ISAF WM Perth: Grotelüschen 2. vor Medalrace; Kadelbach/Belcher für Olympia qualifiziert

Auf Medaillenkurs

Simon Grotelüschen nach der Wende. Ein zweiter Rang im neunten Rennen beschert ihm Platz zwei vor dem Medalrace. © Paul Kane

Kathrin Kadelbach und Frederike Belcher haben sich für Olympia qualifiziert. Nach zwei erneut emotionalen und dramatischen Duellen mit den Gegnerinnen Tina Lutz und Susann Beucke liegen sie in der internen Endabrechnung um einen Punkt vorne.

Dabei holten Lutz/Beucke als insgesamt 20. sogar noch den 14. und letzten Nationenplatz für Deutschland mit zwei Punkten vor Dänemark. Diesen besetzen nun Kadelbach/Belcher und müssen nicht mehr die zweite Chance bei der nächsten WM im Mai 2012 in Barcelona in Anspruch nehmen.

Im neunten Rennen kam es erneut zum Duell der deutschen Frauen. Lutz/Beucke hatten zwar einen freien Start, konnten aber relativ früh auf der ersten Kreuz von den Gegnerinnen kontrolliert werden. Sie fielen auf den letzten Platz zurück und gaben schließlich auf.

Action auf dem Laser Kurs am 15. Tag der ISAF WM. Der Schwede Emil Cedergardh kentert auf klassische Weise nach Luv. © Paul Kane/Perth 2011

Im zehnten Rennen wäre das Wunder noch möglich gewesen. Der rettende Platz 18 lag theoretisch immer noch in Reichweite. Und Lutz/Beucke starteten frei. Nach Rang neun fehlten aber schließlich doch neun Punkte.

Eine enttäuschte Tina Lutz äußerte sich bei Facebook gegenüber Familie und Freunden: “Leider haben wir die Olympiaquali verloren. – Nachdem uns Kathrin im 9ten Rennen auf den letzten Platz zurück geseglt hat, haben wir aufgegeben. Im 10. Rennen hatten wir endlich einen Start, der nicht durch sie behindert wurde und schon liefs.”

Der Schwede liegt der Flotte an der Tonne im Weg. © Paul Kane/Perth 2011

Das Fazit der jungen Athletin aus dem Chiemsee Yacht Club (CYC)  in Prien: “Eins hab ich hier bei der WM gelernt – Man kann seine Ziele auch auf unsportliche und unfaire Art ersegeln – so will ich nie in meinem Leben segeln! Danke an alle, die mit uns mitgefiebert und die Daumen für uns gedrückt haben – Ihr habt uns unglaublich motiviert!”

Kathrin Kadelbach sagt: “Das war nicht einfach und schon gar nicht schön.
Freuen können wir uns auch nicht. Ich hab mich im Sinne der ISAF, des Verbandes (Gespräch Bundestrainer und Nadine Stegenwalner) und im Sinne des Bundestrainers und meiner persönlichen Ziele und des Teams, mit dem wir dieses Weg gehen, korrekt verhalten. Ich weiß, das ist hart.”

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Carsten Kemmling

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54 Kommentare zu „ISAF WM Perth: Grotelüschen 2. vor Medalrace; Kadelbach/Belcher für Olympia qualifiziert“

  1. avatar Liese sagt:

    Mal als spontan Reaktion:
    Sollte sich mal nicht verhindern lassen, dass ich als Fahrtensegler nen 420er Regattafeld kreuze und ich erkenne Kadelbach & Co werde ich voll nach KVR segeln und erstmal auf Wind von StB bestehen-ist ja regelkonform – ich hoffe, den letzten Augenblick verpasse ich nicht.
    MAN , hab ich nen Hals, wenn ich sowas lese/höre.
    Gruß auch an die DSV Funktionäre die sowas mit ihrem Reglement unterstuetzen…
    Von einem Fahrtensegler

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    • avatar Marc sagt:

      Bevor Sie arme 420er Segler terrorisieren, bitte einmal nachgucken welche Klasse bei Frau Kadelbach im Segel steht. Und auch auf Backbord Bug kann man keine Vorfahrt haben…

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    • avatar Rüdiger sagt:

      Segelschein abgeben und Roller fahren.
      Unfassbar schlechter Kommentar.

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      • avatar Liese sagt:

        Ich sachte ja, Spontan 🙂 musste mal was irrationales loswerden :-))
        Lustige Kommentare – hehe
        Jetzt bin ich aber gespannt wie nen Flitzebogen auf die Berichterstattung aus Weymouth zu den Spielen. Wenn Segeln jetzt mehr Aufmerksamkeit bekommt dann greifen die Medien die Aktion bestimmt auf.

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      • avatar Zoe sagt:

        Lieber Rüdiger: unfassbar blöder Kommentar nur wegen eines Verschreibers der Posterin. Computer abgeben und Gameboy spielen.
        In der Sache denke ich 100% genauso wie Liese: wenn dieses Team mir mal in Travemünde oder Kiel in die Quere meines Dickschiffs kommen sollte, wäre es gut sie hätten ihre Seestraßenordnung auf dem neuesten Stand. Anderenfalls wäre großflächiges Reparieren nicht ausgeschlossen.
        Wer sich dermaßen unsportlich verhält, sollte die Konsequenzen spüren.

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        • avatar klugschnacker sagt:

          @ Zoe: willst du deinen Computer abgeben??? wäre ein guter ansatz…

          die verwechselung von 420er und 470er ist nicht so selten, auch wenn in den seltensten fällen nur ein verschreiber vorliegt (auf meiner tastatur ist die “2” von der “7” nämlich ein gutes stück entfernt)…viel mehr ist die verwechselung ein anzeichen dafür, dass derjenige meist keinen blassen schimmer von dem hat, über das er gerade redet.

          und wie sagte eins ein bekannter deutscher komiker: wenn man keine ahnung hat, einfach mal…
          und genau das ist in der vorliegenden angelegenheit der fall! wer in seinem leben bestenfalls club-regatten segelt, ist gar nicht in der lage über das zu urteilen, was da stattfindet und welche motivationen die beteiligten haben!

          folglich steht es unbeteiligten auch überhaupt nicht zu, sich derart zu äußern und sich als die moralische instanz darzustellen, die nach dem prinzip “Aug um aug, zahn um zahn” bei anderer gelegenheit die ordnung vermeintlich wieder herstellt…
          wenn die betroffenen dies tun ist es verständlich, als dritter(der die beteiligten wahrscheinlich noch NIE getroffen hat) hat man sich aber zurückzuhalten.

