Barcelona World Race: Boris Herrmann und Ryan Breymaier gewinnen Media Award

Der Weltumsegler Oscar

Boris und Ryan sammeln ihre Preise für Platz fünf ein. © FNOB

Die besten Bilder vom Barcelona World Race 2010-2011 haben Boris Herrmann und Ryan Breymaier „geschossen“. Die deutsch-amerikanische Segelcrew, die bei der Nonstop-Hochseeregatta rund um die Welt mit ihrer Yacht „Neutrogena“ Platz fünf belegte, wurde vom Veranstalter FNOB in Barcelona mit den Media Awards Photo und Video ausgezeichnet.

Zuvor erhielten der 29-Jährige geborene Oldenburger und sein Co-Skipper (35) aus Annapolis für ihren sportlichen Erfolg eine Ehrung sowie die persönliche Gratulation durch den spanischen Kronprinz Felipe, selbst ein Aktiver aus dem segelnden Königshaus Borbón.

Ds deutschamerikanische Duo holt verdient die Media Awards. Sie lieferten mit Abstand das beste Material. © FNOB

Die jüngste Mannschaft im Feld der 14 gestarteten Teams, von denen fünf durch Materialbruch aufgeben mussten, hatte das Rennen über mehr als 25.000 Seemeilen (46.500 Kilometer) in gut 100 Tagen absolviert.

„Boris Herrmann und Ryan Breymaier haben nicht nur die emotionalen Höhepunkte und außergewöhnlichen Situationen während des Rennens einzigartig präzise und technisch professionell festgehalten, sondern auch den Alltag und das Leben an Bord“, lobte die Mediadirektorin des Barcelona World Race, Isabel Genis, die Arbeit des Duos in ihrer Laudatio.

Der wache Blick für die besonderen Momente und die Muße, diese auch immer wieder mit der Kamera festzuhalten, habe das gesamte weiterverarbeitende Presseteam begeistert und fasziniert. Genis: „Immer wenn wieder ein Video oder Fotos über Satellit geschickt wurden, war die Vorfreude groß.“

Jean Pierre Dick und Loick Peyron lassen sich als überlegene Sieger feiern. © FNOB

Die „Neutrogena“ lieferte kontinuierlich weit mehr als das per Ausschreibung mindestens festgelegt Material über eine INMARSAT-Verbindung und gab zudem diverse Interviews auch über ein Iridiumtelefon.

Ihren Niederschlag fand die Medienarbeit der Segler, die oft unter schwierigen Bedingungen bei rauer See und Eiseskälte oder Gluthitze stattfand, in mehr als 50 Fernsehbeiträgen und mehreren hundert Printartikeln, darunter ganze Tageszeitungsseiten und mehrseitige Magazinreportagen. Auch in der Kategorie Text gehörten Herrmann und Breymaier zu den besten drei Berichterstattern der Weltregatta.

„Fotografieren, aber auch das Filmen sind meine Leidenschaften“, sagte Boris Herrmann, der unter den vielen gelobten Motiven für den „Top-Shot Nummer eins“ verantwortlich war, in seiner Dankesrede. „Es war mir ein Bedürfnis, das Erlebte für die zahlreichen Fans und Begleiter zuhause an Land festzuhalten, aber auch für mich selbst. Bilder sind die beste Erinnerung.“

Bei der IMOCA-Preisverleihung präsentiert Ryan ein erstaunliches Hemd. Offenbar der neueste Trend unter den Langfahrt Racern.© FNOB

Ein 30-minütiges Feature über das Segelrennen der beiden rund um den Globus wird am Sonnabend, dem 14. Mai, um 15 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt. Derzeit schreibt Boris Herrmann an einem Buch darüber, das Anfang nächsten Jahres zur Wassersportmesse boot erscheinen soll.

Während einer feierlichen Preisverteilung im pompösen Gran Teatre del Liceu von Barcelona hatten die Hochseesegler bereits am Mittwoch (4. Mai) vor weit mehr als tausend Ehrengästen die Preise für ihre sportlichen Leistungen erhalten.

Die ersten Drei erhielten ihre Barcelona World Race Sail Trophies, stilisierte – sonst weiß lackierte – Segelyachten aus Stahl, in Bronze und Silber sowie Gold für die französischen Gesamtsieger Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron („Virbac-Paprec 3“) persönlich aus den Händen seiner königlichen Hoheit, dem Prinz von Asturias und Girona.

Aber Don Felipe, „einer von ihnen“, gratulierte auch allen Platzierten persönlich und sagte: „Dies war eine einzigartige Herausforderung, eine Mischung aus Extremsport und Abenteuer“. Boris Herrmann und Ryan Breymaier durften sich zusätzlich über die mit 3.000 Euro dotierte Mittelmeertrophäe Süd-Nord für das schnellste Schiff auf der Teilstrecke von Gibraltar bis ins Ziel nach Barcelona freuen.

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