Olympia 2016: Die Farce geht weiter – World Sailing akzeptiert russischen 470er-Segler

Pavel darf doch mitspielen

Doping, Segeln

Pavel Sozykin/Denis Gribanov freuen sich über den größten Erfolg ihrer Karriere: WM-Bronze 2015 in Israel. © Ronen Topelberg/Aquazoom

Ein Auf und Ab, das an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten ist: Sozykin wurde erst wegen „Staatsdoping“ nicht zugelassen – nun soll der derzeit beste Russische Steuermann aber doch um Medaillen segeln.

World Sailing meldet, dass Pavel Sozykin, als 470er-Steuermann derzeit Russlands einziger Medaillenanwärter unter den Seglern, nun doch an den Spielen in Rio teilnehmen darf.

Nachdem das IOC im Rahmen der weltweit, vor allem aber in Russland aufgedeckten Dopingvergehen den „Schwarzen Ausschluss-Peter“ an die jeweiligen Dachverbände weiter reichte, beschlossen die World Sailing Board Members in einer Telefonkonferenz, den Russen Pavel Sozykin doch bei den Spielen vor Rio starten zu lassen.

Der Fall Sozykin wurde äußerst kontrovers diskutiert (SR berichtete). Im McLaren-Report war nicht aufgeführt worden, ob die positive Dopingprobe bei dem 470er-Segler während oder außerhalb eines Wettkampfes genommen wurde. Die Substanz, auf die Sozykin positiv getestet wurde, ist nämlich außerhalb eines Wettkampfes NICHT verboten und kann nur bei positivem Befund während eines Wettkampfes zum Ausschluss führen.

Aber Achtung: Das IOC muss diesem Beschluss noch zustimmen!

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Michael Kunst

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