Volvo Ocean Race: Groupama protestiert, Abu Dhabi und Sanya in Kapstadt, Puma Transport mit Panne

Bruchstücke zusammenfügen

Die abgeblätterte Außenhaut von Sanya. In Kapstadt soll jetzt eine neue Bugsecktion angebacken werden. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Während das Puma Team noch auf seinen persönlichen Frachter ins Niemandsland wartet, sind die VO70 von Sanya und Abu Dhabi in Kapstadt eingetrudelt. Für alle Teams beginnt jetzt der Wettlauf mit der Zeit bis zum Start des Inport Races am 10. Dezember.

Werden sich die Bruchstücke ihrer Kampagnen rechtzeitig zusammenfügen lassen? Werden am Ende alle sechs Yachten an der Startlinie erscheinen?

Der Puma-Mast ist rechtzeitig in Johannesburg angekommen, dann hatte aber der Transport-Truck drei Pannen. © Marc Bow/Volvo Ocean Race

Sanya bekommt eine neue Bugsektion eingesetzt, die in zwei bis drei Tagen fertig sein soll. Am 7. Dezember ist der erste Tag im Wasser geplant. Die Arbeiten an dem Ersatzrigg von Abu Dhabi dauern mindestens fünf Tage. Noch enger wird es für Puma.

Während der Kieler Michi Müller noch auf Tristan da Cunha mit seinem Team am Golf Handicap arbeiten darf bis der Frachter am Freitag eintrifft und die Crew schon den 2000 Meter hohen Vulkanberg erklommen hat, muss das Puma Shore Team weiterhin einige Belastungsspitzen erleiden.

Viel Zeit ging verloren, als der eigentlich bestellte Frachter, der von Kapstadt nach Tristan fahren sollte, in letzter Minute gestrichen wurde und ein Ersatzschiff aus Durban die Aufgabe übernahm. Nun bereitete der 30 Meter lange Ersatzmast den Logistikern Kopfzerbrechen.

Die Abu Dhabi Yacht wird in Kapstadt vom Frachter gehoben. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Der ist zwar rechtzeitig per Spezial-Frachtflugzeug aus den USA in Johannesburg angekommen und wurde dann fristgemäß auf einen Truck geladen, um in zwei Tagen nach Kapstadt gebracht zu werden. Aber der Transporter hatte eine Panne. Dreimal. Er soll nun auf einen anderen Truck geladen werden.

Angesichts solcher elementaren Probleme hat Groupama eine schon geradezu banale Front eröffnet, deren Existenz daran erinnert, dass es sich beim Volvo Ocean Race immer noch um eine wichtige Segelregatta handelt.

Sanya wird per Schwimmkran vom Frachter zum Dock gebracht. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Die Franzosen reichten einen Vermessungsprotest gegen Camper ein. Dabei geht es um die Vorstag-Interpretation der Neuseeländer, die Groupama für nicht regelkonform hält. Camper verzichtet offenbar auf ein permanentes Vorstag.

Erstaunlich ist nur, dass schon nach dem In-Port Race in Alicante ein solcher Protest verhandelt wurde. Dort hatten Abu Dhabi, Puma und Telefónica den Fall des Camper Vorstags vorgebracht und eine Regel-Interpretation der Jury erwirkt. Der Protest war schließlich abgelehnt worden.

Noch hat Abu Dhabi Skipper Ian Walker Zeit, sich um seine Töchter zu kümmern. Sanya wird per Schwimmkran vom Frachter zum Dock gebracht. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

“Wir warten noch auf die Details zu diesem Protest”, sagt Camper Skipper Chris Nicholson. “Aber wir sind enttäuscht, dass es so weit kommen musste. Denn wir dachten, dass diese Angelegenheit längst erledigt sei. Sie war erst vor der Schlichtungskommission und dann von der internationalen Jury. Wir müssen hören, ob es neue Gründe für den Protest gibt.”

 

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Groupama protestiert, Abu Dhabi und Sanya in Kapstadt, Puma Transport mit Panne“

  1. avatar Jollenfutzi sagt:

    mal wieder Verlass auf die MACS Transportlogistik und Reeder Scheder !
    überall Nashorn Container da….
    und zudem schneller gewesen als der Konkurrenzfrachter mit Sanya

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

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