Solidaire du Chocolat: Riechers mit “mare” von eins auf fünf auf zwei

"Bin etwas genervt..."

Die Crew der "mare" segelt auf hohem Niveau in der Spitzengruppe. © mare

Jörg Riechers und Marc Lepesqueux erleben bei der Atlantikregatta Solidaire du Chocolat von Frankreich nach Mexiko Höhen und Tiefen. Nachdem das Team mit der neuen Class40 “mare” drei Tage lang in Führung gelegen hatte, war es auf den fünften Platz zurückgefallen.

Weit aufgefächert mit einem Nord-Süd-Abstand der sieben Boote an der Spitze von 160 Meilen segelte das Feld in die klassische Leichtwindzone hinter den Azoren und blieb dort gemeinschaftlich wie vor einer Wand stehen.

"mare" segelt im frischeren Nordwind und hat sich von Platz fünf auf zwei vorgeschoben. Anna Maria Renken (grün) versucht auf Platz neun den Anschluss zu halten.

“mare” litt auf der nördlichen Position am stärksten. “Zugegeben, ich bin ein wenig genervt. Fünfter Platz, das ist nicht gut! “, schreibt Riechers in seinem Blog. “Wir sind im Norden geblieben, weil dort mehr Wind vorhergesagt war. Diesmal ging unsere Strategie nicht auf.”

Aber seit der Wind von Süd auf Nord-West drehte und immer weiter nach Norden schwenkt, hat das deutschfranzösische Duo wieder gute Karten. Es konnte wenden und hätte auf der Kreuz wohl auch vor dem Feld passiert.

Aber auch die Südgruppe drehte Richtung Westen ab und machte Meilen in Zielrichtung. Riechers kommt aber immer mehr in den Genuss des frischeren nach rechts gedrehten Windes im Norden und machte in kürzester Zeit 25 Meilen auf die Gegner gut. “mare” liegt jetzt wieder auf Platz zwei und war zuletzt klar das schnellste Schiff im Feld.

Der Kurs Richtung Mexiko. Die Flotte ist weit aufgefächert.

Marc Lepesqueux berichtet von Bord: “Die Moral ist gut, das Schiff schnell und alles läuft sicher und einfach. Jörg kann stolz sein auf seine “mare”. Vor der ersten Front haben wir bei leichtwind einen wunderschönen Wal gesehen. So eine Begegnung ist immer eine Freude. Vor den Azoren haben uns auch wieder Delfine begleitet. Beim Start sprangen sogar 30 um uns herum. Es war Klasse!”

Für den Skipper ist das wichtigste Thema neben dem Segeln das Essen an Bord. “An Land kann man sich vermutlich nicht vorstellen, wie köstlich ein Beutel gefriergetrocknetes Chili con carne sein kann. Aber da es hier nichts anderes gibt, schmeckt es mir wie eine Delikatesse.

Unglücklicherweise fehlt  eine Kiste mit Lebensmitteln von Marc. Team-Kollege Pierre muss die von Bord genommen haben, weil er dachte, die gehört nicht dazu. Na ja, verhungern wird Marc nicht. Ich habe immer einen großen Vorrat dabei. 4000 Kalorien brauche ich mindestens am Tag, um keinen Hungerast zu bekommen. Aber mal ganz ehrlich, Essen ist mir noch nie schwergefallen.”

Anna-Maria Renken liegt mit einem Rückstand von 113 Meilen auf Platz neun.

Racetracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Solidaire du Chocolat: Riechers mit “mare” von eins auf fünf auf zwei“

  1. avatar Matze sagt:

    Kein Grund genervt zu sein, Mare ist ja schon wieder auf Platz 1.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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