Olympia-Klassen: Kiter raus, Surfen drin. ISAF Gremium kippt Entscheidung

"Yeah baby yeah...we're back in!!!"

Beste Stimmung bei den Surfern. Moana Delle und Toni Wilhelm können eine weitere Olympiakampagne starten. © STG

Beste Stimmung bei den Surfern. Moana Delle und Toni Wilhelm können eine weitere Olympiakampagne starten. © STG

YEAH BABY YEAH…WE’RE BACK IN!!!:-), schreibt Toni Wilhelm auf seiner Facebook Seite. Unglaublich aber wahr, nach langem Hin und Her beim ISAF-Meeting in Irland hat am Ende die ISAF Generalversammlung überraschend nun doch wieder das RS:X Surfen für 2016 in das Olympiaprogramm aufgenommen. Damit nahm es die Entscheidung, die beim ISAF im Mai zugunsten der Kitesurfer getroffen worden war zurück.

Am Freitag war noch im ISAF Council die notwendige Dreiviertel-Mehrheit nicht erreicht worden, um die Diskussion wieder aufzunehmen, und die Windsurfer schienen endgültig draußen. Dass dann am Samstag noch die Generalversammlung eingriff, war von niemandem erwartet worden.

Moana Delle kann wieder lachen. Windsurfen bleibt olympisch. © Marina Könitzer

Moana Delle kann wieder lachen. Windsurfen bleibt olympisch. © Marina Könitzer

Die Nachricht wurde besonders für die deutschen Surfer Toni Wilhelm und Moana Delle mit großer Freude wahrgenommen. Von beiden Athleten, die bei den Olympischen Spielen die Medaillenränge als vierte und fünfte knapp verpassten, wird erwartet, dass sie eine weitere Olympiakampagne starten.

Für die Drachensurfer, die eigentlich bei den Abstimmungen nie direkt gegen die RS:X Surfer antreten wollten, ist die Entscheidung bitter. Sie waren sich schon relativ sicher, 2016 in Rio am Start zu sein. Ein Umdenken bei den ISAF Gremien war extrem unwahrscheinlich.

Allerdings schüttelten auch viele Beobachter den Kopf, als die Delegierten im Mai plötzlich die Kiter nach Rio schicken wollten. Durch Unstimmigkeiten bei der Abstimmung bis hin zu Korruptionsvorwürfen hatte das damalige Ergebnis ein Geschmäckle bekommen.

Modellathlet Toni Wilhelm könnte auch in Rio wieder um Edelmetall kämpfen. © Marina Könitzer

Modellathlet Toni Wilhelm könnte auch in Rio wieder um Edelmetall kämpfen. © Marina Könitzer

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28 Kommentare zu „Olympia-Klassen: Kiter raus, Surfen drin. ISAF Gremium kippt Entscheidung“

  1. avatar Claus sagt:

    …mit segeln, hat nun wirklich beides nix zu tun!

    Daher: egal!

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  2. avatar 123 sagt:

    Find ich auch biedes nicht so wirklic segeln.
    Und wann kommt das Starboot wieder rein?

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    • avatar Regatta sagt:

      Die Starboot-Entscheidung, steht Ende 2013 an, aber nicht von der ISAF, sondern IOC. Sieht aber so aus, dass es kommt!

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  3. avatar GER1692 sagt:

    Mit Segeln hat meiner Meinung nach beides nix zu tun, aber seit länger Zeit eine vernünftige Entscheidung bei der ISAF.

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  4. avatar WB sagt:

    Was für ein Affentheater. Wenn jetzt noch der Star wieder reinkommt ist der Wahnsinn komplett. Immerhin ist der RSX bei den Surfbrettern genauso überholt wie der Star bei den Booten. Es ist zum Verzweifeln, das solche alten Säcke, die soweit weg vom Sport sind und ihr eigenes ‘Süppchen kochen’, die Weichen für den Segelsport stellen. Das lähmt unseren Sport auf nationaler, internationaler und immer wieder auf olympischer Ebene. Wen wundert’s da, dass es mit dem Segelsport nicht vorwärts geht.

