hat die Kapverden passiert und liegt 230 Meilen vor „Mapfre“. Immer wenn die spanischen 49er Stars Hoffnung schöpfen, entscheidend näher kommen zu können, geben die erfahrenen Franzosen Gas.

Dafür hat „Hugo Boss“ sein Gefängnis auf den Falkland Inseln verlassen und geht wieder über Los. Dabei ist das britischholländische Duo direkt in einen heftigen 40-Knoten-Sturm geraten. Die Reparaturen werden einem echten Härtetest unterzogen.

"Hugo Boss" läuft aus Port Stanley aus und gerät sofort in einen heftigen Sturm. © FNOB

Die Frauen auf „Gaes“ haben andere Probleme. Dee Caffari erklärt: „Wir segeln zurzeit nur mit 80 Prozent seit unser Ballasttank am Freitag `explodiert´ ist. Wir benötigen die Leistung des Tanks zwar nicht unbedingt für den Rest des Rennens, aber er ist ein wichtiger struktureller Teil der Yacht. Deshalb muss er repariert werden, wenn wir dieses Rennen beenden wollen.“

Stand beim Barcelona World Race

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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