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        • avatar Hobby-Regatteur sagt:

          Oh, als “spontane Aktion” einen Crash für die kommende Saison in Aussicht stellen passt nicht nur nicht zu KVR Regel 6, 7, 8…
          Mal die Kirche im Dorf lassen – das worüber sich hier aufgeregt wird fand bei einem Wettbewerb statt, direkte Konsequenzen zu ziehen steht zunächst den Sponsoren, dem DSV und dem DOSB zu, nicht jedem der die Beiden irgendwo sieht – Lynchen/Kielholen/Versenken geht gar nicht.
          Der Bayr. Seglerverband wird auch keine Kaperbriefe verkaufen.

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  2. avatar Heini sagt:

    Zitat Kadelbach: “. Ich hab mich im Sinne der ISAF, des Verbandes (..) und im Sinne des Bundestrainers und meiner persönlichen Ziele und des Teams, mit dem wir dieses Weg gehen, korrekt verhalten.”

    Nette Umschreibung für so ein mieses Verhalten. Und eine prima (faule) Ausrede zur eigenen Gewissensberuhigung.

    Egal was die Regeln sagen, das ist einfach nur unsportlich und geht gar nicht. Solche Leute müssten in einer Nationalmannschaft bestraft und schlimmstenfalls rausgeschmissen werden. Also auch mies vom Bundestrainer, wenn er so ein Verhalten legitimiert oder auch nur duldet.

    Olympia ist nicht nur Ego (ICH ICH ICH), sondern auch die Nation, das Land, meine Heimat, die ich dort vertrete.

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    • avatar Hannes sagt:

      Danke das mal jemand Kadelbach Zitiert.
      Laut Kadelbach hat Sie sich im Sinne der Ziele des Teams korrekt verhalten.
      Daraus schließe ich, dass das Ziel des weiblichen 470er Teams nicht die Teilnahme an den Olympischen Spielen war.
      Vielen Dank Heini für dein gutes Kommentar

      Ansonsten möchte ich noch hinzufügen das ich selber im Regattasport segel und für mich der Respekt vor der Leistung meines Gegners immer an vorderster Stelle steht. Ich segel auch gerne mit meinem Gegner ein kleines Matchrace, wenn es der abstand zu der Konkurenz bzw. die Situation (Zielkreuz) zulässt.

      Vielleicht hat Kadelbach den olympischen Gedanken auch falsch auf gefasst.

      Gruß Hannes

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  3. avatar seabonk sagt:

    Frau Kadelbach irrt. Das Team Kadelbach/Belcher hat sich keineswegs korrekt verhalten. Das Team hat mit Ihrem Verhalten die Teilnahme Deutschlands in der Klasse der 470er bei Olympia riskiert und nur nebenbei das gute Abschneiden von Lutz/Beucke bei der WM in Perth torpediert.

    Es ging hier nicht um “Die oder Wir” sondern schlicht um die Vertretung des Landes bei den Olympischen Spielen. Das so ein Irrsinn auch noch vom DSV (Bundestrainer?) toleriert wird, ist mir unbegreiflich. Mit wessen Geld spielen die eigentlich? Die Resultate der WM sprechen für sich, und das Kadelbach/Belcher nun ausgerechnet mit dem 20. Platz von Lutz/Beucke zu Olympia fahren soll, ist doch ein Scherz – zumal offenkundig in der falschen Disziplin (nämlich nicht Matchrace).

    Warum hat Lutz beim letzten Rennen eigentlich nicht vor dem Zieldurchgang auf Kadelbach gewartet hat, um Ihr Klarzumachen, was sie angerichtet hat ?

    Es bleibt zu hoffen, dass der Drops noch nicht gelutscht ist und das bessere Team nach Weymuoth fährt. Barcelona wär doch eine gute Gelegenheit.

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    • avatar tina&sanni sagt:

      Lieber seabonk,

      wir sind mit keinem leichten Gefühl über die Ziellinie gefahren, da wir natürlich genau wussten, dass Kathrin und Rike durch uns die Nationenqualifikation erhalten würden. Wir haben als Sportler jedoch gelernt in jeder Wettfahrt unser Bestes zu geben. Wir werden nicht mit den gleichen unsportlichen Mitteln kämpfen.

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      • avatar Torsten sagt:

        Unfassbar, wie man hier ein “Dislike” geben kann. Es widert mich an! Tina & Sanni: Fairplay geht über alles! Danke.

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      • avatar seabonk sagt:

        Hallo ihr Beiden,

        ich freue mich sehr über Euer Attitutde ! Genau sowas wollen wir (will ich?) auf dem Wasser und uns bei Olympia vertreten sehen. Aber ein “RAF” fürs letzte Rennen bei der WM, würde Euren lobenswerten Anspruch auf Fairplay und Sportlichkeit Genüge tun und gleichzeitig die Chance auf Eure Olympiateilnahme wahren ,-)

        Ich bin gespannt, ob man beim DSV auch noch klar sieht, oder ob die tiefe Durchdringung des VSaW den Blick für das Offenkundige verstellt !

        Wie auch immer, Ihr habt eine tolle Performance hingelegt und gezeigt wo die Zukunft liegt ! Weitermachen !

