Video: Team New Zealand steckt Spibaum in die Mascalzone Yacht

Loch im Rumpf. Italiener aufgespießt

Die Louis Vuitton Series in Dubai ist mit einem Big Bang eröffnet worden. Am ersten Tag kollidierte das Team New Zealand spekatkulär mit Mascalzone Latino, indem es mit dem Spinnakerbaum ein Loch in die Bordwand des Bordwand stach.

Es war ein unschöner Kontakt zwar, der auch weniger glimpflich hätte verlaufen können. Aber eigentlich konnte der Veranstaltung kaum etwas Besseres passieren. PR Strategen mögen den Crash choregrafiert  haben. Denn der Spinnakerbaum sticht schon fast anmutig, sauber durch die Kohlefaser-Hülle.

Die Spibaum-Lanze der Kiwi-Yacht hat ein ordentliches Loch in den Gegner gebohrt. Die Bootsbauer haben die Ränder des Lecks begradigt, um es suaber zu verschließen. © Paul Todd/outsideimages.com/Louis Vuitton Trophy

Anders könnte man kaum Aufmerksamkeit für die surreale Veranstaltung in Dubai kreieren. Zwar duellieren sich die besten Profisegler der Welt in Dubai, aber bei der Wahl der Waffen fühlt man sich in einen Historien-Film zurück versetzt. Es wird quasi mit Hinterladern gekämpft obwohl modernere Waffen zur Verfügung stehen.

Die alten Bleitransporter sind definitiv out. Dann kann man sie auch zerschroten mögen sich Dean Barker und Gavin Brady gedacht haben, als sie ihr Tänzchen an der Luvtonne aufführten. Mascalzone Steuermann Brady wollte noch in Luv am Gegner vorbei schlüpfen. Aber er erhielt schon für den Versuch eine Strafe und nach der Kollision noch eine weitere.

Der Schaden von innen. Ein sauberes Loch in der Bordwand. © Paul Todd/outsideimages.com/Louis Vuitton Trophy

In einer Verhandlung an Land wurde dem Kiwi Steuermann des italienischen Teams gar ein Punkt abgezogen, quasi für „gefährliches Spiel“. Den Neuseeländern wurde mit der gleichen Begründung ein halber Punkt abgezogen, obwohl sie im Recht waren. Aber diese Bestrafung ist im Match Race üblich, um das geliehene Bootsmaterial zu schonen.

Der Schaden von außen. Gut, dass niemand von dem Rammsporn getroffen wurde. © Paul Todd/outsideimages.com/Louis Vuitton Trophy

Das Schiff konnte jedenfalls repariert werden und ist wieder im Einsatz. Jochen Schümann hatte mit seinem All4One Team keinen guten Start in die Serie. Er musste zwei Niederlagen gegen BMW Oracle hinnehmen. Der Wettkampf läuft noch bis zum 27. November und wird live im Internet übertragen.

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Carsten Kemmling

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