Olympia Weltcup Hyères: Drei Medaillen möglich. Philipp Buhl auf Platz zwei

Brutalo Bedingungen

Video vom brachialen Kampf der Stare: Die französischen Rennsieger Rohart/Ponsot verschwinden in einem Wellental

Der fünfte Renntag bei der Semaine Olympique Française in Hyères hat die brachialen Wind- und Wellen-Bedingungen auf die Regattabahn zurückgebracht. Das Video vom brutalen Starboot-Rennen zeigt den Kampf der Athleten.

Aber besonders die deutsche Flotte vom Audi Sailing Team Germany hat dagegen gehalten und sich exzellent für die Medalraces positioniert.

Die 470er Weltmeister Belcher/Page in ihrem Element. © JM Liot / DPPI / FFvoile

Nach wie vor schmeckt der starke Wind besonders dem Bayern Philipp Buhl, der in den ersten drei Goldfleet-Rennen beweisen konnte, dass er auch im direkten Kampf gegen die besten der Welt dagegen halten kann. Er schaffte es sogar, dem Weltmeister Tom Slingsby eine Niederlage zuzufügen und liegt jetzt nur drei Punkte hinter dem Australier.

Allerdings mögen sich die Laser-Segler nicht ganz so viel Wind gewünscht haben, da die Erholungszeit bis zur WM in Boltenhagen mit nur einer Woche möglicherweise knapp bemessen ist. Einige der schärfsten Konkurrenten wie die Briten und Simon Grotelüschen absolvieren zurzeit lockere Einheiten auf dem deutschen WM-Revier.

Darüber müssen sich die Surfer keine Gedanken machen. Ihre WM ist absolviert, in Hyères geht es um die internationale Hackordnung und den Formaufbau für Olympia. Dabei scheint besonders Moana Delle gute Fortschritte zu machen.

Das Feld der 39 Konkurrentinnen ist zwar nicht mit den besten Pilotinnen besetzt, aber es gehören immerhin einige Top-Ten-Fahrerinnen dazu. Und Delle hatte zuletzt Probleme bei stärkerem Wind. Die scheinen behoben. Jedenfalls fährt sie konstant Spitzenplätze ein und liegt nur noch zwei Punkte hinter der WM fünften auf Rang zwei.

Keine schönen Bedingungen für Starboote. Den Olympiasiegern Ian Percy und Andrew Simpson bricht kur nach diesem Bild der Mast... © JM Liot / DPPI / FFvoile

Für Surf-Kollege Toni Wilhelm ist die Luft an der Spitze schon dünner. Er tritt gegen die Nummer 1, 3 und 4 der Weltrangliste an und ist nach den vier Goldfleet-Rennen auch knapp hinter die drei Spitzenfahrer zurückgefallen. Aber sein Abstand zu Silber beträgt nur drei Punkte.

Zurückgefallen sind auch Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann in der Goldfleet Phase. Zwei schlechte Rennen brachten einen Rückstand von 22 Punkten. Damit können sie sich im Medalrace nicht mehr von dem starken fünften Platz verbessern. Für sie geht es auch mehr darum, die Form zu konsolidieren. In Zadar beginnt in einer Woche die 49er WM 2012.

Das Gleiche gilt für die Starboote. Sie bleiben vor Ort in Hyères für die WM in einer Woche. So ist es nur eine Randnotiz, dass Johannes Polgar und Markus Koy mit Rang sieben auch noch das Medalrace erreicht haben. Bei dem Starkwind ging es besonders darum, das Material für die WM zu schonen.

Die Top Ten verpasst haben Kathrin Kadelbach und Frederike Belcher. Die Steuerfrau klagte über Rückenprobleme und ließ die letzten beiden Rennen aus. Damit platzierte sich das Team auf Rang 15 einen Platz vor den Juniorinnen Annika Bochmann/Elisabeth Panuschka (VSaW), die sich nach Rang neun in Palma in der Weltspitze etablieren. Tina Lutz und Susann Beucke (CYC/HYC) wurden 28.

Bei den Laser Radial wurde Olympiastarterin Franziska Goltz 20. Heiko Kröger liegt im 2.4 auf Platz fünf wie auch Kollege Jens Kroker mit seiner Sonar-Crew. Im Match Race hatte Silke Hahlbrock noch ein gutes Finale erwischt und beendet die Serie mit 6:6 Siegen aber ohne Chance auf den Einzug in die nächste Runde.

Video Rückblick vom australischen Team. Tom Slingsby erzählt wie ih “the german” überholt hat:
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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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6 Kommentare zu „Olympia Weltcup Hyères: Drei Medaillen möglich. Philipp Buhl auf Platz zwei“

  1. avatar Chris Stuart sagt:

    das war kein mistral wind 😉 soviel ich weiß kommt der von der anderen seite – flachwasser!

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  2. avatar Kersten sagt:

    Viel Welle, diesiges Wetter. Der Wind hört auf den Namen Levante.

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  3. avatar sports78 sagt:

    und wo wir schon beim klugschnacken sind: die 49er wm ist in
    zadar. 😉

    und nu noch: philipp buhl – gold
    toni wilhelm – bronze.

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  4. avatar matti sagt:

    Bestes Windsurfwetter!

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  5. avatar k sagt:

    MOANA GOLD!!!!!!!!!!!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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