Mini-Transat 6.50: Riechers nun neunter; neuer Mastbruch und Ausfall im Feld

Spitze außer Reichweite

Jörg Riechers (blau) liegt noch in der Flaute. Er muss zusehen, wie die Spitze davonzieht und das Hauptfeld ihn einholt.

Jörg Riechers hängt mit seiner “mare.de” immer noch in der Flaute. Bei der jüngsten Speedmessung bewegte er sich mit 2,28 Knoten fort. Sein östlicher Kurs hat ihn tief in die Schwachwindzone gebracht.

Die Spitzenpositionen geraten immer mehr außer Reichweite. Und nun überholt ihn auch das Hauptfeld. Der Hamburger ist auf den neunten Platz zurückgefallen.

Der Abstand zum Plattbug-Piloten David Raison ist auf 224 Meilen angewachsen und wird immer größer. Denn die ersten vier haben die stabilen Südostwinde erreicht. Schon 940 Meilen vor dem Ziel scheint Raison der Sieg kaum noch zu nehmen. Denn er ist fast einen Knoten schneller als die direkte Konkurrenz.

Der Australier Scott Cavanough musste seinen Prototypen aufgeben und wurde gerettet. © Pierrick Garenne / GPO

Im Feld hat es eine weitere Rettungsaktion  gegeben. Der Australier Scott Cavanough meldete einen Mastbruch, bei dem der Bug seines  Brett-Bakewell-White Prototypen-Minis beschädigt worden ist. Er habe kein Notrigg bauen können und musste sein Boot aufgeben.

Cavanough drückte den roten EPIRB-Knopf und ließ sich von einem der sieben Begleitboote “Pen Ar Clos” abbergen. Die Amerikanerin Emma Creighton hatte sich zur Sicherheit in der Nähe aufgehalten.

Die Ausfallquote ist auf fünf Prototypen und acht Serienminis angestiegen. 64 Minis sind nach wie vor im Rennen. Björn Freels liegt in der Serien-Klasse nach wie vor auf Rang 28.

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Mini-Transat 6.50: Riechers nun neunter; neuer Mastbruch und Ausfall im Feld“

  1. avatar bläck sagt:

    Jörg bekommt sicher die Goldmedaille für die grösste zurückgelegte Strecke….

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 1

  2. avatar Heini sagt:

    Heute morgen 06:00 sind es schon 350 Meilen Rückstand auf Raison.
    Schade. Es so doch so gut aus. Wieder nix mit einem Deutschen auf dem Podium?

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  3. avatar Backe sagt:

    Vielleicht hat Riechers einfach zu viel gewollt? Vielleicht haben das gute Vorergebnis aus der ersten Etappe und die ihm von der Presse angetragene Favoritenrolle ihn zu sehr unter Druck gesetzt, auf Sieg zu segeln?
    Jedenfalls hat er bei der Passage durch die Kanaren und vor Erreichen der Konvergenzzone eine ziemlich extreme “Hit-the-Corner”-Strategie gefahren, die – das weiß der gemeine Jollensegler auch – entweder klappen kann oder auch eben nicht.
    Hättehätte-hamsamsam … Aber bei seinem guten Speedpotential hätte er es sich m.E. durchaus erlauben können, einfach im Kielwasser von Raison, bzw. zwischen ihm und dem Hauptfeld zu bleiben.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

    • avatar T.K. sagt:

      Genau, Ping Pong segeln brings hier nicht. Und Jörg ist schon wieder auf dem Weg zur Westseite…..

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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