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      • avatar PlanB sagt:

        Das war die beste Antwort die Ihr geben konntet! Respekt 🙂

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  4. avatar T.K. sagt:

    Igitt, finde das Verhalten von Fräulein K. regelrecht unappetitlich, egal ob es regelkonform war oder nicht!
    Sowas sollte man vom DSV gnadenlos sanktionieren. Irgendein Paragraph wird sich sich schon finden. Die Dame ist bei mir komplett unten Durch, aber gaaaaaaanz unten

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  5. avatar Birdy sagt:

    SIMON!!!!!!!!!

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  6. avatar Silberbeil sagt:

    Auch ich finde es unsportlich, wenn man ein deutlich besseres Team sabotiert. Die zitierten Beispiele von Scheidt, Ainslie, Goodison etc. zur Absicherung ihrer Goldmedallien hatten eine andere Konstellation. Hier haben jeweils dominierende Segler in der letzten Wettfahrt jedes Risko ausschließen wollen. Teils mit erheblichen Kollateralschäden und deshalb vielleicht menschlich nicht nett aber sportlich korrekt.

    Hier hat ein Team, dass aussichtslos im Rennen lag, eine Regellücke mit destruktiven Methoden ausgenutzt. Der Fehler ist sicherlich, bei einer WM als Quali nur die ersten 20 Plätze zu werten. Es ist aus meiner Sicht keine Kunst ein anderes Team bei derart starker Konkurrenz aus den ersten 20 herauszufahren, wenn man dieses Ziel konsequent verfolgt und die eigene Platzierung nicht mehr wichtig ist. Das es knapp geworden ist, lag auch nur daran, dass Kadelbach/Belcher erst damit angefangen haben, als Sie selbst völlig aussichtslos im Rennen lagen.

    Ich glaube auch nicht, dass sie gut beraten waren, sich so zu verhalten. Die nächsten Monate werden wohl eher ein Spießrutenlaufen.

    Im Ergebnis kommt jetzt ein durchschnittliches Team nach London (28. von 48) und ein junges und talentiertes Team mit deutlich aufsteigender Leistung muss zu hause bleiben. Sehr schade!!!

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    • avatar Torsten sagt:

      Der Kommentar von Silberbeil trifft den Kardinalfehler! Regelkonform, aber einen fehlerhaften Qualifikationsmodus ausnutzend! Wäre das Gesamtergebnis in den Modus eingegangen, würde die Regel auch keine Lücke aufweisen. Der falsche Modus führt die Regel erst ad absurdum. Dabei darf man nicht vergessen, dass Kadelbach/Belcher in Weymouth auch 7 Plätze vor hatten. Diesen Tatsachen und der Stimmung in der Segelszene folgend, kann die Mannschaft Kadelbach/Belcher für sich, für die deutsche Segelszene und als Vorbild für die Jugend nur eine Entscheidung fällen: Wahre Größe zeigen und die WM 2012 als Zweikampf zur finalen Qualifikation ausrufen. Damit könnten sie den faden Beigeschmack wegwischen, würden dem Sport und ihren Sponsoren das Fairplay-Image zurückgeben und könnten sich dann auch authentisch und wirklich auf die Erfüllung ihres sportlichen Lebenstraums freuen!

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  7. avatar hanseatic sagt:

    Mal ehrlich – wären wir schon bei Olympia und K/B hätten ihre Position auf dieselbe Weise gegen das Team einer anderen Nation verteidgt, würden sicher alle applaudiert haben oder? Die “Gefahr”, dass solche Duelle auch auf nationaler Ebene stattfinden tritt relativ selten auf, ist aber auch nicht auszuschließen. Das wußten alle Beteiligten vorher. Nun ist der Fall eingetreten und ein nationales Team segelt das andere “regelkonform” aus der Nominierung. Bitter für L/B – sicher. Deren Wut und Enttäuschung ist verständlich. Aber sie trifft meiner Meinung nach die Falschen. K/B haben weder die Regeln gemacht noch die Kriterien festgelegt. Wie hätten L/B in der umgekehrten Situation reagiert? Und noch ein Gedanke in den Raum gestellt: Geht es denn bei Olympia wirklich noch um das Repräsentieren einer Nation? Oder stehen inzwischen vielleicht vielmehr die Steigerung des sportlereigenen medialen Marktwerts und die Förderung der persönlichen Karriere im Vordergrund? Darwin läßt grüßen – die Welt ist wie sie ist und wer nicht “mitspielt” wird gefressen – ob wir das nun so mögen oder nicht…

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    • avatar Wilfried sagt:

      haseatic, ich finde das Argument von Silberbeil absolut richtig. Der Verband sollte sich überlegen ob solche Qualifikationskriterien die für eine nationale Ausscheidung keine Punkte mehr ab Platz 20 vergeben richtig sein können. Es bleibt Fakt, dass trotz der destruktiven Art zu segeln immer noch acht Plätze bei einer WM zwischen den Teams liegen. Alleine das würde die Qualifikation für Lutz/Beucke rechtfertigen. Bei Olympia sollte die Nation mit den besten Seglern vertreten sein. Hierzu gehört auch so viel Fairplay im eigenen Team, dass man nach der Ausscheidung noch in der LAge ist sich optimal vorzubereiten. Es glaubt wohl allerdings niemand mehr dass Lutz/Beucke als Sparringspartner auch nur eine Minute zur Verfügung stehen werden. So wird wohl ein Team bei Olympia aufkreuzen, dass keine Chancen hat. Man sollte in der LAge sein auch im Sport anzuerkennen wenn jemand anderes besser ist. Der olympische Gedanke ” dabei sein ist alles ” wird hier leider in seinem Sinn umgedreht.

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      • avatar Manfred sagt:

        Danke Wilfried,
        Wie war das mit Paul Elvström und dem Respekt?
        Hoffe, es gibt noch einen OL Ausschuss im DSV und der hat das letzte Wort in dieser Sache.

