Olympia in Rio: Auftakt für Wilhelm und Buhl – keine Infektionen gemeldet

Nun gilt es!

Olympische Spiele, Rio, Auftakt

RS:X-Surfer Toni Wilhelm will es nochmals wissen © sailing energy/sailing team germany

Schlechtes Omen? Einen Tag vor den ersten Starts der Olympischen Segelwettbewerbe wurde das Media Center der Marina Gloria Opfer einer Böe. Unser Mann in Rio, SegelReporter Andreas Kling berichtet.

24 Stunden vor dem Auftakt der Olympischen Segelwettbewerbe lief alles nach Plan – fast. Nach dem Kollaps einer Bootsrampe vor einer Woche klappten am Sonntag in einer Sturmbö Teile des Pressezentrums zusammen. Es wurde bis in die Nacht gesperrt.

Die Szenerie entsprach einer typischen Clubregatta. An Gartentischen draußen saßen Journalisten und Fotografen bei der Arbeit, nur einige mehr als bei der Godauer Kanne waren es schon. Gegen Mittag hatte eine Sturmbö das offizielle Media Center in der Marina da Gloria „hingerichtet“. Einige Kollegen wurden durch herabfallende Innendachteile an den Köpfen getroffen. „Zum Glück war das Büro zu dem Zeitpunkt nur dünn besetzt“, meinte eine Mitarbeiterin des Organisationskomitees.

Olympische Spiele, Rio, Auftakt

Nachdem das halbe Mediacenter hinweg gefegt wurde, versammeln sich mutige Journalisten auf der Terrasse © kling

Nachdem eine Flutwelle die Rampe an der Slipbahn zermalmt hatte, die inzwischen repariert wurde, reiht sich der Austragungsort der Segelregatta nahtlos in die offenbar katastrophalen Baumängel in Rio ein. Auch aus dem Olympischen Dorf, wo die Aktiven wohnen, waren haarsträubende Meldungen gekommen.

Dabei sind gerade die Seglerinnen und Segler nach den andauernden Meldungen über die verschmutzte Guanabara-Bucht zunehmend um Normalität bemüht. „Das ist eine traurige Popularität, die mich sogar ins Aktuelle Sportstudio geführt hat“, sagte Laser-As Philipp Buhl, „aber nun wollen wir segeln, gewinnen und davon reden machen.“ Er habe in keiner seiner Trainingssessions gesundheitliche Probleme davon getragen.

Olympische Spiele, Rio, Auftakt

Philipp Buhl checkt nochmals den Laser-Mast – ab Montag geht’s auch bei ihm “ums Ganze” © sailing energy / Sailing Team Germany

Auch Olympiamannschaftsarzt Bernd Wolfahrt gab in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Buhl im Deutschen Haus vorsichtig Entwarnung. „Zur Zeit sind keine akuten Infektionen aufgetreten.“ RS:X-Surfer Toni Wilhelm, der mit Buhl den Auftakt bestreitet, will das Thema schon längst nicht mehr strapazieren. „Natürlich wollen wir alle kein Wasser schlucken und dieses schon gar nicht“, so der 33-jährige, „aber das müssen wir zum Wettkampf ausblenden.“

Wilhelm will bei seinen dritten Spielen endlich die vor vier Jahren so ärgerlich verpatzte Medaille gewinnen. In Weymouth hatte er sicher geglaubtes Bronze noch verschenkt. „Ich war mental völlig fertig, habe den Druck nicht ausgehalten“, sagt er heute abgeklärt, „ich konnte überhaupt nicht mehr klar denken.“ Aber das sei verarbeitet und dürfte nicht wieder vorkommen. Nun gilt es!

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2 Kommentare zu „Olympia in Rio: Auftakt für Wilhelm und Buhl – keine Infektionen gemeldet“

  1. avatar Johannes Bahnsen sagt:

    Daumen sind gedrückt!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  2. avatar Sven 14Footer sagt:

    Holt Euch das verdammte olympische Metall! Ihr habt es allesamt drauf!!!
    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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