Volvo Ocean Race Finale: Groupama mit Wassereinbruch. Puma im Dreikampf vorne

"Etwas beunruhigend..."

Die Endphase der vierten Etappe des Volvo Ocean Race hat sich beim Rennen um Platz zwei zu einem wahren Krimi entwickelt. Besonders die führende Groupama hatte plötzliche Adrenalin-Schübe zu bewältigen.

Wassereinbruch auf den letzten Meilen auf Groupama

Kurz nach dem Runden der Nordspitze von Neuseeland mit einem eigentlich uneinholbaren Vorsprung von 140 Meilen stellten die Franzosen einen Wassereinbruch im Vorschiff fest. Der Bug füllte sich nach Angaben von Medien-Mann Yann Riou zu zwei Ditteln mit Wasser.

Mit Pumpen und Eimern versuchte die Crew das Problem zu bewältigen. “Nach einigen Minuten erkannten wir, dass sich der Wasserspiegel senkte”, erählt Riou. “Es war eine große Erleichterung.”

Dreikampf um Platz drei. Puma knapp vor Telefonica und Camper

Martin Krite und  Brad Marsh suchten das Leck, nachdem sie festgestellt hatten, dass der Bug tiefer ins Wasser tauchte als zuvor. Sie fanden es schließlich in der Dunkelheit und es gelang, den Wassereinbruch zu stoppen.

“Eine Zeitlang konnten wir nicht sagen, wie viel Wasser nachfloss”, sagte Marsh. “Immer wenn wir die vordere Luke unter Deck öffneten strömte mehr Wasser ins Boot. Das war etwas beunruhigend und das Adrenalin pumpte.”

Der entscheidende Cross an der Nordspitze Neuseelands. Camper kommt knapp nicht an Telefonica vorbei. Puma geht in Deckungsposition.

Während Groupama um 11 Uhr UTC knapp vor Mitternacht lokaler Zeit in Auckland erwartet wird, ist der Dreikampf um die Podiumsplätze 160 Meilen hinter den Franzosen in vollem Gange.

Bei der Kreuz zur Nordspitze von Neuseeland hat Puma seine knappe Führung gegenüber Telefonica behaupten können und sie inzwischen auf neun Meilen ausgebaut. Dafür ist das Heimteam von Camper den Spaniern auf den Fersen. Im Abstand von vier Meilen liefern sie sich ein Wendeduell entlang der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel.

Endlich Land in Sicht. Groupama rundet die Nordspitze von Neuseeland. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Die Verschiebungen können jetzt im Ractracker mit minütlichen Positions-Aktualisierungen verfolgt werden, wenn man oben links den Live Button anklickt.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Volvo Ocean Race Finale: Groupama mit Wassereinbruch. Puma im Dreikampf vorne“

  1. avatar Söldner sagt:

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, das es auf diesen Mio. teuren Yachten keine einfache Sensoren für Wasser in den fordern Schotten gibt. Da muss erst ein Vorschiffsmann an Deck sich über das etwas trägere Verhalten des Schiffes wundern, bevor festgestellt wird, das 3/4 des Bugschott voll Wasser ist. Wirklich erstaunlich……

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  2. avatar Ben sagt:

    Putain!! Und ich dachte, dass nur Chuck Norris eine VOR Etappe mit 2/3 Wasser im Vorschiff gewinnt.
    Vachement mâle!!!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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