Jules Verne Trophy

„Bis zum Bodenblech!“

Wo ist der Steuermann? Und wer ist es? Totale Deckung ist bei Fullspeed angesagt © www.cammas-groupama.com

Endlich, endlich hat „Groupama 3“ den Wind wieder in den Segeln – und das nicht zu knapp. Mit gut 30 Knoten treibt eine nordwestliche Brise den Tri vor sich her, der nach einer Tage langen Durststrecke, gegenüber der Referenzzeit des Rekordhalters Bruno Peyron auf „Orange II“ endlich wieder Boden gut machen kann.

„Wir treten das Gaspedal bis zum Bodenblech“, berichtet ein sichtlich erleichterter Franck Cammas von Bord seines Tris. In den letzten 24 Stunden konnte der Skipper mit seiner neun Mann starken Crew von dem vor Tagen 455 Seemeilen betragenen Rückstand immerhin schon 180 wieder gut machen. Bleiben noch 275 Meilen, die den Tri vom virtuellen Gegner trennen.

Derzeit segelt „Groupama 3“ mit einem Speed von 31,2 Knoten nordwestlich der Kerguelen auf Position 44° 38.28 Süd/66° 10.80 Ost. „Wir sind froh, endlich wieder in Fahrt zu sein“, berichtet Cammas von Bord seines Tris. „Seit heute Morgen haben wir einen Schnitt von 30 Knoten geschafft, und auch wenn die Bedingungen noch nicht wirklich stabil sind, so ist es doch gutes Segeln derzeit. Die vergangenen Tage sind echt frustrierend für uns gewesen, weil uns diese Leichtwindfront den Weg versperrte. Ein paar mal waren wir ganz knapp dran, sie durchqueren und verlassen zu können, aber leider ist es uns nicht gelungen.“

Gute Laune – Bowman Jacques Caraes, hier bei Sonnenschein, zeigt auch im Video Hochform © www.cammas-groupama.com

Der große Frust dürfte nun aber bald vorüber sein. Zumindest heute und am morgigen Samstag wird der Wind noch bis 40 oder gar 45 Knoten auffrischen. Für „Groupama 3“ könnte das einen heißen Flirt mit der 800-Seemeilen-Marke für den Zeitraum von 24 Stunden bedeuten.

So ist es auch immer noch möglich, dass der Tri die Passage vom afrikanischen Kap Agalhus bis zum australischen Cap Leeuwin schneller schafft, als „Orange II“ im Jahr 2005. Der 36,5 Meter lange Kat hatte damals 7 Tage und 5 Stunden für diese Passage benötigt. Zumindest heute, in der Nähe der Kerguelen, hämmert Cammas mit über 30 Knoten durch die See, wo Bruno Peyron 2005 gerade einmal 20 Knoten auf der Uhr hatte.

Mehr Infos zum Rennen: www.cammas-groupama.com

Nordwestlich der Kerguelen hämmert "Groupama 3" über den Kurs. Der dunkle rote Windpfeil zeigt, was auf sie zu kommt – beziehungsweise hinter ihnen her. © Groupama; www.cammas-groupama.com

Mathias Müller
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