Volvo Ocean Race: Match Race am Kap Horn, neuer Schaden bei Abu Dhabi

Geht jetzt bald die ganze Flotte unter?

Es ist eigentlich unglaublich. Ian Walker vom Abu Dhabi Team hat einen erneuten Schaden bei seinem Volvo70 gemeldet. Es gebe eine Delamination am Rumpf. Das Schiff scheint sich aufzulösen. Geht jetzt bald die ganze Flotte unter? Möglicherweise muss Walker seinen zweiten Stopp auf der aktuellen fünften Etappe beim Volvo Ocean Race einlegen.

Groupama auf dem feuchten Weg Richtung Kap Horn. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Er war schon am ersten Tag der Etappe nach Neuseeland umgekehrt um ein gelöstes Schott zu reparieren und segelt seitdem der Flotte hinterher. Nach den Ausfällen der Konkurrenz schien dennoch plötzlich ein Podiumsplatz möglich zu sein. Denn auch Telefonica hat einen Stopp in Ushuaia angekündigt. Aber die Unglückserie des ehemals mitfavorisierten Teams mit dem potenten arabischen Sponsor scheint sich fortzusetzen.

Es ist noch nicht klar, wie genau die Probleme aussehen. Es heißt von Bord, dass man den Schaden bei Tageslicht begutachten und dann die nächsten Schritte entscheiden wolle.

Match Race am Kap Horn. Puma hat bis auf 11 Meilen zu Groupama aufgeschlossen. Es ist flau am Kap.

Während sich das Feld über den Parcours schleppt ist allerdings an der Spitze das Match Race zwischen Groupama und Puma in eine entscheidende Phase getreten. Der Vorsprung der Franzosen ist 60 Meilen vor Kap Horn innerhalb eines Tages von 55 auf 11 Meilen geschrumpft.

Nach einer unglücklichen Winddrehungen und zwei kostbaren Halsen ist Franck Cammas zuerst in eine Flautenzone eingefahren. Ken Read konnte aufschließen. Die beiden Schiffe werden in engstem Abstand nahezu Bord an Bord das legendäre Kap Horn bei relativ wenig Wind passieren.

Puma gibt Vollgas vor dem Kap Horn und hat 40 Meilen auf Groupama aufgeholt. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Groupama ackert sich durch die aufgewühlte Wasserwüste. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Nach vielen Tagen in der Flaute hatte Abu Dhabi endlich Fahrt aufgenommen, war auf dem Weg zum Podiumsplatz, da müssen sie wieder wegen eines Rumpf-Schadens abbremsen. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Match Race am Kap Horn, neuer Schaden bei Abu Dhabi“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Man man man, nicht mal Kap Horn ist das, was es mal war. Nur 14 kn Wind. Geht wohl alles den Bach runter.

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  2. avatar dreas sagt:

    mensch carsten, die headline hat echt bildzeitungsqualität, gönn dir mal ne gehaltserhöhung für standesgemässes haargel^^

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 9

  3. avatar Marc sagt:

    Ach ist doch schon alles wieder heile.

    http://www.volvooceanrace.com/en/news/5693_Monumental-repair-job-keeps-Abu-Dhabi-in-business.html

    Halt doch wie die Bild, reißerischer Titel, aber am Ende alles halb so wild 😉

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  4. avatar Schlaufux sagt:

    Aha,
    die haben Schrankteile, Kojenteile und sonstige Einrichtung von Innen an den Rumpf gebolzt.
    Wenn das heile ist, ist Berny Eccelstone Mutter Theresa.
    Kleben können sie nicht, weil zu nass, obwohl eigentlich jede Härtungsreaktion genügend Hitze erzeugt
    um die Feuchtugkeit zu verdrängen.
    Wenn der Rumpf sich flächig auflöst sollte man sich den Weg zur Rettungsinsel gut merken.
    Wenn die Struktur im Arsch ist, ist das ganze nur noch die Aussenlackierung gegen das Wasser.
    Das ist mehr als bedenklich zumal bei fast jedem Boot schon Schotten aus dem Laminat geflogen sind.

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