Starboot Weltmeisterschaft: Scheidt/Prada mit drittem Titel, Stanjek/Kleen 11.

Revanche für Olympia

Robert Scheidt und Bruno Prada zeigen ihren dritten Starboot-WM-Titel an. © Pierrickcontin.fr/Coych

Robert Scheidt und Bruno Prada haben ihren Titel als Weltmeister in der Starboot-Klasse verteidigt und damit zum dritten Mal eine der wichtigsten Meisterschaften im Segelsport gewonnen. Die Brasilianer retteten in Hyères zwei Punkte Vorsprung vor den Briten Ian Percy und Andrew Simpson ins Ziel.

Die olympischen Silbermedaillen Gewinner nahmen damit erfolgreich Revanche für die Niederlage in Peking. Percy/Simpson hatten die Woche mit den sechs altmodischen Lang-Wettfahrten mit zwei Tagessiegen dominiert, waren aber nach einem 17. Platz mit zwei Punkten Rückstand in das Finalrennen gestartet.

Scheidt/Prada waren nie erster im Ziel aber lagen insgesamt vorne. © Pierrickcontin.fr/Coych

Eine typische Match-Race-Konstellation. Scheidt musste zusehen, dass die Gegner nicht unter 17 segelten. Es funktionierte, obwohl Percy mit Steuermann Ben Ainslie immerhin 2010 Match Race Weltmeister war. Im letzten Rennen wurde Scheidt 39., Percy 38, beide segelten ihre Streicher.

Die Briten hatten Glück, dass sie nicht noch Silber verloren. Denn der drittplatzierte Däne Michael Hestbaek, ex Taktiker beim United Internet Team Germany, segelte auf Rang drei und lag schließlich mit Claus Olesen nur einen Punkt hinter Percy.

Die Olympiasieger Ian Percy und Andrew Simpson beherrschten die Woche, mussten sich aber doch geschlagen geben. Percy segelt seit seinem Rückenschaden in Perth mit Manschette. © Pierrickcontin.fr/Coych

Der Sieg im letzten Rennen gelang Laser- und Star-Altmeister Hubert Merkelbach aus Überlingen am Bodensee. Insgesamt landete der Arzt auf Platz 35 von 72 Schiffen. Beste Deutsche wurden die Olympioniken Robert Stanjek und Frithjof Kleen auf Rang 11. Nach zwei achten Plätzen zu Beginn gelang den Vize-Weltmeistern ihnen keine Top-Ten-Resultate mehr. Johannes Polgar und Markus Koy wurden 16.

Die spannenden Kämpfe fanden um die verbliebenen vier Olympiaplätze statt, die noch nicht bei der WM 2011 verteilt worden waren. Den ersten Spot sicherten sich souverän die spät in die Qualifikation eingestiegenen Dänen. Das zweite Ticket geht an den ex Star-Weltmeister und “Container”-Taktiker Hamish Pepper mit Jim Turner auf Platz sieben vor den Griechen Papathanasiou/Tsotras (8.) und Kroatien. Beide kroatischen Teams liegen punktgleich auf den Plätzen 12 und 13.

Der spanische Tornado Olympiasieger Fernando Echavari verfehlte das Ticket um nur einen Punkt. Der österreichische Altmeister Hans Spitzauer schrammte um zwei Zähler vorbei.

Ergebnisse

Eventseite

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *