Volvo Ocean Race: Telefonica ist wieder dabei. Insgesamt sechs Teams

Wie spannend wird das Volvo Ocean Race?

Groupama war zuerst auf dem Wasser und ist Top Favorit © Yvan Zedda/Groupama

Es war lange Zeit ruhig um das Volvo Ocean Race. Die elfte Auflage des bemannten um-die-Welt-Rennens, das früher Whitbread hieß, startet am 29. Oktober und sollte die beste aller Zeiten werden. Insbesondere weil die Hoffnung bestand, dass mehr starke Teams an der Startlinie erscheinen.

In Bezug auf die Quantität ist inzwischen allerdings Ernüchterung eingetreten. Das Low-Budget-Team Italia, das mit Skipper Giovanni Soldini und der alten „Ericsson 3“ antreten wollte hat schon das Handtuch geworfen. Nur sechs Teams wollen um die Welt, zwei weniger als bei dem vergangenen Rennen 2008/09. Die Identität einer Yacht aus Spanien ist dabei immer noch nicht geklärt.

Volvo Ocean Racer segeln nass und schnell. © Y. Zedda/Gropama

Immerhin hat sich jetzt Telefonica als Sponsor des einen spanischen Teams geoutet, das auf der Liste stand. Damit ist die Telefongesellschaft zurück, die beim vergangenen Mal zwei Schiffe am Start hatte und unter Bouwe Bekking den dritten Platz erreichte.

Trotz der geringen Beteiligung kann trotzdem ein überaus munteres Rennen entstehen. Die mediale Aufbereitung dürfte wieder einmal neue Dimensionen erreichen. Und die Qualität der Teilnehmer könnte ausgewogener sein als zuvor.

Die zweite Telefonica Yacht (black) segelte 2008/09 glücklos und verpasste die fünfte Etappe wegen großer Schäden. 2011 soll es besser werden. © volvooceanrace.org

Zwar ist das französische „Groupama“ Team mit Promi-Skipper Franck Cammas der Konkurrenz zeitlich voraus und dürfte auch finanziell nicht schlecht aufgestellt sein. Aber die Gegner sollten diesmal durchaus dagegen halten können.

Ken Read will mit „Puma“ und dem Deutschen Michi Müller unbedingt gewinnen. Er ist möglicherweise besser vorbereitet, als beim vergangenen Rennen, das er an Platz zwei beendete.

49er Weltmeister Chris Nicholson, Reads ex Wachführer, führt diesmal das Team New Zealand, bei dem Match Race Weltmeister Adam Minoprio mitsgelt. Teamchef Grant Dalton wird diesmal wohl nicht an Bord sein. Aber er bringt jede Menge Erfahrung in das Projekt ein.

Der Brite Ian Walker führt das Abu Dhabi Team, bei dem ein Araber mitsegelt. © abudhabioceanracing.ae

Der mit Doppelolympiasilber ausgestattete Brite Ian Walker hat nach dem unterfinanzierten irischen Green Dragon Projekt nun das gut ausgestattete Abu Dhabi Ocean Racing Team hinter sich und zahlreiche Trainingsmeilen absolviert.

Ob diese Zutaten ausreichen, um ein spannendes Rennen abzuliefern hängt von der Gleichwertigkeit des Materials ab. Wenn alle etwa auf Augenhöhe spielen, ist auch mit sechs Yachten Spannung möglich.

Die Etappen:

Alicante (Spanien) → Start
Kapstadt (Südafrika)
Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)
Sanya (China)
Auckland (Neuseeland)
Itajai (Brasilien)
Miami (USA)
Lissabon (Portugal)
Lorient (Frankreich)
Galway (Irland) → Ziel

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Telefonica ist wieder dabei. Insgesamt sechs Teams“

  1. avatar Hurghamann sagt:

    Wundert mich das Ericcson nach dem starken Engagement bei den letzet beiden Rennen nicht mal mehr ein Boot einbringt.
    Naja, Illbruck hat es ja nach seinem Sieg auch gleich wieder bleiben gelassen – und da war das Budget noch etwas liberaler.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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