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  8. avatar Stefan sagt:

    Kathrin hat sich völlig regelkonform verhalten … sonst hätten Tinas Proteste mit Sicherheit Erfolg gehabt; die Jury ist auch stets auf dem Wasser dabei und hat Augen im Kopf. Insofern kann man Kathrin nichts anlasten. Und sind wir mal ehrlich; hier gehts um die Olympiaquali und nicht um eine Deutsche Meisterschaft. Jeder der Moralapostel würde sich bei diesem Leistungsniveau genauso verhalten (müssen), sonst wäre er auch ein nicht erfolgreicher Sportler…und darum geht es doch im olympischen Bereich.

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    • avatar Silberbeil sagt:

      Regelkonform bestreitet ja keiner. Das war ja schon vorher in höchster Instanz geklärt. Die Frage ist eben, ob regelkonform immer mit sportlich korrekt gleichzusetzen ist. Ich finde das aus den oben genannten Gründen nicht.

      Und zum Leistungsniveau: Es ist ja gerade der Punkt, dass dies bei Kadelbach/Belcher nicht gestimmt hat. Sonst hätten sie solche Spielchen nicht nötig gehabt.

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    • avatar Uschi sagt:

      was nützt die interne Quali, wenn das Nationenquali auf dem Spiel stand? Letzendlich pures Glück für Kadelbach/Belcher, dass Tina Lutz und Susann Beucke den Nationenplatz für Deutschland im letzten Rennen geholt haben. Die beiden hätten sich auch nach dem Theater zurücklegen können und dann hätte K/B dumm dreingeschaut!

      Nach allem was da vorgefallen ist, sollte K/B trotz allem sportlichen Druck und persönlichen Zielen, sich offiziell bei Lutz/Beuke bedanken, denn alleine hätte es nicht geklappt!

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  9. avatar Uwe sagt:

    Die meisten Kommentare halten K / B’s Vorgehensweise für moralisch bedenklich. Professionelle Härte ist jedoch erforderlich, um ganz nach vorn zu kommen. In den Biographien der erfolgreichsten Sportler finden wir dazu ahnliche Beispiele.

    Beim “nach hinten segeln” gehört immer auch eine Mannschaft, die dies mit sich geschehen lässt. Dies muss in einem Fleet-Race m.E. nicht sein, da man ja Gelegenheit hat, bsw. eine Lücke zwischen zwei Booten zu nutzen, um sich aus der Deckung zu befreien.

    Ich persönlich halte es für legitim, dass die toughe Kathrin ihre Match-Race-Ehrfahrung professionell ausgespielt hat. Sie gewann ja bsw. 2010 mit Uli Schümann und Markus Koy die Internationale Deutschen Meisterschaft Match Race

    Wenn Tina Lutz im Video-Interview sagt; “Man muss die ganze Zeit gucken, wo ist sie, damit man nicht über den Haufen gefahren wird”, dann stellt sich doch die Frage, warum sie sich nicht absetzen konnte, wenn sie angeblich schneller und die Bessere ist.

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    • avatar Regelfuchs sagt:

      Die Regeln des Teil II der WR wurden zur Kollisionsverhütung im Fleetrace konzipiert. Im Matchrace werden sie verwendet um den Gegner auszubremsen. Das ist eine Kunst.

      Im Fleetrace versucht man möglichst schnell über den Kurs zu kommen, schneller zu segeln, besser Vorhersagen zu treffen und Risiken gekonnt abzuwiegen. Auch dass ist eine Kunst.

      Im Fleetrace die Regeln II zum ausbremsen zu verwenden ist aber keine Kunst. In Lee am Start reinschießen, in den Wind luven, etwas später anziehen, schon hat man dem Gegner massiv geschadet. Ist einfach und irgendwie blöd. Es ne halbe Serie lang zu machen ist superblöd. Weils so einfach ist wird es eben gerne am Ende der Regatta gemacht, statt sich der schweren Herausforderung des Fleetrace zu stellen.

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      • avatar Uwe sagt:

        @Regelfuchs
        K / B hatten in der Olympiaqualifikation vor Perth einen 2 -Punkte-Vorsprung.

        Es ist allein K / B Angelegenheit, welche Taktik sie als zielführend angesehen haben, um nach Weymouth fahren zu können.

        “Reinschiessen” kann ein Konkurrent übrigens auch nicht, wenn man hinter ihm bleibt 🙂

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        • avatar Regelfuchs sagt:

          Mensch Uwe, dass ist ja ein toller tip. Einfach in der zweiten Reihe hinter der Konkurrenz (die zwei Punkte vor einem ist) starten damit sie nicht in Lee reinschießt. Selbstmord statt Mord ist natürlich auch eine Lösung.

          KB haben sich an die Regeln gehalten – dass hat gute Tradition in Deutschland. Kann man respektieren, …

          Mann darf die Regeln aber auch mal hinterfragen. Vor 3 Wochen galt dieses Verhalten noch als Verletzung der regel 2 (faires segeln). Mit dem neuen Q&A zu diesem Thema hat sich die ISAF um 180 grad gedreht. Damit ist der Fall nicht bis in alle Ewigkeit geklärt. Man wird weiter darüber diskutieren müssen.

          Matchracemoves im Fleetrace haben was von Schlägen unter die Gürtellinie. Es gibt einen guten Grund warum diese beim Boxen verboten sind: Es ist zu einfach seinen Gegner damit Platt zu machen.

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          • avatar Uwe sagt:

            @Regelfuchs
            Dann schau Dir bitte mal das folgende Video mit Ainslie und Papathanasiou bei der Finn WM 2005 an.
            Wenn Ainslie den Gegner deckt wird er zum Welt-Jahres-Segler gekürt. K / B werden wegen einer ähnblichen Taktik verurteilt.

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          • avatar Uwe sagt:

            @Regelfuchs
            Dann schau Dir bitte mal das folgende Video mit Ainslie und Papathanasiou bei der Finn WM 2005 an.
            http://www.youtube.com/watch?v=fDyDaIJzfGU

            Wenn Ainslie den Gegner deckt wird er zum Welt-Jahres-Segler gekürt. K / B werden wegen einer ähnblichen Taktik verurteilt.

