Röttgering beim Atlantik-Rennen AZAB: Die Highlights aus dem FANFAN!-Blog

"Im Traum erschien Jürgen Drews..."

Spireparatur unter Deck. Ansonsten ging nicht viel kaputt. © seefieber.de

Uwe Röttgering hat die Rücketappe des Amateur-Offshore-Rennen AZAB von den Azoren nach Falmouth in sieben Tagen und sieben Stunden absolviert. „In dieser Zeit haben wir 1.264sm durchs Wasser geloggt“, schreibt er auf seinem Blog.

“Wenn ich 
richtig gerechnet habe, entspricht das einem durchschnittlichen Etmal von 
173,48 sm (7,23 Knoten). So schnell war FANFAN! über eine solche Distanz noch 
nie und wird es vielleicht auch nicht mehr werden.“

Im Gegensatz zum Hintörn war Röttgering diesmal mit Begleitung unterwegs. Er schreibt über den neuen Mitsegler: „Wolfgang setzt an Bord nicht nur kulinarisch Akzente. Auch was die 
Körperhygiene anbetrifft, werden hier neue Maßstäbe gesetzt.

Nach etwas über 
drei Tagen auf See war bei ihm die erste Cockpitdusche fällig. Auch wenn ich 
schon über 30 Tage ohne Dusche überlebt habe, habe ich mir einen Teekessel 
warmen Wassers über den Kopf geschüttet, um nicht als Ferkel dazustehen.“

Auch bei der Ernährung machte sich die Zweisamkeit für den Weltumsegler positiv bemerkbar. „Die Verpflegungssituation hat sich mit dem Zugang Wolfgangs hier an Bord 
erheblich verbessert. Gestern gab es einen frischen Salat.

Ich hatte schon 
Bedenken, dass mein auf Dosenmampf konditionierter Körper mit einem 
allergischen Schock reagiert, wenn ihm Vitamine zugeführt werden, doch es 
ist alles gut gegangen. Aber als er mir heute Mittag eine Apfelsine 
angeboten hat, habe ich aber sicherheitshalber dankend abgelehnt. Man kann ja 
nie wissen…“

Erfinderisch - der Gennaker wird wie ein Spi gefahren, um mehr Tiefe bei gutem Speed laufen zu können @ www.seefieber.de

Röttgering ist ein bekennender nachts-unter-Gennaker-Gegner. Aber zu zweit ist die Blase im Dunkeln öfter oben, als ihm lieb ist. Das hat erstaunliche Auswirkungen:

„Da wir die ganze Nacht 
schon unter Gennaker segeln, habe ich alles andere als ruhig geschlafen. Im 
Traum ist mir gar Jürgen Drews erschienen und wollte mir seine 31 Fuß 
Rennyacht für 200.000 Euro verkaufen. Mitten in den Verkaufsverhandlungen 
bin ich zum Glück wach geworden. Eine Rennyacht von Jürgen Drews – das geht 
gar nicht…“

Wolfgang, der Co-Skipper von Uwe Röttgering, setzt(?) neue Standards auf FanFan @ www.seefieber.de

FANFAN! war wie bei der Hin-Regatta schnell unterwegs auch wenn das Bild wenig Anstrengung Glauben macht. Aber das war sicher nur eine gestellte Aufnahme, um die Konkurrenz in Sicherheit zu wiegen.

Röttgering schreibt dazu: „Hardcoresegeln heute – Uwe liest im Feuilleton der Frankfurter 
Allgemeinen Sonntagszeitung, während Wolfgang simultan an einem PC 
Zwölftonmusik komponiert und am anderen PC einen Krimi mit dem Titel 
”Ökonomischer Transformationsprozeß in Bulgarien am Beispiel des 
Hütchenspielers Pavel K.” schreibt.“

Die ewige Diskussion über die Haltbarkeit von Foliensegel bekommt wieder Nahrung @ www.seefieber.de

Seine Gesamt-Bilanz: “Das Wetter war gut wie 
selten. 
Sehr erfreulich ist die Schadensbilanz der letzten 2.600 Seemeilen: eine 
Segellatte ist verloren gegangen und der Spi hat zwei Löcher bekommen. 
Reparaturkosten zusammen keine 10 Euro. Teuer war der Segelverschleiß meiner 
neuen Membransegel. Die Genua zeigt deutliche Verschleißerscheinungen und 
wenn ich den Preis des Segels auf die voraussichtliche Lebensdauer umlege, 
dann komme ich auf Kosten von – ach, reden wir nicht drüber…”

Noch vieles mehr nachzulesen und anzuschauen unter blog.seefieber.de

 

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Carsten Kemmling

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