Rio Verschmutzung: Massives Fischsterben beim Olympiarevier

Es wird nicht besser

In der Bucht von Rio sind Tausende toter Fische an Land getrieben worden. Die Wasserverschmutzung soll der Grund sein.

Rio Verschmutzung

Fischsterben in der Bucht von Rio 20 Meilen entfernt vom Segelrevier.

Das olympische Segelrevier von Rio kommt nicht aus der Schusslinie. Nun sind rund 20 Meilen entfernt Massen toter Fische, überwiegend kleine Sardinen, gefunden worden.

Die Presseagentur AFP berichtet, dass es schon im Oktober 2014 und im Februar 2015 ein großes Fischsterben in der Bucht gegeben habe. 12 Tonnen Fisch mussten entfernt werden.

Die Behörden hätten daraufhin die tropische Hitze für das Phänomen verantwortlich gemacht. Und diesmal haben sie die Theorie geäußert, dass Fischer die toten Tiere als Köder ins Wasser geworfen haben, um größere, wertvollere Fische zu fangen. Aber andere Gründe als die Wasserverschmutzung werden inzwischen massiv angezweifelt.

Im April 2015 hat es auch auf der Ruder-Regattastrecke, in der mit dem Atlantik verbundenen Rodrigo-de-Freitas-Lagune, ein Massensterben von Fischen gegeben. 21 Tonnen Fischkadaver mussten entsorgt werden.

Für die Olympischen Segelregatten im August hatte die Regierung umfangreiche Säuberungsmaßnahmen angekündigt. Aber inzwischen musste sie eingestehen, die Ziele nicht erreichen zu können. Dennoch behaupten Behörden-Vertreter, dass die Regattastrecken sauber sein werden und die Athleten keinerlei Gesundheitsrisiken ausgesetzt werden.

Zuletzt hatte der Fall von 49er Segler Erik Heil für Aufsehen gesorgt, der mit Entzündungen an Beinen und Hüfte im Krankenhaus behandelt werden musste. Er sagte danach zur Situation: “Thomas und ich überlegen, mit Plastiküberzügen aus dem Hafen zu segeln und dann weiter draußen die normalen Neopren-Schuhe anzuziehen. Außerdem bin ich dafür, dass für alle noch kommenden Rio-Einsätze ein Mannschaftsarzt für die deutschen Segler mit fliegt, um Krankheiten direkt behandeln zu können.”

 

 

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