Rio Verschmutzung: Heiko Kröger berichtet über die Zustände beim Training

"Tote Ratten und Präservative"

Heiko Kröger hat in einem Interview mit dem NDR nach dem schockierenden Video  aus dem Trainingslager aus Rio bei seiner vor-Ort-Analyse des Olympia-Reviers nachgelegt.

Heiko Kröger

Heiko Kröger mit seinem 2.4 beim Training auf dem Olympia-Revier. © Kröger

Der 49-jährige Paralympics Sieger sagt: “Die Wasserqualität ist nach wie vor indiskutabel, das Wasser ist unfassbar dreckig. Hausmüll, Fäkalien, tote Ratten und Fische und Präservative – das ist schon sehr ekelig. Dazu kommen Stühle, große Kisten, Äste und Baumstämme, die es für das Segeln richtig gefährlich machen.”

2.4 mR Altmeister Heiko Kröger  © Marina Könitzer

2.4 mR Altmeister Heiko Kröger © Marina Könitzer

Ein Verzicht, die Wettkämpfe vor Rio zu bestreiten, komme für ihn aber nicht in Frage. “Dann klappt das Förderpaket zusammen – und ich habe ja eine Verantwortung gegenüber den Sponsoren.” Aber er werde danach wohl nie wieder dort segeln. “Es würde viele gute Gründe für einen Boykott geben, aber den müsste der DOSB beschließen. Ich bin maßlos enttäuscht von den Weltsportverbänden und dem IOC, weiß aber, dass sie Olympia niemals absagen würden.”

Außerdem ist der für die Segler geplante Hafen längst nicht wie versprochen fertiggestellt und die Viren- und Bakterienkonzentration im Wasser soll 20.000-fach über den von der Weltgesundheitsorganisation WHO akzeptierten Werten liegen.

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3 Kommentare zu „Rio Verschmutzung: Heiko Kröger berichtet über die Zustände beim Training“

  1. avatar Theo Scheurmann sagt:

    Warum zieht niemand die Konsequenzen, hier könnte sich jetzt einmal Verband ob Segler oder Ruderer einmal für die Gesundheit der Athleten einsetzen! Wie wäre es mit einer zwar kurzfristigen aber sicher möglichen, alternativen Wasser Olympiade.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 2

  2. avatar Dietmar Pinck sagt:

    Schade das Sportler geopfert werden, nur weil die Verantwortlichen satt und träge außerhalb aller Bakterien und Vieren die das Wasser belasten ,ihr alkoholisiertes Getränk verzehren!!! – wissend, dabei ihre Gesundheit nicht zu opfern! Das somit nicht verdiente Geld fließt ja aufs Konto.
    Sportler – habt den Mut zum Boykott!!!

    Dietmar Pinck

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 2

  3. avatar lauterbach sagt:

    zum boykott aufrufen sind sie wieder alle viel zu feige, denn das liebe geld der sponsoren wäre ja dann in frage gestellt – ich würde jedenfalls in so einer scheisskloake nicht segeln.

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