Normandie Channel Race ohne Fastnet Rock wegen Sturm. Riechers immer noch dran

"Nicht so cool..."

Tuscar Rock, die Wendemarke in der Irischen See. Statt nach Backbord Richtung Fastnet Rock geht es zurück nach Frankreich.© NCR

Die Wettfahrtleitung des Normandie Channel Race hat den Teilnehmern mitgeteilt, dass der Fastnet Rock auszulassen ist. In der Irischen See wird ein Tief mit 45 Knoten aus Südost erwartet, das eine schwere See aufbaut. Deshalb soll sich die Flotte nach der Rundung des Tuskar Rock wieder auf den direkten Heimweg machen.

Nico Boividizi an Bord bei Axel Strauss kommentiert: „Das ist jetzt nicht so cool. Eine Kreuz bis Land´s End statt raumschots entlang der irischen Küste bei 30 bis 35 Knoten.“ Das Duo sieht durch die Bahnverkürzung sicher auch seine Chancen schwinden, auf die Spitze aufzuholen. Es liegt 33 Meilen zurück und segelt immer noch in Sichtweite zur „RED“ mit Boris Herrmann und Mathias Müller von Blumencron.

Nicolas Boividezi und Axel Strauss (stehend) an Bord der "Tzu Hang". © windquestsailing.com

Dafür haben der Hamburger Jörg Riechers und sein Co-Skipper Etienne David noch alle Chancen, vorne einzugreifen. Sie liegen nur 7,5 Meilen zurück auf Rang vier einen Platz hinter Jean Galfione dem französischen Olympiasieger von 1996 im Stabhochsprung.

Momentan kreuzt das Feld gegen bis zu 20 Knoten starken Südwind an.

Insgesamt sind nur noch 12 von 16 gestarteten Yachten im Rennen. Auf Platz elf kämpfen sich Anna Maria Renken und Hannah Jenner mit einem Rückstand von gut 90 Meilen über den Parcours. Sie hadern noch mit einem Missgeschick, das ihnen zu Beginn des Rennens widerfahren ist.

Die "Tzu Hang" wird auf dem Weg zum Tuscar Rock von einem Delfin begleitet. © windquestsailing.com

Hannah schreibt von Bord: „Nachdem unser Auto am Morgen des Starts von der Polizei abgeschleppt worden war, hatten wir einen ziemlich hektischen Start. Aber wir lagen in der Mitte der Flotte und nicht zu weit von der Spitze entfernt. Es folgte ein super Reach mit 13 Knoten über den Kanal.

Wir hatten zu viel Spaß, um den Gennaker zu bergen. Bei 19 Knoten Wind kam er dann auch von alleine runter. Das Fall riss, das Tuch wickelte sich um Kiel und Ruder, und nur Gott weiß, wo die Schoten blieben. Soooo ärgerlich! Es dauerte ewig, bis wir frei waren. Eine Schot mussten wir abschneiden.

Die Positionen am 25.5. Riechers (rot) segelt noch um den Sieg mit. Herrmann und Blumencron (grün) liegen 30 Meilen zurück.

Es folgte eine schreckliche Wenderei aus den Needles und wir erwischten gerade noch den letzten Rest der Tide. So sind wir am Ende des Feldes gelandet. Wir sind bedient. Und das schon nach dem ersten Tag..“

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Normandie Channel Race ohne Fastnet Rock wegen Sturm. Riechers immer noch dran“

  1. avatar Andreas S. sagt:

    Hat eigentlich niemand Josh Hall und Joe Harris gesagt, das Fastnet Rock aus der Rote genommen wurde? Die sind immer noch auf dem Weg dahin. Oder wollen die es nochmal richtig “krachen” lassen?

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    • avatar Friedrich sagt:

      Jetzt haben Josh & Co. es wohl geheckt. Aber der Wendewinkel, aua. Und warum fahren unsere Hannahannas nun vom angekündigten Dreher nach rechts weg nach links auf die falsche Seite? Dagegen scheinen es Boris und Matthias im Moment ganz clever anzustellen, wenn sie sich nach Westen verholen, Mare ist sensationell unterwegs. Fragen über Fragen…

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      • avatar Kerstin sagt:

        In der Tat sensationelle Leistung – vierter Platz für Riehcers und nur 10 min hinterm Dritten. Glückwunsch!

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