On-Board-Reportage: Dongfeng Race Team näher, intensiver, emotionaler

Mittendrin statt nur dabei!

Yann Rious Berichterstattung über das „Dongfeng Race Team“ von Bord des VO65-Racers während „Round Britain Race“ ist atemberaubend und verspricht später spannende Unterhaltung während des Volvo Ocean Races.

Spätestens seit dem letzten Volvo Ocean Race wurde allen Beteiligten klar: Der Schlüssel zum Erfolg von Hochsee-Teamregatten liegt bei einer möglichst intensiven Berichterstattung… von Bord! Je näher Leser und Zuschauer am Geschehen an Bord “dran sein” können, je mehr sie in die Crew-Arbeit förmlich integriert werden, desto höher ist das Interesse und die Aufmerksamkeit innerhalb der Zielgruppe.

Eine Erkenntnis, die – soweit möglich – auch von den Vendée-Globe-Medienexperten aufgenommen und umgesetzt wurde, wenn auch mit anderen Stilmitteln. Bei der Vendée Globe begeisterte vor allem eine akribische Medienarbeit vor dem Start mit teils nie zuvor gesehenen Filmaufnahmen vom Leben „an Bord“ und mit emotional geladenen Fotografien, die den Alltag der (trainierenden) Seehelden minutiös aufzeichneten. Gemischt mit den „Selfie“-Aufnahmen der Vendée- Segler später bei ihrer Weltumseglung ergab dies einen Medienmix, der zu den erfolgreichsten Segelberichterstattungen aller Zeiten führte.

Deshalb fährt auch beim kommenden Volvo Ocean Race wieder in jedem Team ein „Medien-Crewmitglied“. Es wird allerdings nicht mehr vom Team organisiert sondern vom Veranstalter und soll dadurch eine größere Unabhängigkeit haben. Erhofft werden auch mal die unbequemen Geschichten vom Leben an Bord. Und das so nah wie möglich, bitteschön.

Der 38jährige Yann Riou ist einer dieser Reportage-Spezialisten. Er war schon bei der letzten VO-Ausgabe im „Groupama Sailing Team“ als Fotograf und Filmer dabei und wird bei der kommenden Ausgabe das „Dongfeng Race Team“ begleiten.

Riou besteht derzeit, genau wie die segelnde Crew, beim Round Britain Race eine Art „Generalprobe“ auf dem nagelneuen VO 65-Renner. Mit seinem spannenden Drei-Minuten-Film zeigt er in kurzen Sequenzen eingehend “Leid und Freud” während dieser Starkwind-Regatta. Und seine Fotografien sprechen buchstäblich Bände.

Yann Riou beim letzten VO © groupama

Yann Riou beim letzten VO © groupama

Natürlich wird nicht jede Etappe des anstehenden Volvo Ocean Races emotional so geladen sein wie diese Regatta rund Großbritannien, doch versprechen Qualität und die Geschwindigkeit der Bereitstellung höchst spannende und beeindruckende Unterhaltung, sobald die VO-Flotte gestartet sein wird. Jetzt schon „chapeau“ vor den Leistungen der VO-Mediencrew.

Oder anders formuliert: Schon mal versucht, bei 8 Beaufort in Fünf-Meter-Welle im 20-Knoten-Geschwindigkeitsrausch (mit was anderem als einer GoPro) zu drehen bzw. fotografieren und später unter Deck ein Filmchen zu schneiden, mit herzallerliebster Musik zu hinterlegen, während nebenan die Freiwache vorm Klo Schlange hockt und sich dabei ein Süppchen wärmt?  Eben!

avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier
Spenden
https://yachtservice-sb.com

4 Kommentare zu „On-Board-Reportage: Dongfeng Race Team näher, intensiver, emotionaler“

  1. avatar Jörg sagt:

    Das er die Filmchen selbst schneidet ist recherchiert?
    Hätte vermutet, dass da Rohmaterial von Bord kommt…

    Wenn dem so ist – dann allergrössten Respekt! Bin gespannt – so oder so!

    Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 2

    • avatar boatsailing sagt:

      Das glaube ich nicht, allein weil es schwer sein dürfte das ganze Rohmaterial über eine Sateliten-Datenverbindung auf offenem Ozean zu senden…

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Schön die Stimmung eingefangen! Aber ich dachte immer, die essen mit Stäbchen 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

  3. avatar dubblebubble sagt:

    Naja, die kümmerliche VG Coverage sollte man nicht gerade als Benchmark sehen. Ausser ein paar – auf ihre Art wieder ganz süße – selbstgedrehte Filmchen von Bord und spärlichen Trackeraktualisierungen war da eindeutig zuviel Material aus der Konserve dabei.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *