Clipper Race Unfall: Vier Segler von Mega-Brecher verletzt, zwei abgeborgen

Drama vor Frisco

"Geraldton Western Australia" in besseren Tagen vor dem Unfall. © Clipper Race

Beim Clipper Round The World Yacht Race für Amateure sind auf der sechsten von acht Etappen vier Segler verletzt worden, als eine große Welle ins Cockpit einstieg. Zwei Crewmitglieder der “Geraldton Western Australia” wurden 250 Meilen vor dem Etappenziel in Oakland bei San Francisco von einem Hubschrauber abgeborgen.

Der Skipper Juan Coetzer erklärt, was mit seiner 18-Köpfigen Crew auf der 68 Fuß Einheits-Yacht passierte, als die Welle einschlug: “Wir segelten bei Wind mit Böen zwischen 40 und 60 Knoten. Mit dem dritten Reff im Groß surften wir bis zu 20 Knoten schnell.


CNN Video zum Vorfall

Dann passierte es beim Wachwechsel kurz bevor die Sonne aufging. eine monströse, schäumende Welle brach über unserem Heck. Steuermann Mark Burkes wurde von der Gewalt gegen die Steuersäule geschleudert und brach sie dabei ab. Die Crew stürzte an verschiedenen Stellen an Bord. Das Schiff war manövrierunfähig.”

Die 68 Fußer gelten als äußerst seetüchtig. © Clipper Race

Danach habe schnell das Notsteuer angebracht werden können, aber das Reff wehte aus. “Wir setzten die Sturmfock, bargen die Reste unseres Großsegels und behandelten die Verletzten.” Am Nachmittag warf ein Flugzeug der Coast Guard ein medizinisches Hilfspaket ab. Dennoch musste zwei Briten von Bord.

Die 50-Jährige Jane Hitchens aus Kent soll vier Rippen gebrochen haben. Nik Brbora (29) aus London erlitt eine Becken-Verletzung. Die Segler wurden von einem kleinem Boot zum Coast Guard Mutterschiff transportiert und von dort per Helikopter nach San Francisco gebracht. Das abbergen direkt von Bord war verworfen worden, weil der 100 Fuß Mast in der starken Welle zu sehr hin und her pendelte.

Max Wilson (62) aus Australien blieb mit gebrochenen Rippen an Bord wie auch Mark Burkes (47) aus dem britischen Worcestershire mit einer Rücken-Verletzung. Die Yacht wird ohnehin in 24 Stunden an Land erwartet.

Die jeweils 18-Köpfigen Amateurcrews leisten harte Arbeit. © Clipper Race

Ursprünglich wollte die Coast Guard medizinisch ausgebildete Fallschirmspringer zu der Yacht bringen. Aber das Wetter verhinderte ihren Sprung aus dem Flugzeug.

Das Clipper Race bringt Amateure aus der ganzen Welt zusammen. Sie segeln auf 68 Fuß Einheitsyachten in acht Etappen 40.000 Meilen um die Welt, und bezahlen dafür rund 35000 Euro. Das Rennen startete im Juli 2011 in Southampton und wird dort im Juli 2012 wieder enden.

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Carsten Kemmling

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