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    • avatar Uschi sagt:

      Schon meine Großmutter wusste: Wenn du keine Ahnung einfach den Mund halten…

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      • avatar WB sagt:

        Gut das es Leute wie dich gibt, die den Durchblick haben. Leider hört er ja beim Segeln häufig an der eigenen Bordwand auf oder findet seine Grenze in den beschränkten persönlichen Möglichkeiten nach dem Motto: „Wieso macht der was ich nicht kann?“

        Prima das die Macher dieser Plattform von diesem, in der konservativen Segellandschaft allgegenwärtigen Abgrenzungsgetue, abweichen und den Blick zum Horizont wagen.

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        • avatar Uschi sagt:

          Ach weißt du, wenn man fossile Bootsklassen segelt dann lernt man schon ne ganze Menge und das Können und Wissen endet längst nicht an der eigenen Bordwand. Im übrigen ist in den fossilen Bootsklassen das internationale Niveau so, dass deine Schilderungen auf Maulhelden zutrifft die meinen sie könnten mal eben in einer solchen Bootsklasse mitfahren…

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          • avatar WB sagt:

            Woher weiß denn die Uschi was ich segel und vor allem auf welchem Niveau ich segel ? Vielleicht sollte die Uschi zumindest mit so Titulierungen wie Maulheld etwas vorsichtiger sein.

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          • avatar Uschi sagt:

            Wenn du dich davon angesprochen fühlst dann kann ich nix dafür…

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    • avatar Janni sagt:

      Also mich faszinieren die Starboote, auch wenn ich noch nie einen Fuß auf eines gesetzt habe.
      Moderne, schnelle Trapezboote gibt es doch reichlich, mit den 470er, den 49er. Warum nicht mit einem Kielboot weitermachen, das sehr weit verbreitet ist.

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    • avatar Markus sagt:

      Sehr geehrter WB,

      unsere beiden Starboote sind deutlich älter als die die damit segeln. In dieser Hinsicht haben Sie richtig gedacht.

      Wir hatten als Verein eigentlich immer uns versucht von Olympischen Klassen fern zu halten. Zu nervig, zu teuer. Kurz nachdem wir die beiden Stare gestiftet bekamen wurden diese bei Olympia gestrichen. Das tut uns leid, das wollten wir nicht.

      Im Ernste: Was für ein wunderbares Boot. Sie sind unsere Aushängeschilder und nichts was wir sonst an Booten für unsere Mitglieder bereithalten wird so angenommen und bewundert wie der Star.

      Nur weil die Klasse alt ist, ist sie nicht unmodern. Ihre Äusserungen kann ich mir nur dadurch erklären, daß Sie noch nie Star gesegelt, aber vor allem noch nie einen Starbootsegler kennengelernt haben.

      Versuchen Sie es doch mal. Der Einstig in die Klasse ist günstiger als in den meisten anderen.

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      • avatar WB sagt:

        Verehrter Herr Markus,

        das manche ihrer Starboote im Club älter sind als dessen Segler glaube ich ihnen gerne. Danke für ihren Tipp mal mit einem Starboot zu segeln. Ich bin schon Starboot gesegelt …: aber haben sie Erfahrung mit modernem Segelgerät, also Skiffs, Katamaranen, Windsurfern und Kiteboards???? So rum wird ‚ein Schuh’ draus.

        Hätten Starboot und Finn nicht so eine bemerkenswerte Lobby, durch Entscheidungsträger, die häufig fast so alt sind wie die Boote, ständen sie sicherlich schon lange im Museum. Ich halte es für durchaus möglich, dass die Altherrenseilschaften in den nationalen und internationalen Verbänden – und natürlich der ISAF – den Star wieder zur Olympiade bringen. Fraglich ist wer eher das Zeitliche segnet, der (nicht nur olympische) Segelsport oder die vergreiste ‚Funktionärsgilde’ !?

        Sorry, das musste jetzt mal raus.

