Jules Verne Trophy

„Groupama 3“ verliert mächtig an Boden

Gute Laune trotz wenig Wind: Loic Le Mignon und Lionel Lemonchois am Steuer der "Groupama 3" © www.cammas-groupama.com

Gegen Ende des elften Tages auf hoher See hat der 31,50 Meter lange Trimaran von Skipper Franck Cammas, einen Großteil seines Vorsprungs auf den virtuellen Gegner und Jules-Verne-Rekordhalter Bruno Peyron, eingebüßt.

Nur noch 100 Seemeilen sind von dem einst über 600 Meilen großen Vorsprung gegenüber Peyrons Katamaran „Orange II“ übrig. Das St. Helena Hoch hat die 10-Mann-Crew auf „Groupama 3“ mächtig gerupft. Allein in den vergangenen 24 Stunden verloren die Jäger des Rekords annähernd 200 Seemeilen auf die Referenzzeit, die Peyron im Jahr 2005 mit 50 Tagen, 16 Stunden und 20 Minuten setzte.

Derzeit segelt Cammas „Groupama 3“ mit einem Boots-Speed von nur 8,5 Knoten auf 36° 30.23 Süd, 27° 57.23 West. Den 35. Breitengrad Süd erreichte er in der vergangenen Nacht gegen 2.00 Uhr. Es sei sehr schwer, einen Weg durch die vielen konfus verteilten Flautenbereiche des St. Helena Hochs, welches über den gesamten Ozean verteilt zu sein scheine, zu finden, so Skipper Franck Cammas in einem Bericht an seine Shore-Crew.

Gute Laune trotz wenig Wind: Loic Le Mignon und Lionel Lemonchois am Steuer der "Groupama 3" © www.cammas-groupama.com

Dennoch hoffe das Team, den 40. Breitengrad Süd am heutigen Abend erreichen zu können. Dann endlich sollte es ein Tief mit mehr Wind vorfinden, um den direkten Weg Richtung Kap der Guten Hoffnung endlich wieder mit Vollgas bestreiten zu können. Wie viel von dem einst so großen Vorsprung auf Rekordhalter „Orange II“ heute Abend noch übrig ist, bleibt spannend zu beobachten. Fast sieht es so aus, als erfahre das virtuelle Rennen bei Eintritt in den Indischen Ozean, welchen die Crew der „Groupama 3“ am frühen Wochenende erreichen möchte, eine Art Neustart.

Mehr Infos zum Rennen: www.cammas-groupama.com

Position der zwei (virtuellen) Konkurrenten am 10 Tag auf See. © Groupama; www.cammas-groupama.com

Dieses Video zeigt “Groupama 3” bei einem vorherigen Jules-Verne-Start im November 2009:

Mathias Müller
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