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          • avatar Regelfuchs sagt:

            Hab mir das Video unten angeschaut. Ein gutes Beispiel wie schlecht sich Fleetrace und Matchrace vertragen. Haben nicht sonderlich Spaß die beiden.

            Die Verknüpfung mit dem Titel “Weltsegler des Jahres” ist außerdem total irreführend – das war 2008. Und den Titel hat er bestimmt nicht wegen solcher Aktionen bekommen, sondern trotzdem.

            Außerdem hätte er nach meiner Ansicht wirklich einen DND bekommen müssen . Seine Absicht ist klar – er möchte den Gegner nach hinten segeln. Dass er eine Regel verletzt hat ist auch klar – sonst hätte er nicht gekringelt. Damit war die Regelverletzung absichtlich – und für absichtliche Regelverletzungen sollte es eigentlich im Fleetrace einen DND geben.

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          • avatar Uwe sagt:

            @Regelfuchs
            Es ist ein anderes Thema, ob sich Fleet u d Matchrace schlecht miteinander vertragen.

            Es geht doch darum, ob es erlaubt ist, den Sack zuzumachen, wenn man im Verlauf einer bzw. dreier Wettfahrtserien genügend Punkte gesammelt hat.
            Ainslie wird dies zugestanden. Wenn Kadelbach / Belcher den Sack zumachen, nachdem 90 % der Wettfahrten abgeschlossen sind, gibt es einen Aufschrei der Empörung.

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  10. avatar RVK sagt:

    Auch wenn der Vergleich etwas weit her geholt ist: Ethisches Verhalten wird immer dann abgefordert, wenn die zu entscheidende Tat gesetzlich straffrei ist bzw. nicht bestraft wird, aber es moralische oder gesellschaftliche Probleme mit der Tat gibt. Heutzutage schreit jeder nach den bösen Bankern, die zweifelsohne keine Gesetze gebrochen haben, allerdings findet jeder, dass das Verhalten verabscheunswert ist. Wir sehen: richtiges Handeln, darf sich nicht nur an festgeschriebenen Regeln orientieren, sondern sollte sich auch am eigenen Gerechtigkeitsgefühl orientieren. Und dass dieses Gefühl scheinbar verletzt wurde, zeigen nicht nur Massen an Kommentaren sondern scheinbar auch an ausbleibenden Glücksgefühlen der frischgebackenen Olympioniken. Vielleicht solte man sich also immer fragen, ob man es sich einfach macht und hinter fehlenden festgeschriebenen Regeln versteckt, oder einfach mal das Gute, oder hier den Guten oder Besseren gewinnen lässt. Wie auch immer: Danke für das herrliche Schauspiel!

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    • avatar Marcus Baur sagt:

      Vielen Dank für den wertvollen Beitrag!

      The real crisis? We stopped being wise!: http://www.youtube.com/watch?v=lA-zdh_bQBo

      Auch wenn es noch weiter her geholt ist: Der Sport spiegelt die guten und auch die schlechten Seiten von uns selbst und unserer Gesellschaft. Das macht ihn so interessant. Ich fand dieses Schauspiel sehr tragisch, aber mann kann viel davon lernen…

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      • avatar Frank sagt:

        Nur ein paar der Fragen, die mir durch den Kopf gehen – auch nach der Diskussion über körperliche Bedrohungen (Ainsle):

        Was sagen die Sponsoren (wie BMW) zu so einem Verhalten? Sportgeist oder Egotrip?
        Was sage ich einer Opti- oder 420er Trainingsgruppe, wenn sie mich darauf ansprechen?
        Taugen solche Personen als Vorbilder für Nachwuchssportler?

        Mein Sohn trainiert aktuell in einer Judo Gruppe – dort wird ein unglaublicher Wert auf gegenseitigen Respekt und Achtung gelegt – diese Tugenden werden hier im Segelsport mit den Füssen getreten.

        Noch etwas: Ich finde es interessant, das “Segelreporter” das einzige Medium ist, wo über diese Themen diskutiert werden kann – auch hier ist der DSV schön von der Wirklichkeit abgeschottet.

        Schöne Weihnachten

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      • avatar Hobby-Regatteur sagt:

        Danke für das Video!

        Wie kommt ein Team zum Ziel? Spiel-Theorie, ethische Betrachtungen, wirtschaftliche Überlegungen, Reaktionen der “Übergeordneten”…
        Beide Teams haben Berater, alle hatten genügend Zeit sich auf die Situation vorzubereiten, die Reaktionen der anderen Beteiligten zu bewerten und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

        DSV:
        Zuvor hatte Frithjof Kleen den fairen Umgang aller deutschen Starbootsegler im Rahmen der Olympiaausscheidung gelobt. “Ich war überrascht, wie fair es ablief. Es gab Situationen, in denen sich beispielsweise Johannes Polgar durchaus hätte auf uns legen können, hat er aber nicht.”

        Yes, there are two paths you can go by by, but in the long run,
        there’s still time to change the road you’re on…

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  11. avatar Zoe sagt:

    Was tut noch gleich der Vorschoter auf einem Starboot? *kicher

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  12. Der DSV hält sich verdächtig zurück: http://ykom.de/x/637
    Hm …

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    • avatar Hobby-Regatteur sagt:

      Wenn Frau Stegenwalner ihren Stolz auf die Starboot-Segler so deutlich ausdrückt, die 470er Frauen hingegen gar nicht erwähnt, dann ist das keine Zurückhaltung, sondern eine Aussage.

