GP42Audi MedCup-Siegerin „Madrid Caser Seguros“ im Ostsee-Einsatz für Holger Streckenbach

„Ein super Boot!“

Die GP42 "Caser Seguros" war im Audi MedCup erfolgreich und segelt jetzt an der deutschen Ostseeküste. © Medcup.org

Im vergangenen Jahr trumpfte die „Madrid Caser Seguros“ beim Audi MedCup in der Klasse der „kleinen“ Yachten groß auf, dann kam das plötzliche Aus. Doch nun steht die GP42 vor einer zweiten Karriere – in der Ostsee.

Unter der Führung von Paolo Cian (Italien) fuhr die „Madrid Caser Seguros“ in den fünf MedCup-Wettbewerben 2010 drei Siege ein und landete damit auch in der Gesamtwertung auf Platz eins.

Weitere Erfolge im MedCup blieben dem Botin&Carkeek-Design allerdings verwehrt. Und mit dem Austausch der GP42-Boote gegen die S40-Klasse war die „Seguros“ plötzlich auf dem Markt.

Elf Mann Besatzung. Die "Seguros" wird eines der schnellsten Schiffe an der deutschen Küste sein. © Medcup.org

Beste Gelegenheit für Holger Streckenbach aus Greifswald, um seine IMX40 „Imagine“ auszutauschen. „Wir haben ein schnelles Schiff gesucht ohne Kompromisse“, sagt Streckenbach. „Die GP42 ist eine tolle Bootsklasse, jollenartig zu segeln. Und als die Klasse aus dem MedCup raus war, waren viele Boote auf dem Markt, die Preise sind verfallen und da haben wir im Winter kurzfristig zugeschlagen.“

Beim MAIOR in Kiel konnte Streckenbach schon mal die Performance seiner neuen „Imagine“ testen. „Die Kiste fliegt selbst bei wenig Wind gleich los“, so Streckenbach, der auch berechnet einen Tagessieg verbuchen konnte. Und auch bei starkem Wind war die flotte Racer gut unterwegs.

Vollgas unter Spi. "Caser Seguros" erlebte beim MedCup mit ex Shosholoza Steuermann Paolo Cian gute Zeiten. © Medcup.org

Lediglich im mittleren Windbereich konnte die „Imagine“ ihre Berechnung nicht herausfahren. Und im Handling gab es vor allem bei den Gennaker-Manövern noch Potenzial nach oben.

Begeisterung löste das Boot indes sogar bei jugendlichen Skiff-Seglern aus. 29er-Akteur Paul Kohlhoff aus Kiel, der einen Tag mit an Bord war fällte jedenfalls ein klares Urteil: „Ein super Boot!“

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Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „GP42Audi MedCup-Siegerin „Madrid Caser Seguros“ im Ostsee-Einsatz für Holger Streckenbach“

  1. avatar Friedrich sagt:

    Was für eine tolle Bereicherung auf der Ostsee! Wenn jetzt noch das neue Plump-Schiff auf die Bahn kommt werden die karten neu gemischt. Sehr vielversprechend, dass die GP 42 zeigt, dass man auch mit nicht ORCi-optimierten Schiffen vorne mitsegeln kann.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

  2. avatar Schlaufux sagt:

    Schön, dass jemand sich einen derartigen Racer in die Ostsee holt.
    Bin allerdings verwundert, dass es für einen Tagessieg gereicht hat.
    Normalerweise taugen diese BoxRule Boote nicht für Vermessung,
    zumindest nicht ohne weiter zu investieren.
    In England sind extrem viele, modifizierte TP52 in Vermessungsfeldern unterwegs.
    Vielleicht ist das ja ein neuer Trend.
    Schön wärs.

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    • avatar Olli sagt:

      Die GP Boote sind doch ORC Klassen. Man muß sich das als Antwort auf Rüsselboote in der IRC vorstellen.

      Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

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