Class 40 Les Sables-Horta-Les Sables: Riechers ohne Autopilot auf Rang vier

Eine Sekunde fehlt nach 1400 Meilen

Eine Sekunde Unterschied auf der Ziellinie nach 1.400 Meilen. "mare.de2" auf Platz vier. © Breschi/Les Sables-Horta

Im Ziel fehlte nur ein Zentimeter: Mare-Skipper Jörg Riechers und sein Co-Segler Etienne David verpassten am Sonntag Morgen auf ihrer Class-40-Yacht „mare.de2“ nur ganz knapp das Podium der ersten Etappe der Azorenregatta von Les Sables d’Olonne nach Horta.

Das Duo kam nach 7 Tagen und 17 Stunden auf Rang vier von insgesamt 14 gestarteten Crews ins Ziel. Es gewannen die Franzosen Yannick Bestaven und Christophe Bouvet “Aquarelle.com”. Auf Rang zwei segelten Stéphane Le Diraison/Vincent Barnaud mit “Bureau Veritas”.

Zweikampf auf der Ziellinie. Riechers versucht, in Lee durchzubrechen. © Breschi/Les Sables-Horta

Die Drittplatzierten, Jean Eduard Criquioche und Jacques Fournier mit “Picoty” aus Frankreich waren nach 1400 Seemeilen lediglich eine Sekunde schneller, als die „mare.de2“. Da die Zeit der Etappe mit der Rücktour, die am 13. Juli startet, addiert wird, ist noch längst keine Entscheidung für das Rennen gefallen.

Allerdings ist das Mare-Team außerordentlich erschöpft. Skipper Jörg Riechers berichtet:  “Schon kurz nach dem Start fiel der Autopilot aus. Wir mussten eine Woche lang Tag und Nacht per Hand steuern. Dann hatten wir auch noch Wasser im Schiff und mussten jede Stunde Wasser schöpfen, das geht an die Substanz…”

Riechers (r) gratuliert den Gegnern nach dem knappen Zieleinlauf. © Breschi/Les Sables-Horta

Trotz der Widrigkeiten an Bord kämpften sich die beiden von Rang 14  kurz nach dem Start in das Spitzenfeld vor und segelten tagelang auf den Rängen drei und vier, am Sonntagmorgen zeitweilig sogar auf Platz 2.

Im Endspurt unterlief dem Mare-Team dann aber ein taktischer Fehler, sie entschieden sich zwischen den Azoreninseln Sao Jorge und Pico Kurs zu passieren. Dort herrschte allerdings Flaute. Den Rückstand auf Rang zwei konnten Riechers und David nicht mehr aufholen. Aber sie lieferten sich  mit der aus Norden kommenden Yacht “Picoty” ein spannendes Matchrace um Rang drei.

"mare.de2" zeigte wieder guten Speed im starken Class40-Feld. © Breschi/Les Sables-Horta

“Um eine Sekunde das Podium zu verpassen ist natürlich ärgerlich” sagt Riechers. “Aber wir greifen auf der Rückregatta wieder voll an”.

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Carsten Kemmling

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