      Oder die DSV-Oberen feilen noch an Formulierungen und sind noch nicht so weit an einem Samstag.
      Der bayerische Seglerverband hat seine Meinung bereits veröffentlicht…

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      • avatar Torsten sagt:

        Der Fehler liegt in der Verquickung von Regel und Qualifikationsmodus. Der Modus ist (hier im konkreten Beispiel) fehlerhaft, wenn das Heraussegeln aus Top-18-Platzierungen zum Erfolg führt. Das wäre nicht der Fall, wenn in der letzten Qualifikationsregatta der Gesamtplatz in die Wertung Eingang gefunden hätte. Jeder Modus hat seine Nachteile. Der aktuelle in diesem Fall führt aber zu deutlichem Unbehagen. Selbst bei den Gewinnern. Das wird auch durch derenVerlautbarungen deutlich. Weise wäre es, wenn es zu einem ausserordentlichen finalen Qualifikationsduell bei der WM 2012 käme. Gut für die Medien. Gut für das Segeln. Gut für Fairplay. Gut für die Sponsoren. Gut für die modusmachenden Funktionäre. Gut für Lutz/Beucke. Und gut für Kadelbach/Belcher, wenn sie dann wirklich guten Gewissens 2012 mit unser aller Unterstützung um Medaillen kämpfen können. Ohne Makel 🙂 Die Initiative sollte von Kadelbach/Belcher ausgehen. Nicht vom DSV. Das zeigte wahre Größe! Lasst die Sportler mal ausschlafen 😉

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  13. avatar Hendrik sagt:

    Es ist durchaus nachvollziehbar, dass es geteilte Meinungen zu dem Endergebnis gibt. Allerdings ist es wichtig bei den teilweise eher emotionalen Beiträgen zu diesem Thema, die Faktenlage im Auge zu behalten:

    Kathrin und Rieke haben sich nach drei Regatten im Rahmen des Ausscheidungssystems des DSV als beste Mannschaft behauptet.

    Das vielfach kritisierte Verhalten wurden von der ISAF als oberste Instanz im Vorfeld klar als im Einklang mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des ‘sportsmanships’ und ‘fair plays’ definiert.

    Dies führt zu der Frage, ob diese moralischen Grundsätze bei Einigen anders definiert sind als Sie zum Beispiel die ISAF sieht.

    Der olympische Segelsport hat sich in insbesondere in den letzten 10 Jahren immer mehr zu einer professionellen Sportart entwickelt, bei denen die Athleten Ihr Ziel (Olympia) über Jahre als Full-time Job verfolgen und von Sponsoren Geld für Ihre Leistungen erhalten.

    Die Diskussion & zentrale Forderungen drehen sich dabei um die Frage, ob man jemand nach hinten Segeln darf. Dies passiert bereits seit Jahren, wenn es darauf ankommt im Kleinen wie im Großen von der Dorfregatta bis zu den Olympischen Spielen.

    Wenn jemand für sich persönlich entscheidet, dass er dies nicht möchte, ist das sicherlich OK, aber ich glaube die wenigstens der Beitragsverfasser waren bereits selbst in der Bedrägnis dies zu müssen.

    Am Ende liegt es bei dem DSV zukünftig nachhaltigere Rahmenbedingungen und ein Qualifikationsmodell zu entwickeln, bei dem vll. nicht die WM die finale Entscheidungsregatta ist.

    Mit Investmentbankern hat das in der Tat nichts zu tun, sondern mit Profi-Sport.

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    • avatar Torsten sagt:

      @Hendrick
      “Kathrin und Rieke haben sich nach drei Regatten im Rahmen des Ausscheidungssystems des DSV als beste Mannschaft behauptet. Das vielfach kritisierte Verhalten wurden von der ISAF als oberste Instanz im Vorfeld klar als im Einklang mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des ‘sportsmanships’ und ‘fair plays’ definiert.”

      Siehe Posting auch davor.
      Die Grundsätze der ISAF gingen sicher nicht davon aus, dass nur die ersten 20 Plätze eines Fleets Punkte bringen, wenn über 50 Weltklassesportler am Start sind. Das ist das Problem in diesem Fall, oder? Damit ist der zitierte Teil etwas anders zu bewerten, als isoliert betrachtet. Und daher hinterlässt das Geschehene ein Unbehagen. Selbst bei dem Vorteil genießenden qualifizierten Team, wie aus deren Äußerungen deutlich herauszulesen ist. Es wäre für den Segelsport schön, wenn die Protagonisten ein Einsehen auf ein finales Qualifikationsduell hätten. Damit könnten sie den faden Beigeschmack ihres (gegönnten) Olympiatraums korrigieren und würden dem Fairplay im olympischen Gedanken einen gewichtigen Teil Fundament vermachen 🙂

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      • avatar Ex-Leistungssportler sagt:

        Deutschland sollte den Fußball-Weltmeister Titel von 1974 zurückgeben und Holland zu einem wirklichen Finale auffordern, um diesen Titel im wirklichen Fairplay und ohne die Schwalbe von Hölzenbein zu gewinnen. Der Schiedsrichter hatte das damals zwar anders entschieden, aber die Holländer haben den schöneren Fußball gespielt bei der gesamten WM und im Finale nur durch das moralisch fragwürdige Verhalten von Hölzenbein und dem deutschen Team verloren. Wahre Größe von Hölzenbein wäre gewesen die Schwalbe zuzugeben…

        Kein besonders guter Vergleich, ich weiss, vor allen Dingen weil Hölzenbein einen klaren, allerdings nicht geahndeten Regelverstoß begangen hat. KB haben keinen Regelverstoß begangen.

        Der Modus ist vielleicht unglücklich, bescheuert… – aber er war ausnahmslos allen vorher bekannt. Man kann ihn in der Zukunft evtl. besser gestalten. Aber wo wart ihr ganzen Klugschnacker hier eigentlich vorher?

        Und von wegen Nationenplatz gefährden: Das war wohl kalkuliertes Risiko und 5 Plätze werden noch bei der WM 2012 vergeben. Von denen die da noch um die Plätze fahren, sollte sich ein GER Team durchsetzen.

