Normandie Channel Race: Bugspriet gebrochen, “Mare” gibt auf

"Alles lief perfekt - dann das..."

"Mare" noch voll bei Kräften vor dem Bugspriet-Bruch beim Normandie Channel Race. © Jean Marie Liot

“Mare” noch voll bei Kräften vor dem Bugspriet-Bruch beim Normandie Channel Race. © Jean Marie Liot

Jörg Riechers und Nicolas Boidevezi haben das Normandie Channel Race aufgegeben. Am Montag morgen um 5 Uhr hatte “Mare” erneut eine Havarie am Bugspriet. Die Class 40 war unter Code 0 mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten unterwegs, als Jörg Riechers und Nicolas Boidevézi einen Bruch im vorderen Bereich des Rüssels feststellten.

Die beiden versuchten sich gleich an einer Reparatur, aber schon bei seinem ersten Funkkontakt mit der Wettfahrtleitung äußerte sich Skipper Riechers pessimistisch in Bezug auf eine Fortführung der Regatta: „Die Chancen stehen eher schlecht. Wir haben den gesamten Vormittag mit der Reparatur verbracht und dabei versucht, weiterhin so viel Speed wie möglich zu fahren. Aber ob das alles hält?“ funkte er um 13 Uhr.

Nicolas Boidevézi an der Pinne von "Mare". "Es lief so gut..." © Jean Marie Liot

Nicolas Boidevézi an der Pinne von “Mare”. “Es lief so gut…” © Jean Marie Liot

Zu diesem Zeitpunkt konnten sie mare noch einigermaßen im Klassement halten, obwohl auf dem Tracker eine deutliche Verringerung der Geschwindigkeit zu erkennen war.  Um 15:30 h wendete die “Mare” schließlich und gab die Aufgabe bekannt – der reparierte Bugspriet war erneut gebrochen.

Auch Nicolas Boidevezi konnte seine große Enttäuschung nicht verbergen: „Am Anfang lief alles perfekt – gute Taktik, wir verstanden uns bestens, sehr gute Koordination an Bord. Und dann das…!“

"Mare" gibt kurz vor der Isle of Wight auf und segelt zurück Richtung Frankreich.

“Mare” gibt kurz vor der Isle of Wight auf und segelt zurück Richtung Frankreich.

Dieser Vorfall ist umso bitterer, weil schon der mögliche Sieg beim Quebec St.Malo Race einem Problem mit dem Bugspriet zum Opfer gefallen war. Die ausschwenkbare Kohlefaserstange war gebrochen, weil sich die Verstagung gelöst hatte. Die vier Mann Crew hatten den Bruch noch notdürftig reparieren können. Diese Option bestand diesmal offenbar nicht.

Ohne Bugspriet ist es nicht mehr möglich, die großen Vorsegel zu setzen. Ein Ausfall zu diesem frühen Zeitpunkt des Rennens beraubte das Team somit aller Chancen, mit dem Feld zu segeln. Bis zu dem Problem hatte das Duo mit “mare” unter den Top fünf in Schlagdistanz zur Spitze gelegen. Das Duo hat sich auf den Rückweg nach Caen gemacht.

avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier
Spenden
https://northsails.com/sailing/de/byt-til-nyt-dag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *