Olympia Weltcup Hyères: Für Moana Delle geht es zum Abschied um den Sieg

Die letzten Stunden genießen

On water Interviews vom Sailing Team Germany:

Die deutsche Nationalmannschaft liegt am vorletzten Tag des Hyères Weltcups mit fünf Booten unter den Top Ten. Moana Delle surft nur einen Punkt hinter Platz eins.

Moana Delle RSX Women

Moana Delle surft zum Abschied das Rennen ihres Lebens. © Franck Socha / ISAF Sailing World Cup Hyeres

Es st so schade. Als wolle Moana Delle noch einmal sich selber und allen anderen beweisen, wie gut sie ist, schickt sie sich an, bei ihrem Karrie-Abschied das Rennen ihres Lebens abzuliefern.

Die deutsche Athletin mit dem vermutlich größten Potenzial im Hinblick auf eine Olympiamedaille hat sich am vierten Tag des Weltcups in Hyères Platz zwei zurückgeholt und beste Siegchancen. Sie steckte die ärgerliche Disqualifikation im achten Rennen weg (2. Platz) und legte die Serie 2/3/2 nach.

Es ist wohl auch ein Zeichen dafür, wie sehr der Kopf eine Rolle spielt beim Segeln. Nach ihrer Entscheidung, dem Leistungssport zu beenden, surft Delle frei auf und genießt sichtlich die letzten Stunden auf dem Brett.

Kollege Toni Wilhelm verliert dagegen mit zunehmender Regattadauer die Spitze aus den Augen. Die Winterpause nach der anstrengenden Olympiaphase macht sich bemerkbar. Junge Athleten mischen ganz vorne mit und stellen die alte Hierarchie in Frage. Mit 8/22/12 ist Wilhelm etwas zurückgefallen liegt aber immer noch auf einem starken sechsten Platz in einem Feld, das alle drei Olympiamedaillengewinner aufweist.

Sehr gut liegen nach wie vor auch Tina Lutz und Susann Beucke im 49erFX auf Platz fünf im Rennen. Mit einer sehr soliden Serie haben sie sich eindrucksvoll ihren Platz in der Weltspitze erkämpft. Es ist eine gute Angriffsposition. Ein zweiter Platz im 11.  von 13 Läufen zeigt, dass sie auch ganz nach vorne segeln können.

Auch Erik Heil und Thomas Plößel haben im 49er wieder an alte Stärke angeknüpft und sich mit 1/2 in das Medal Race Gebiet vorgeschoben. Wenn da nicht der 25 Rang im 12 Rennen gewesen wäre. Nach einer Regelverletzung und den fälligen Strafkreisen blieb nur der vorletzte Platz. Der macht den Unterschied aus zwischen dem jetzigen Rang neun und der Chance, in die Medaillenkämpfe einzugreifen.

In diese Gefilde werden auch Annika Bochmann / Karoline Göltzer im 470er nicht mehr vorstoßen nach den Rängen 20/17. Aber der aktuelle achte Platz ist noch ein guter Erfolg. Sie müssen heute noch hart arbeiten, um sich die wertvolle Erfahrung des Medalraces in den Top Ten sichern zu können.

470 Men Wagner Baldewein

Wagner/Baldewein haben sich vorerst aus den Top Ten gesegelt. © Yvan Zedda / ISAF Sailing World Cup Hyeres

Das ist ihren Kollegen Jan-Jasper Wagner / Dustin Baldewein im 470er nicht gelungen. Sie rutschten auf Platz 12 ab. Es ist so schade. Oft stehen sie kurz davor, ganz vorne anzugreifen – bei WM ist es mit Platz 9 auch gelungen – aber dann folgt doch ein Rückschlag. Die Top Ten sind aber noch machbar. Der Rückstand beträgt nur drei Punkte.

Philipp Buhl weiß da schon besser, wie es sich anfühlt, ganz vorne mitzumischen. Der WM Dritte kam im Laser in Hyères bisher zwar noch nicht optimal in Schwung, aber nach drei Tagen auf Rang 13 ist er nun auf Platz neun vorgestoßen. Und ihm ist zuzutrauen, dass es auch noch weiter nach vorne geht. Ein perfekter Leestart im letzten Rennen, bei dem er vor dem Feld wenden konnte, zeigt die Nervenstärke des Bayern.

Die ist auch bei Heiko Kröger im paralympischen 2.4mR gefragt. Sein Vorsprung auf Rang zwei und drei ist auf einen Punkt geschrumpft. Das Finale wird extrem spannend. Lasse Klötzig hält sich stabil auf Rang sechs.

Ergebnisse Hyères Weltcup

Hyeres Weltcup Eventseite

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Carsten Kemmling

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