        Man muss das gesamte Leistungssportsystem nicht mögen und als Vorbilder würde ich nur sehr wenige Leistungssportler herannehmen wollen, viele der hiesigen Sportheroen würde ich dafür nicht heranziehen und meinen Opti-Schützlingen würde ich die meisten ohnehin nicht nennen wollen.
        Niemand ist gezwungen den Scheiss mitzumachen oder sich anzugucken.

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        • avatar Torsten sagt:

          “Aber wo wart ihr ganzen Klugschnacker hier eigentlich vorher?”
          @Ex Leistungssportler
          Ich entschuldige mich. Zukünftig bilde ich mir nur noch eine Meinung, wenn ich am Regelwerk mitgewirkt habe.
          Meine Kinder hatten zu dem Thema auch unisono eine klare Meinung: “Regelkonform, aber geht gar nicht!” Da bin ich dann doch stolz, dass ihnen anständige Wertmaßstäbe vermittelt wurden. Auch wenn die als Sozialisationsfaktoren Wirkenden nicht an Strafgesetzbuch und BGB mitgeschrieben haben 😉 Der Zweck heiligt nämlich nicht die Mittel. Manchmal nicht mal die erlaubten. Und dazu prägt die Gesellschaft die Normen und Werte. Machen wir hier gerade. Sich “den Scheiß einfach nicht mehr anzugucken” erscheint mir eine unsinnige Lösung, wenn man sich den Sport ausgesucht hat. Wenn allerdings die Mehrheit der Segler diese ethischen Grundsätze verträte, wäre ein Ausstieg tatsächlich überegenswert. Scheint aber hinsichtlich der Mehrheit der Kommentare keine Gefahr zu bestehen.

          PS:
          Die “Hölzenbeinschwalbe” ist meines Wissens bis heute nicht eindeutig belegt. Aber auch wenn es eine war, es ist wirklich ein schlechter Vergleich. Die Tatsachenentscheidung im Fußball ist ja nun hinreichend ausdiskutiert und der Fernsehbeweis wird aus gutem Grund nicht eingeführt. Im vorliegenden Geschehenen gäbe es eine faire Korrekturmöglichkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass die Protagonisten sich besser fühlten, wenn der Makel ausgeräumt wäre. Hölzenbein bestimmt auch.

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    • avatar GüntherAhlas sagt:

      @hendrik: Investmentbanking ist auch von stattlicher Seite legitimiert, naja man muss ja nicht mitmachen…auch was, ich guck einfach nicht hin 😉 Soviel zum System.

      Deine Fakten hinken:
      -Katrin und Rieke hätten bei normal stattgefundenem Fleetrace nach drei Regatten klar achteraus gelegen. Also nix behauptet eher enthauptet!
      – ISAF und moralische Grundsätze…vielleicht parken wir dann die Boote unserer Gegner schon auf dem Parkplatz zu, um Sie am Start zu hindern? Super…
      -zur olym. 88 und 92 haben die Segler ähnlich viele Wassertage gehabt und mussten nicht so einen Unfug anstellen…heute geht es keineswegs professioneller zu als vor 10 Jahren. Die Methodik hat sich geändert.
      -zentrale Diskussionsforderung…einbremsen um nach Vorne zu kommen…cool!

      Und dann der Ruf nach den Organen (ISAF,DSV,etc)… vielleicht denkt jeder beim segeln mal selber nach?

      Mir tuts jedenfalls für Katrin echt leid, weil Sie eine richtig bodenständige und sympathische Seglerin ist!

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  14. avatar Florian sagt:

    Wenn das Entscheidungssystem des DSVs dazuführt, dass sich die Deutschen Mannschaften bei Internationalen Regatten absichtlich gegenseitig nachhinten segeln, dann sollte man dieses Entscheidungssystem vielleicht mal überdenken.

    Ich empfinde den Auftritt bei der WM für den DSV als extrem peinlich.
    Den Athletinnen kann man keinen Vorwurf machen,
    eher den Funktionären, welche solche Spielregeln aufstellen.

    Diese Funktionäre sind für mich für das Abschneiden der 470 Damen verantwortlich.

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    • avatar DSV-Mitglied sagt:

      Florian, Du bringst es auf den Punkt!

      Der DSV gibt hier das trauriges Bild ab, wwass mE in der Diskussion bisher völlig übersehen wird

      Der DSV hat die Spielregeln festgelegt!!

      Der DSV stellt während des Spiels fest, dass Ihm das Spielfeld zu groß geraten ist. Stegenwaller/Haverland haben nicht den Arsch in der Hose zu sagen “Leute, wir haben einen Fehler gemacht, aber so sind die Regeln, beim nächsten Mal machen wir unseren Job besser, definieren einen Modus , der derartiges verbietet .”

      Die Unfähigkeit der sportlichen Führung wird daher wohl auch nicht lange wie folgt kaschiert werden können: Moralisch wäre es bitte besser, wenn Ihr nur eine Hälfte des Spielfeldes bespielt hättet.

      Man kann doch nicht demjenigen, der sich “nur” an die Regeln hält und das ganze Spielfeld benutzt, den Vorwurf machen. Man muss demjenigen, der das Spielfeld definiert, den Vorwurf machen, wenn es denn zu groß geraten ist.

      Der DSV hätte ja nach dem “Medien-Zickenkrieg” der Kieler Woche VOR den Worlds 2012 einen Zusatz hinzufügen können, um Match-Taktiken unmöglich werden zu lassen.

      Hat der DSV nicht gemacht, obwohl Marcus Baur im Kieler Woche Audi TV darauf hingewiesen hat, dass er wegen der Anwendung von Match-Taktiven die Ausscheidung gegen das Team Peckholt 2008 verloren hat und den DSV gebeten hat, sich im Hinblick auf die Ausscheidung 2012 in dieser Frage klar positionieren möge. Baur wörtlich:

      “Ich habe den DSV mehrfach darauf angesprochen, aber der reagiert nicht”.

      Das heisst, der DSV hat wohl bewusst, ein Regelwerk definiert, welches Match Race Strategien nicht verbietet.

