Palma Week: Buhl führt Laser-Feld an, Heil/Plößel liegen im 49er auf Platz zwei

Beste Laune

Zur Mitte der Princess Sophia Regatta in Palma belegen zwei deutsche Boote Spitzenpositionen. Besonders die Laser und 49er sind gut drauf. Es gibt aber auch schon Enttäuschungen.

Phillip Buhl ist nach seinem Laser Weltcup-Sieg in Miami weiterhin in Höchstform. Nach drei Tagen hat er bei der Princess Sophia Regatta in Palma die Führung im Feld der 163 Laser übernommen. Nach der Serie 6/3/3/1 in der Qualifikation legte er 15/4 in den ersten beiden Goldfleet-Rennen nach und hat damit eine solide Ausgangsposition für die nächsten Tage.

Entspannung will bei dem Bayer aber längst nicht aufkommen. “Da gibt es immer noch etwas, was mir Angst macht”, schreibt er. “Ich bin schon oft gut in diese Regatta gestartet. 2013 und 14 war ich jeweils erster und dritter nach der Qualifikation. Aber dann wurde ich zweimal 11. Nun ist es Zeit, das zu ändern.”

Stark ist auch Trainingspartner Tobias Schadewaldt in der Laserflotte unterwegs. Der Olympiastarter im 49er 2012 kommt in seiner alten Klasse auf internationalem Parkett immer besser in Form und liegt nun auf Rang zehn. Er könnte sein erstes Medalrace auf dem höchsten Niveau erreichen.

Nur wenige Spitzenleute fehlen beim europäischen Saisonauftakt, auch wenn die Regatta wie die Kieler Woche ihren Weltcup Status verloren hat. Aber immerhin zählt Palma als wichtige Qualifikationsregatta für den ersten Europa Weltcup in Hyères, bei dem nur noch 40 Boote zugelassen sind. DSV intern wird in Palma auch die Qualifikation für die Pre Olympics in Rio ausgesegelt.

Es geht also um einen echten Höhepunkt, bei dem die Früchte für die harte Winterarbeit geerntet werden sollen. So will insbesondere das deutsche 49er Vorzeige-Duo Erik Heil und Thomas Plößel die unglückliche WM 2014 und das verpasste World Cup Medalrace in Miami vergessen machen.

Die Europameister hoffen, in Palma wieder einmal zu zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg für die ganz großen Erfolge sind. Und es scheint so, als passt diesmal sehr viel zusammen. Denn in den ersten drei Tagen segelten sie unglaublich stark und belegen hinter dem seit Jahren unschlagbaren Kiwi Duo Burling/Tuke  Platz zwei schon 19 Punkte vor den nächsten Verfolgern.

Dabei ist die Leistung der Trainingspartner Justus Schmidt und Max Boehme noch bemerkswerter. Sie scheinen nach einer längeren Durststrecke endlich den Durchbruch in die Weltelite schaffen zu können und liegen zurzeit nach einer soliden Serie sensationell auf Rang sechs.

Auch bei den 49er FX Frauen ist noch vieles möglich. Die vier deutschen Spitzenteams kommen nach Anfangsschwierigkeiten langsam in Fahrt. Tina Lutz und Susann Beucke haben sich mit dem letzten Rennen auf den 8. Medalrace Platz vorgeschoben. Aber die Görge Schwestern können sich nach dem überraschenden Erfolg in Miami auch auf höchstem Niveau halten und liegen als 12. nur drei Punkte dahinter. Jurzok/Lorenz (20.) und Meyer/Stoffers (24.) bleiben zurzeit noch hinter den Erwartungen zurück.

Enttäuschend ist die Palma Week schon jetzt für Gerz/Szymanski im 470er verlaufen. Sie hatten in der Vorbereitung starke Ergebnisse geliefert und schienen eigentlich gut in Form zu sein. Nun verpassten sie aber sogar die Goldflotte. Wagner/Baldewein liegen auf Rang 18. und die Autenrieths sind 26.

Auch die 470er Frauen haben sich nach diversen internen Wechseln noch nicht signifikant verbessert. Mit den Plätzen 19. 28. und 30 sind sie nach wie vor so weit von den Top Ten entfernt wie auch der beste deutsche Finn Segler Phillip Kasüske als 29.

Besonders übel lief es auch für die Laser Radial Hoffnungsträgerin Svenja Weger. Die Europameisterin ist als 62. in die Silber-Flotte abgerutscht.

Im Nacra 17 haben die Neueinsteiger Jan Hauke Erichsen und Lea Spitzmann nach einer ordentlichen Qualifikation die Goldflotte geschafft, müssen dort aber Lehrgeld zahlen. Im 55 Boote Feld liegen sie auf Platz 26. Kohlhoff/Werner verpassten den Sprung ins Oberhaus nach zwei Ausfällen am ersten Tag.

Bei den RSX Surfern hätte Toni Wilhelm noch für Top Platzierungen sorgen können. Er lässt die Regatta nach einem intensiven Training auf Zypern und einer harten Kraftaufbau-Phase allerdings aus.

Ergebnisse Palma Week

Erster Tag:

Zweiter Tag:

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Carsten Kemmling

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