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        • avatar Markus sagt:

          Ich bin bisher gesegelt:
          Opti ( geht ja wohl nicht anders), Cadet, Finn, OK, Europe, Nacra, Topcat, Tornado, Int14, H Jolle, Drachen, KZV, Star.

          Der Star ist von allen das für mich interessanteste, anspruchsvollste und schönste welches ich bisher segeln durfte.

          Was ist denn modern? Wenn ich mit einem Int14 über das Wasser brettere ist es wie mit den Catamaranen: Jedes Mannöver kostet Zeit. Ich bevorzuge da taktisches Segeln.

          Wie sieht es denn zur Zeit aus?

          Für Ihre Ansprüche gibt es doch die 49er Familie.

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  5. avatar Christian sagt:

    Die ISAF ist sowas von einem peinlichen Chaotenladen. Man schämt sich als aktiver Regattasegler wirklich, von einem solche Verband vertreten zu werden. Leider gibt es derzeit keine Alternative.

    Schlimm ist gar nicht unbedingt die Auswahl an sich: ob nun Kiter oder Surfer, das ist mir persönlich nicht wichtig, und es gibt für beide Disziplinen Für und Wider. Schlimm ist jedoch die Art und Weise, wie bei der ISAF Entscheidungen zustande kommen bzw. sie immer wieder gekippt wedren. Unsäglich!!!

    Das Tüpfelchen auf dem i wäre nun die Wiederaufnahme des Starboots. Wie auch immer man zum Starboot steht: das ewige Hinundher der ISAF ist ein Armutszeugnis. Man könnte das IOC beinahe verstehen, wenn Segeln bei Olympia demnächst rausfliegt bzw. massiv zusammengestutzt wird.

    Zum Glück kann man sich im Segelsport an anderen Regatten als denen der olympischen Klassen erfreuen. Je ISAF-ferner, desto besser. Vendée Globe, du rettest meinen Tag…

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    • avatar WB sagt:

      Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

      Guck dir mal das Gruppenbild der “Entscheidungsträger” unter http://www.sailing.org/ an. Geschätzter Altersdurchschnitt um die 70, sehen aus wie aus der Muppet Show.

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    • avatar Drahtzieher sagt:

      Ja wirklich, was für ein Affentheater die Funktionäre da mal wieder veranstaltet haben. Höchst unprofessionell war das. Um die Inhalte der Diskussion/Entscheidung kann sich doch jeder seine eigenen Gedanken machen. Aber so sollten nunmal keine Entscheidungen in internationalen Verbänden gefällt werden. Dafür bekommen die einfach zu viel Geld und leider auch Macht. Wie wäre es denn, wenn es ein anderes Gremium gewesen wäre und Gegenstand der Diskussion der militärische Einmarsch in ein Land? “Wir sind einmarschiert! – äh, wartet mal, ähm vielleicht, ja doch – nicht!” Ein absoluter Witz. PS: Bitte nicht auf dem drastischen Vergleich rumhacken, aber manchmal sieht man am Rande des Absurden plastischer.

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      • avatar Christian sagt:

        normalerweise plädiere ich ja auch hier bei SR für eine gewisse verbale Mäßigung. Aber je länger ich über die Sache nachdenke, desto mehr hab ich das Bedürfnis, der ISAF dies hier mitzuteilen:

        Fuck you, ISAF!

        Das versteht hoffentlich z.B. auch jener Volltrottel von spanischem Delegierten, der im Frühjahr aus Versehen für die Kiter gestimmt hat, weil er des Englischen nicht so ganz mächtig ist. Das ist symptomatisch für das Affentheater, das die ISAF-Gremien regelmäßig liefern.

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  6. avatar matti sagt:

    Immerhin waren die beiden deutschen Surfer mit Platz vier und fünf die besten Athleten im 2012-Olympia-Segelteam:
    http://www.spiegel.de/sport/sonst/sommerspiele-2016-surfen-bleibt-olympisch-a-866532.html
    Und, weils manche noch nicht wissen: Der Windsurf-Wave-Weltmeister 2011 und 2012 heißt Philip Köster und ist 18 und ein Deutscher
    http://www.spiegel.de/sport/sonst/surfen-philip-koester-ist-weltmeister-im-wellenreiten-a-856858.html
    Ich weiß nicht, wie es da überhaupt zwei Meinungen geben kann: Surfen ist einfach geil.

