Preisverleihung

Boris Herrman und Felix Oehme („Beluga Racer“) gewinnen German Offshore Award

Staatsrat Dr. Manfred Jäger überreicht den German-Offshore-Award, ein wertvolles Silbertablett an "Beluga Racer"-Skipper Boris Herrmann (li.) © German Offshore Owners Association/K.Schmidt

Die „Beluga Racer“ und ihre Crew Boris Herrmann und Felix Oehme haben den Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg “German Offshore Award” für den Sieg im Portimao Global Race 2009 gewonnen. Im Hamburger Rathaus überreichte Staatsrat Dr. Jäger das wertvolle Silber-Tablett, als Auszeichnug für die beste deutsche Hochseeyacht der vergangenen Saison, im Rahmen eines festlichen Dinners mit 230 Gästen.

Die „Beluga Racer“ hatte beim Portimão Ocean Race den ersten Platz belegt. Die 25890 Seemeilen lange Regatta war am 12. Oktober 2008 gestartet worden, und führte über Kapstadt (Südafrika), Wellington (Neuseeland), Ilhabela (Brasilien) und Charleston (USA) von und nach Portimão. Nach 145 Tagen auf See hatten die beiden deutschen Segler auf ihrer zwölf Meter langen Yacht mit drei Stunden Vorsprung.

Skipper Boris Herrmann sei ein Ausnahmesegler, bemerkte Laudator Mathias Müller von Blumencron, der mit seiner Class 40 “Red” selbst zu den Nominierten gezählt hatte. Herrmanns Erfolg sei fantastisch, und sein Plan als erster deutscher Segler an der Einhand-Nonstop-um-die-Welt-Regatta Vendée Globe teilnehmen zu wollen beispielhaft, so der Laudator im Weiteren.

Zuvor war es zu Irritationen gekommen, da die Jury unter der Leitung des Hamburger Segler Verbandes zunächst die Yacht „Sjambok“ von Jens Kühne für den Preis nominiert hatte, der allerdings im relevanten Fastnet Race unter der Segel-Nr. „USA 48000“ gemeldet hatte. Der ausgezeichnete 17. Platz von 305 gemeldeten Schiffen hätte ihm rechnerisch einen hauchdünnen Vorsprung von 0,2 Punkten vor Boris Herrmann gegeben. Die Stadt Hamburg hatte jedoch Bedenken angemeldet, da der Preis laut Stiftungsurkunde an eine deutsche Yacht zu vergeben sei.

Hinsichtlich der Frage, wann eine Yacht als Deutsche Yacht zu gelten hat, hat die Jury auf der Grundlage von Rule 77 der ISAF Regulations und nach Konsultation mit dem DSV entschieden, dass der „Sjambok“ der Preis nicht verliehen werden kann. Auch wenn die Yacht aufgrund des deutschen Eigners nach internationalem Flaggenrecht die deutsche Flagge führen darf, hielt die Jury angesichts des für Regattaleistungen vergebenen Preises die internationalen Regattaregeln der ISAF für maßgeblich.

Nominiert waren neben der „Beluga Racer“, die „Red“ (Class 40) von Matthias Müller von Blumencron (5. Platz im Watski 2Star), die „Bov Cherisma“ (Bruns, 9. Platz im Middle Sea Race), „Sascha“ (Swan, Albrecht Peters, 1. Platz im Edinburgh Race), „Imagine“ (IMX 40, Steinbrückner, 1. Platz Rund Bornholm), „Mare“ (Proto 6.50, Jörg Riechers, 1. Platz Transgascogne) und „Elan“ (Swan 48, Familie Baum, 1. Platz European Swan Cup).

Der German Offshore Award wird als Wanderpreis an die erfolgreichste deutsche Yacht bei internationalen Hochseeregatten verliehen. In die Bewertung einbezogen werden alle hochseegängigen Yachten, die an hochrangigen europäischen Hochseeregatten des vergangenen Jahres teilgenommen haben. Für diese Yachten wird ein prozentualer Anteil errechnet, der sich aus der Anzahl der Teilnehmer und dem erzielten Ergebnis zusammensetzt. Da eine stürmische Atlantikregatta eine höhere Anforderung stellt, als eine bei Flaute durchgeführte kürzere Wettfahrt, wird durch eine Jury unter Vorsitz des Hamburger Segler-Verbandes und (in diesem Jahr) unter Beratung des Kieler Diplom-Meteorologen Menno Schrader jede in die Bewertung einbezogene Regatta besprochen, mit einem Ranglistenfaktor versehen und so der Sieger ermittelt.

Mathias Müller

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