Olympia 2012 Taktik-Analyse: Patzer nach Führung für Schadewaldt/Baumann

Dramatisches 49er Rennen

Zu früh im ersten Rennen? Schadewaldt/Baumann segeln nach Einzelrückruf sehr spät zurück und werden nur 17.

Der Olympia-Auftakt der deutschen 49er Crew Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann verlief etwas zäh. Im ersten Lauf (ZDF-Übertragung) hielten die Kieler eine äußerst aggressive Position am Pin End, gingen bei Null über die Linie, hörten das Hupen für den Einzelrückruf, sahen dass zahlreiche Teams umdrehten und entschieden sich sehr spät, selber hinter die Linie zu tauchen. Zu spät. Mehr als ein 17. Platz war nicht mehr drin. Aber die Entscheidung war wohl richtig. Die Bilder der Übertragung sehen so aus, als wenn sie dabei gewesen wären.

Verpatzter Start oder nicht? Schadewaldt/Baumann liegen beim Start ganz rechts hinter dem Feld.

Besser lief es im zweiten Rennen ein vermeintlich verpatzter Start war ein wohl überlegter Steuerbord-Start hinter dem Feld und führte zu Rang zwei an der Luvtonne. Am Leegate schien allerdings schon wieder alles gelaufen. Der Gennaker wollte nicht herunter. Sie rauschten vom 3. auf den 12. zurück holten über die linke Seite aber wieder stark auf. Mit Platz 5 lässt sich arbeiten.

ZDF-Übertragung 1. 49er Rennen

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Olympia 2012 Taktik-Analyse: Patzer nach Führung für Schadewaldt/Baumann“

  1. avatar Christian sagt:

    Der erste Start war zu schön, um wahr zu sein… sie waren ca. 2 m drüber…

    Der 2. Start sah erst ganz mies aus, aber die Jungs hatten sich was überlegt. War ein super Plan, der voll aufging.

    TSB, go go go!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  2. avatar Philipp himself sagt:

    Go Los Maschinos, go los Baumos!!!

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  3. avatar Hans B. sagt:

    Der Frühstart von S/B im ersten Rennen war sehr knapp, aber es war einer. Das hat man deutlich gesehen. Diese Perspektive hatten die Jungs am Start natürlich nicht. Sie mussten sich auf ihr Gefühl verlassen und da die Amerikaner noch weiter rüber waren, waren sie natürlich unsicher und sind erst mal weiter gefahren. Man muss also die Entscheidung, doch noch umzudrehen, voll akzeptieren. Dass sie dann überhaupt noch wieder an das Feld rangefahren sind, ist schon eine tolle Leistung. Es zeigt, dass da Potential vorhanden ist und man hoffen kann.

    Außerdem glaube ich, dass es für die Jungs gar nicht so schlecht ist, wenn sie etwas verhaltener loslegen. Bei der WM in Zadar im Frühjahr haben sie am Anfang geführt und dann doch etwas Nerven gezeigt. So rum ist es besser. Das ist auch die Taktik, die sie dieses Jahr bei der Kieler Woche hatten.

    Was den zweiten Start anbelangt, ist es der sichere Weg, einen Frühstart zu vermeiden. Wenn man es richtig packt, kann so ein Steuerbord-Start hinter dem rechten Boot durchaus Vorteile bringen – wie man ja gesehen hat.

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    • avatar Christian sagt:

      “verhalten loslegen” ist gewiss nicht die Taktik, die sich S/B zurecht gelegt hatten… wer segelt schon absichtlich hinterher?

      Sie selbst habe es so formuliert: “Wir haben heute zwei teure Fehler gemacht”, räumte Steuermann Schadewaldt ein gewisses Maß an Auftakt-Nervosität ein, “wir wollten zwar aggressiv in die Serie starten. Allerdings nicht so.”

      Wie auch immer: Abgerechnet wird nach der letzten Wettfahrt. Und bis dahin können S/B hoffentlich ihr riesiges Potenzial ausschöpfen. Wir drücken die Daumen!!!!!

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