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    • avatar Christian sagt:

      matti, darum gehts ja gar nicht. Surfen ist bestimmt geil. Kiten auch.

      Worum es geht, ist, dass ein paar inkompetenten Funktionären vollkommen egal ist, was ihr HinundHer für die aktiven Sportler und deren Zukunftsplanung bedeutet. Heute hü, morgen hott.

      Es ist keinerlei Linie in den ISAF-Entscheidungen zu erkennen. Reines Zufallsprinzip. Sollen sie doch gleich würfeln. Das wäre wenigstens ehrlich.

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      • avatar matti sagt:

        Stimmt Stimmt. Aber trotzdem … oder gerade … wie können wir das denn ändern?

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      • avatar Drahtzieher sagt:

        Mit Zufall hat es glaube nicht so viel zu tun. Das sieht für uns so aus. Aber es geht Funktionären meistens eben auch nur um Macht und grants. Und mitnichten um “den Sport”.

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  7. avatar Florian sagt:

    Wer an selbstlose Ehrenmänner als Sportfunktionäre glaubt, der glaubt wohl noch an Märchen.

    Wer die beste Lobbyarbeit macht (offen oder auch im Verborgenen) bekommt den Zuschlag.
    Nicht-wissende Delegierte sind hierbei ein gutes Mittel, um einfachen Zustimmung zu erhalten und anders wo anzutreffen.

    Wozu gibt es denn sonst den Beruf des Lobbisten? und des Funktionärs in der Politik, wie auch im Sport?
    Die Entscheidung, welche Klasse olympisch ist, ist einfach das größte Geschäft im Wassersport.
    Verbale Entgleisungen helfen da gar nichts!!

    Ich habe schon genug Funktionäre gesehen, die im Glashaus sitzen und Steinen schmeissen 😉

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  8. avatar Tobias sagt:

    Als aktiver Kiter, und langjähriger Windsurfer, kann ich nur sagen, dass Olympia in der Szene eher belächelt wird. Das Material, was dort übers Wasser bewegt wird, würde kein Surfer freiwillig fahren – geschweige denn kaufen.

    Insofern würde es sicher Niemanden (außer den paar Akteuren) auffallen, wenn weder Windsurfen noch Kiten bei Olympia ausgetragen würde. Anstattdessen kann gerne noch eine richtige Segelklasse hinzu genommen werden…

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  9. avatar armchairadmiral sagt:

    Mann, Mann, Mann,
    zum Teil wird hier ja sehr persönlich getextet.

    Für unsere beiden sympathischen Surfer freut es mich, dass sie noch eine Chance bekommen.

    Das interessanteste Ergebnis aus Irland ist doch aber, dass es eine Bestandsgarantie auch für 2020 für einige Klassen gibt! Da macht dann ein langfristig geplantes Aufbauprogramm endlich Sinn.
    So ein Mist wie der Rauswurf der extra entstandenen Bootsklasse Elliot 6 als Frauen-Matchrace-Boot nach einem Event muss vermieden werden, um die Clubs, Förderer und auch Verbände vor allem die Aktiven vor zu großen Unsicherheiten zu schützen!

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  10. avatar Markus sagt:

    Und genau dieses Thema: Funktionäre.

    Schauen Sie sich doch bitte alle mal an wer als Funktionär bei der ISCYRA und den jeweiligen Flotten sich engagiert.
    Dann werden Sie verstehen warum wir so erfolgreich sind.

    Der Fehler der ISCYRA bei der letzten ISAF Entscheidung war übrigens einen Vorschlag ausgearbeitet zu haben der einen Modus für alle versuchte zu finden. Alle anderen haben nur für sich gekämpft, wie zb die 470er, die haben meines Wissens nach sich zb einen Anwalt genommen.

    http://www.starclass.org/officers.shtml

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