Vendée Globe: Gabart von Doldrums gebremst. Letzte Chance für Le Cléac’h?

Gabart wird langsamer


Day 66 highlights von VendeeGlobeTV

Bei der Vendée Globe ist Jean-Le Cam kurzzeitg von Mike Golding überholt worden und Javier Sanso ging an Dominique Wavre vorbei. Le Cléac’h verkürzt Rückstand zu Gabart.

 Francois Gabart

Gerade aufgestanden? Keine Zeit, die Haare schön zu mahcen? Francois Gabart (29) sucht am Rechner die beste Route durch die Doldrums. © Gabart

Normalerweise ist die Vendée Globe nach 66 Tagen längst entschieden. Die Abstände bei einer solchen Langstrecken-Regatta sollten so groß sein, dass sich nur noch wenig bei der Platzierung tut. Aber bei der aktuellen Auflage segeln die Gruppen jeweils so nah beieinander, dass es immer wieder Verschiebungen gibt.

Im Südmeer sorgte noch das brutale Duell der beiden Führenden für Spannung mit einer unglaublichen Wechsel-Frequenz. Gabart schien im High Speed Bereich Vorteile durch eine spezielle Segelkombination zu haben, Le Cléac’h schien taktisch besser zu segeln, wenn es etwas kompliziert wurde.

Alex Thomson

Alex Thomson lässt sich ein Porno-Horst-Bärtchen stehen. © Thomson/Hugo Boss

Aber bei dieser Vendée kann man sich auf nichts mehr verlassen. Gabart traf im Atlantik mit einer östlichen Positionierung möglicherweise die Entscheidung, die der Big Point gewesen sein könnte. Aber nun wird er vor den Doldrums immer langsamer und kann nur hoffen, dass Le Cléac’h hinter ihm keinen schnelleren Weg durch die Flautenzone findet. Er verkürzte den Rückstand schon um 50 auf 220 Meilen. Geht da vielleicht doch noch etwas?

Thomson hat wieder Fahrt aufgenommen

Das dürfte sich auch Alex Thomson fragen, dessen Rückstand auf Jean-Pierre Dick mit 200 Meilen auf fast genau die Distanz angewachsen ist, die vor seinem Ausflug nach Brasilien bestand. Inzwischen hat der Brite immerhin den Speed des Franzosen wieder aufgenommen und darf hoffen, dass er mit “Hugo Boss” in den Doldrums vielleicht doch noch eine Chance für die Podium-Platzierung bekommt.

Vendée Globe am 15.1. Gabart nähert sich der innertropischen Kovergenzzone

Vendée Globe am 15.1. Gabart nähert sich der innertropischen Kovergenzzone und Le Cléac’h hofft auf seine wohl letzte Chance.

Auch hinter den beiden Pärchen ist es noch spannend. Fünf Boote liegen noch einigermaßen beieinander. Wenn man Bernard Stamm mitrechnet sind es sogar sechs Schiffe. Dabei konnte Mike Golding sogar auf östlichem Kurs an Jean Le Cam vorbeiziehen. Der Brite hatte sich schon Sorgen um den Kollegen gemacht, da er seit dem Kap Horn 170 Meilen aufholen konnte. “Fehlt ihm ein Segel?” Aber nun ist Golding offenbar in eine Flaute gesegelt, in der er seinen Vorteil wieder verlor.

Jean Le Cam wird im Kampf um Platz fünf von Mike Golding im Osten unter Druck gesetzt

Jean Le Cam wird im Kampf um Platz fünf von Mike Golding im Osten unter Druck gesetzt

Auch dahinter gab es einen Platzierungswechsel. Der Spanier Javier Sanso ist an Dominique Wavre vorbeigezogen. Sanso segelt dabei mit einem fünf Jahre jüngeren Boot als der Schweizer, vom gleichen Designbüro Owen Clarke, hat es aber bisher nie so richtig in Fahrt bekommen.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Vendée Globe: Gabart von Doldrums gebremst. Letzte Chance für Le Cléac’h?“

  1. avatar Björn sagt:

    Was macht der Stamm jetzt eigentlich?

    Wo treibt der sich rum?

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