Paralmpics: Heiko Kröger übt Kritik bei der ARD- Schwarzer Tag für das Sonar-Team

"Das ist ein Armutszeugnis"

Nach einem soliden Tag in der Guanabara Bay für Heiko Kröger, den er mit zwei Punkten Rückstand zu Gold beendete, ärgert er sich im TV-Interview mächtig über Thomas Bach.

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Das 2.4-Feld unter dem Zuckerhut. © Richard Langdon

Heiko Kröger (50) nutzt die Aufmerksamkeit bei den Paralympics, um seine kritische Anmerkungen loszuwerden. Im Gespräch mit dem ARD-Reporter bekräftigt er sein Unverständnis für den Rauswurf des Segelns aus dem Paralympics 2020.

Er ärgert sich aber auch über die schlechte Infrastruktur für die paralympischen Segler in Rio, die startenden und landenden Flugzeug, die Rennen beeinflussen. Außerdem bekundet er seinen Unmut gegenüber IOC-Präsident Thomas Bach, der nicht bei den Paralympics erscheint.

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Kröger versucht auf dem schwierigen Segelrevier den Überblick zu behalten. © Richard Langdon

Dieser Nebenkriegsschauplatz scheint ihn aber nicht bei seiner eigentlichen Aufgabe zu stören. Er will in Rio Gold holen, und auch nach dem zweiten Tag, der bei starkem Wind und auflandiger Welle absolviert wurde, liegt er voll im Plan.

Zwar lief besonders das zweite Rennen überhaupt nicht nach Plan, als er nach schlechtem Start und späterem Penalty im Ziel nur noch ein Boot hinter sich hatte. Aber er schlug stark zurück mit Rang zwei und liegt zurzeit auf der Bronze-Position zwei Punkte hinter der führenden Britin, die im zweiten Rennen des Tages disqualifiziert wurde.

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Kröger vor der führenden Britin. © Richard Langdon

Kröger sagt: „Das war ein schwieriger Tag. So richtig wollte es nicht klappen. Im zweiten Rennen habe ich mir wahrscheinlich was am Ruderblatt eingefangen, das mich die ganze Zeit behindert und ausgebremst hat. Ich bin nicht wahnsinnig zufrieden mit meiner gestrigen Leistung“.

Einen deutlich schwärzeren Tag erwischte dagegen das Sonar-Team. Nach den Plätzen 6/8/10 im 14-Boote-Feld rutschte es auf Platz acht ab. Nach häufig gutem Beginn rutschte das neu formierte Team von Lasse Klötzig, Jens Kroker und Siegmund Mainka auf Platz acht zurück. Fünf Rennen vor Schluss hat es einen Rückstand von neun Punkte auf Bronze.

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Bei stärkerem Wind und Welle, war das deutsche Team nich so gut unterwegs. © Richard Langdon

Klötzig sagt: „Wir sind gut gestartet, haben aber in den Rennen ein paar Fehler zu viel gemacht und sind deshalb natürlich nicht zufrieden. Für uns war es mit der Welle und dem Wind schwierig, weil wir in diesen Bedingungen nicht trainiert haben und die Abstimmung nicht gepasst hat.“ Das Sonar Team hat überwiegend auf dem Müggelsee trainiert, wo nicht die Wellenbedingungen anzutreffen sind, die diesmal unüblicherweise in der Guanabara-Bucht herrschten.

Heutige Startzeiten für die Segler (MESZ):
Sonar: 17.00 Uhr, drei Rennen
2.4mR: 17.10 Uhr, drei Rennen

Live Tracking 2D

Ergebnisse Paralympics Rio 2016

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Die Sonar-Flotte im Schatten des Corcovado. © Richard Langdon

 

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Carsten Kemmling

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