Volvo Ocean Race: In-Port-Race startet am Samstag in Alicante. Michael Müller einziger Deutscher

Ausgang ungewiss

Das Volvo Ocean Race startet am Wochenende in Alicante. Noch nicht mit dem großen 6500 Meilen Schlag nach Kapstadt – der ist eine Woche später für den fünften November geplant – aber das In-Port-Race wird direkt vor der Küste abgehalten.

Das überschaubare Volvo-Ocean-Race-Feld beim ersten Trainingsrennen vor Alicante. © Paul Todd/Volvo Ocean Race

Dabei treffen die 70 Fußer erstmals bei einem ernsthaften Leistungsvergleich aufeinander. Es geht um Punkte in der Gesamtwertung. Insgesamt zehn dieser einstündigen In-Port-Races sind in den jeweiligen Etappenhäfen geplant. Sie gehen zu 20 Prozent in die Gesamtpunktzahl ein.

Damit werden sie geringer bewertet als bei der vergangenen Auflage. Der Showeffekt ist aber größer. Das Rennen soll auf der Eventseite live im Internet übertragen werden.

Wie spannend kann die Veranstaltung werden, die zu den wichtigsten der Profi-Segelszene gehört? Erst einmal sind sechs Teams an der Startlinie eine große Enttäuschung.

Volvo Ocean Race Chef Knut Frostad hatte deutlich mehr versprochen. Mit drastischen Regeländerungen sollten insbesondere die VO70 der älteren Generation konkurrenzfähig gemacht werden. Aber nur “Telefonica blue”, die unter der Führung des Holländers Bouwe Bekking dritte wurde, segelt unter dem Namen des chinesischen Sponsors Sanya mit.

Dabei wäre es eine große Überraschung, wenn Skipper Mike Sanderson, der mit “ABN Amro” schon einmal das Volvo Ocean Race gewonnen hat, mit der Konkurrenz mithalten könnte. Weniger das Potenzial des Schiffes mag dafür ausschlaggebend sein als die kurze Vorbereitungszeit. Erst Ende Juni 2011 wurde der Deal mit den Chinesen verkündet.
 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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10 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: In-Port-Race startet am Samstag in Alicante. Michael Müller einziger Deutscher“

  1. avatar Max sagt:

    Endlich keine blöden bermerkungen von Kurt mehr!!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 2

  2. avatar T.K. sagt:

    Huch – Ist schon wieder VOR? – Hab ich was verpassz? Könnte man meinen.

    Erhlich gesagt, Ich bin sehr skeptisch ob diese Veranstultung noch lange überlebt.

    Immer weniger Teilnehmer.

    Eine Route die wieder nicht durch den kompletten Southern Ocean führt.

    “Zumindest” ein Schiff der alten Generation (haha)… Man stelle sich mal vor in der Formel 1 würde jemand mit dem Vorjahresmodell mitfahren…. Das ist nur ein Lückenfüller damits wenigstens 6 Teilnehmer sind

    Zielhäfen die kaum einer kennt (Sanya, Itajai, Galway)

    OK ist sicher mehr eine Promotion Tour für die teilnehmenden Sponsoren.
    Aber es ist defintiv nicht mehr das gute alte VOR – will es sicher auch nicht mehr sein.

    Wir werden dafür dann sicher wieder mit herzkaspermäßig zusammengeschnittenen Filmfetzen “a-la Americascup” unterhalten und finden als alle ganz geil.

    B Ü D D E N I C H T!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 7

    • avatar ger1273 sagt:

      Was hat denn das bitte deiner Meinung für einen Sinn? Wenn ich ein neues Design festlege, dann ist doch damit zu rechnen, dass noch weniger Meldungen sind. Das ist doch für Teilnehmer viel Budgetschonender auf alte etablierte Boote zu setzten, so wie Franc Cammas, der eine gebrauchte VO70 (ex. Erricson soweit ich weiß) kaufte. Und Volvo Ocean Race ist doch kein Vendee Globe. Es wird halt in Etappen gesegelt. Und dann hat es doch auch seinen Sinn in unbekannten Städten wie Sanya Zwischenstopp zu machen, um den Segelsport weiter zu popularisieren. Das mit den Sponsoren mag wohl stimmen, aber wenn die es so wollen, und dann dadurch die Meldezahlen und Sponsoren erhalten bleiben, hat es doch eindeutig große Vorteile.

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      • avatar T.K. sagt:

        Franc Cammas Groupama segelt mit einem neuen Boot!
        Lediglich Sanya hat nen alten Dampfer!

        Wer also eine Siegchance haben will muss mit neuem Material antreten.

        Aber die – bislang geringe Attraktivitär für Sponsoren zeigt doch schon, das für manche Teilnehmer extra Stopovers geschaffen wurden.

        Stopover Sanya = Team Sanya
        Stopover Abu Dhabi = Abu Dhabi Ocean Racing….

        So nach dem Motto: Hast Du ein Team bekommst Du einen Promotionstopover

        Wie ich schon schrieb. Es ist eine Promotiontour und für mich kein VOR mehr!

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        • avatar John sagt:

          Profisport ist immer Promotiontour. Gegenbeispiele? Keine…

          Mal halt nur mehr, mal weniger offensichtlich.

          Wenn Du also was gegen Profisport hast, dann musst Du Dich zur Mittwochsregatta an den Baggersee stellen. Und selbst da gibt es kaum eine Crew, die nicht irgendwo ein Logo kleben hat.

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    • avatar Marc sagt:

      Klar ist es eine Promotion Tour, oder meinst du die nennen das Rennen aus Langweile Volvo Ocean Race. Nein, weil sie viel Geld dafür bekommen.

      Genauso ist es mit den Teams. Die zahlen viel Geld und wollen dafür natürlich auch Gegenleistungen. Wenn deine Zielgruppe, die du mit deiner Werbung(und das ist ein Sponsoring nunmal) erreichen willst, sollte das Rennen möglichst auch mal da vorbei schauen wenn mein kein Weltkonzern ist.

      Und in Galway waren sie doch im Rennen davor auch. Ich jedenfalls freue mich wieder auf die Aufnahmen von überfluteten Cockpits.

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  3. avatar Owe sagt:

    Schlechtes Wetter für Sponsoren, und Kosten weit über den Limits, dass sich Privatpersonen noch beteiligen können (wie letztes Mal ja auch der Russe gezeigt hat), insofern ist das kleine Feld nicht überraschend. Zur Zeit lässt mich das Rennen noch kalt, aber vielleicht kommt das ja noch, wenn sie endlich mal auf dem großen Wasser sind. Die Schnipsel finde ich übrigens immer noch sehr unterhaltsam (auch wenn man da jetzt wohl alles schon gesehen hat), und mit Americas Cup lässt sich das ganze weder optisch noch seglerisch vergleichen.

    Die Übertragung heute war schon mal ein Anfang, aber man hat gemerkt, dass die Küstenrennen vor allem für die Sponsoren, nicht für die Sportler gemacht wurden (dann hätte man wohl den Kurs anders gelegt, und wegen irregulärer Bedingungen gar nicht erst gestartet, oder auf stabileren Wind gewartet).

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