Mini-Transat: Jörg Riechers nach Start-Kollision mit Wasser im Boot

Mit Handicap unterwegs

Drama vor dem Start. Riechers flickt notdürftig den Schaden nach einer Kollision. © JM.Rieupeyrout

Der Hamburger Jörg Riechers hatte kurz vor dem Start des Minitransat Rennens über den Atlantik schon wieder das Aus vor Augen. SR-Leser Marcin Öz hat ein Foto gefunden, das den Deutschen beim notdürftigen Flicken eines Schadens zeigt.

Riechers kurz nach der Start-Kollision wieder unter Vollzeug. © JM.Rieupeyrout

Auf Nachfrage erfuhr SR, dass sich 15 Minuten vor dem Start eine Kollision mit dem französischen Mitfavoriten Bertrand Delesne ereignet hat. Die Art des Schadens und die Kommentare danach lassen keinen Zweifel an Riechers Unschuld. Aber das hilft ihm bei einer Atlantik-Regatta prinzipiell nicht weiter.

Der Einschlag auf Höhe der Püttingeisen, hätte schwere Folgen haben und das Renn-Aus bedeuten können. Aber Riechers hat entschieden, dass der Schaden nicht ausreicht, um ihn vom Start abzuhalten. Er will es erst in Madeira reparieren.

Aus dem Riechers Lager heißt es zwar, dass Wasser ins Schiff komme. Der Skipper glaube aber, dass es bei den erwarteten Leichtwindbedingungen zu keinem größeres Problem werde.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Riechers hat zurzeit die Führung inne. Kollisionsgegner Delesne kommt dagegen mit seinem beschädigten Bug noch nicht richtig in Fahrt. Er liegt auf Rang 13.

Aber so ein Stress kann ja auch beflügelnd wirken 🙂

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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7 Kommentare zu „Mini-Transat: Jörg Riechers nach Start-Kollision mit Wasser im Boot“

  1. avatar Marc sagt:

    Im Falle eine Falles, hält Tape wirklich alles 😉

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  2. avatar Matze sagt:

    Was waren denn die Kommentare danach? Ich könnte mir vorstellen, dass Jörg ziemlich aufgebracht gewesen sein könnte.

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  3. avatar dreas sagt:

    da sieht man mal wieder, panzertape kommt gleich nach der erfindung des rades. 🙂

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    • avatar Marc sagt:

      Erinnert mich an die Dümmerregatta Glasenuhr, gemeinsam mit den 420ern. Kommt nach dem Zieldurchgang ein 420er längsseits: “Habt ihr Tape?” – Nein, wieso?” – “Bei uns ist eine Wante gerissen und wir wollen die eben wieder zusammen tapen!”

      Ich weiß leider nicht ob sie wirklich noch jemanden mit Tape gefunden haben und ob im 420er die Wanten nur durch Tape halten würden. Ich habe da so meine Zweifel. Im Korsar würde ich das höchstens ausprobieren, wenn ich einen neuen Mast bräuchte 😉

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      • avatar T.K. sagt:

        Diesen Sommer in Maasholm gesehen:

        X-Yacht (ca. 10m) lief mit aufgedröselten Kardeelen eines Hauptwantes im Hafen ein. Einige Kardeele waren noch intakt
        Die Jungs haben die Kardele wieder umeinander gewickelt, kräftig abgetaped und sind weitergesegelt! Ich konnte es nicht fassen, aber am Tag danach haben wir sie wieder in Sönderborg gesehen. Der Mast stand noch und die Tapes waren noch dran.

        Ich hoffe die sind heile nach Hause gekommen!

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  4. avatar seven sagt:

    Nunja, die Kisten sind nun mal auf das nötigste mini-miert! Hat er aber glück gehabt das der Schaden nicht 40cm weiter hinten ist!!!!

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  5. avatar karsten sagt:

    wie heißt es immer so schön….. the winner tapes it all….

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