      Dann aber bitte sollen Stegenwaller/Haverland dazu stehen und sagen:

      — Es ist ok, wie es gelaufen ist, wir wollten es genau so, oder
      — wir finden es eigentlich nicht ok, haben aber versäumt ein vernünftiges Regelwerk zu machen, darum ist den Sportlern kein Vorwurf zu machen.

      Da wird aber (wohl) vom DSV (Stegenwallner/Haverland) nichts kommen. Dazu fällt einem eigentlich nur ein:

      Zuerst:

      1. Ahnungslos (beim Aufstellen der Kriterien)
      2. Beratungsresistent (nach den Hinweisen von Baur/STG, unterstellt der DVS wollte eigentlich keine MR-Taktiken)
      3. Charakterlos (da sich der DSV nicht vor die Sportler stellt).

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      • avatar Uwe sagt:

        “Der DSV hätte ja nach dem “Medien-Zickenkrieg” der Kieler Woche VOR den Worlds 2012 einen Zusatz hinzufügen können, um Match-Taktiken unmöglich werden zu lassen.”

        Das ist doch Quatsch !

        Es handelt sich in Perth um eine Weltmeisterschaft. Der DSV konnte die deutschen Teilnehmer selbstverständlich nicht durch interne (rechtsunwirksame) Sonderregelungen benachteiligen !

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        • avatar Uwe in schlau sagt:

          Mensch Uwe, denk doch mal nach, beim Team GBR geht´s doch auch. Und auch bei uns wird am Ende nominiert. Da hätte man doch nur sagen müssen: “Es geht nach Punkten, aber wenn einer den anderen nach hinten segelt behalten wir uns vor das bei der Nominierung zu berücksichtigen. Wir wollen eure beste Platzierung bei der WM sehen”. Ein Satz, und das Ding is durch. Da braucht man nicht mal einen Rechtsverdreher wie dich dazu.

          Aber Du kennst dich da vielleicht besser aus. Vielleicht sind ja Jogi Löws Nominierungen gar nichts rechtswirksam. Meld dich mal bei Kevin Kourani – dem kannst Du bestimmt helfen…

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  15. avatar Olli14 sagt:

    K/B haben sich im Rahmen der Regeln durchgesetzt!
    Das ist ihr Job und den haben sie erfolgreich gemacht.
    Moralapostel sollen Hallenhalma spielen.
    Es geht um zuviel, als dass die beiden eine andere Entscheidung hätten treffen können.
    Ich hätte es nicht anders gemacht, auch wenn ein ungutes Gefühl bleibt.

    Wem dies alles nicht passt, soll sich im DSV über seinen Verein eingagieren und versuchen, den Qualiemodus fürs nächste Mal zu verbessern.

    Ab jetzt vertreten die beiden unser Land bei Olympia!

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    • avatar Uwe sagt:

      Richtig Olli,
      Aufgrund der von K / B angewendeten Taktik ergab sich die Möglichkeit, die Entscheidung in der Quali erst bei der WM im kommenden Jahr herbeizuführen.
      Leider wurde dieses sehr faire “Angebot” K / B’s von Lutz / Beucke ausgeschlagen, so dass sie nicht den geringsten Grund haben, sich öffentlich über eine mangelnde Fainess ihrer Konkurrentinnen zu entrüsten.

      Im übrigen haben Lutz / Beucke es versäumt, in den ersten beiden Wettfahrtserien Punkte zu sammeln.
      Das die gegnerischen Manschaft im Verlaufe der dritten Wettfahrtserie die Taktik ändern könnte, um den Punktevorsprung zu sichern, hätte ihnen klar sein müssen.
      Kadelbach / Belcher haben nicht unfair sondern sehr professionell gehandelt !

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      • avatar Silberbeil sagt:

        @ Uwe

        Das ist definitiv falsch. Die Frage wer ggf. fährt, war nach Perth geklärt. Im letzten Rennen gings nur darum ob Deutschland in dieser Klasse überhaupt mitmachen darf. Für 2012 ist für L/B nichts mehr drin. Ein Yacht-Artikel hat da wohl für Verwirrung gesorgt.

        Die einaml aufgestellten Kriterien nachträglich zu ändern kann für den Verband teuer werden. Erst vor kurzem hat ein Gericht im Falle Charles Friedek entschieden, dass der Verband dann schadenersatzpflichtig ist. Wäre im nachhineien vielleicht trotzdem gut angelegtes Geld.

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  16. avatar Bernhard sagt:

    Es ist schon traurig wie sich die Verantwortlichen incl. dem Trainer vor Ort bei der WM in Australien verhalten haben
    Hier sollte mal darüber nachgedacht werden, dass ihr Gehälter von alle Landesverbänden und nicht nur aus Berlin bezahlt werden. Das Olympische Komite sollte vieleicht auch einmal rüfen ob die Sportler die von ihnen auf eine Olympiade geschickt werden, moralisch in der Lage sind den olympischen Eid zu schwören, bei den beiden Damen im 470 er bin ich mir da nicht sicher. Wenn ein DSV Trainer und eine Frau die, die Koordination für Leistungssport im DSV inne hat, nicht in der Lage sind das Treiben von Kadellbach / Belcher nach einer Wettfahrt ab zu stellen haben sie sich ganz einfach zu Gehilfen solches Tuns gemacht und sind somit mehr als ungeeignet für ihre Aufgaben.
    Man kann nur hoffen, daß der DSV Maßnahmen trifft, dass ein derart unsportliches Verhalten nicht mehr vorkommen kann, denn es sollte ja das zum Zeitpunkt der Olympiade beste Team fahren und nicht das, daß die besseren Drähte zu diversen Leuten hat und über eine etwas zweifelhafte Rechtsberatung verfügt.
    Ich persönlich möchte nicht, daß von meinem Beitrag an den DSV und meinen Steuergeldern zwei so unsportliche Seglerinen mitsammt ihrem Trainer zur Olympiade fahren.

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