Multi One Design 70: Barcelona-World-Race-Sieger Jean Pierre Dick steigt ein

Onedesign-Tri auf dem Vormarsch

70 Fuß Trimaran auf einem Bein. So wirbt die neue Einheitsklasse für sich. © MOD70

Jean Pierre Dick , der nicht erst nach seinem Sieg beim Barcelona World Race zusammen mit Loick Peyron zu den Stars der Hochseeszene zählt, hat den Einstieg in die Multi One Design Klasse verkündet. SR segelte zur Kieler Woche auf dem ersten dieser Einheits-Trimarane.

Mit seinem Rennstall Virbac-Paprec erwirbt der Franzose eine Option auf das siebte Schiff im Circuit. Es soll im Juni 2012 fertig sein. Drei Trimarane sind bisher im Einsatz, das vierte wurde gestern für das Team Edmond de Rothschild und seinen Skipper Sébastien Josse zu Wasser gelassen.

Spektakuläre Tonnenrundung der "Veolia" von Roland Jourdain. Die Trimarane sollen 2013 um die Welt segeln. © MOD70

Mit Dick bekommt der neue Circuit eine weitere spannende Umdrehung. Denn der Mann galt bisher nicht gerade als Multihull-Spezialist. Seine Meldung zeigt aber, dass die Offshore-Profi-Szene die neue Klasse annimmt.

Der große Blonde kommentiert seinen Einstieg: “Ich mag es nicht mehr im tiefen Süden von den Albatrossen überholt werden. Das hat nun ein Ende.” Seine Sponsoren seien aber besonders an der internationalen Ausrichtung des MOD70-Projekts interessiert. Das ist das Neue an dem Rennzirkus.

"Foncia" im Zweikampf mit "Race for Water". Je größer die Flotte, umso attraktiver die Klasse. © MOD70

Die Zahl der Teams pro Land wurde auf vier reduziert und Dick hat somit den letzten französischen Spot besetzt. Nun wird auf die Meldung von internationalen Teams gewartet. Aber das gestaltet sich schwierig. Alle sieben Skipper haben Französisch als Muttersprache. Steve Ravussin startet für die Schweiz, Sidney Gavignet für den Oman und Yann Guichard bisher unter der Europa-Flagge.

Dennoch sieht der One-Design-Zikrus nach einer Erfolgsgeschichte aus. Und schon machen sich die Klassenhäuptlinge der IMOCA60 Einrümpfer Gedanken, ob sie den Anschluss verpassen. Es gibt zwar einige Neubauten im Hinblick auf die Vendée Globe 2012, aber der Abstand zwischen Spitze und Mittelfeld wird immer größer. Schon gibt es die Diskussion, ob ein kostengünstiges IMOCA60 Onedesign nicht die Lösung sein könnte.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Multi One Design 70: Barcelona-World-Race-Sieger Jean Pierre Dick steigt ein“

  1. avatar Heini sagt:

    Wie lange die das wohl noch mit der Regel ‘Vier Boote pro Land’ aushalten?
    Und:
    Können wir nicht einfach mal schnell 2 oder 3 Franzosen einbürgern?

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  2. avatar jorgo sagt:

    One-Design ist die Lösung für guten Sport.

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