Route du Rhum: Wie Loick Peyron das 31,50-Meter-Monster “Banque Populaire VII” beherrscht

Strippenzieher

Loick Peyron onboard the Maxi Trimaran Solo Banque Populaire VII in preparation for "La Route du Rhum".

Loick Peyron wird den verletzten Armel Le Cleac’h auf dem 70-Fuß-Trimaran bei der legendären Solo-Transatlantik-Regatta ersetzen. Bilder der ersten Trainingseinheiten.

Der „große Kleine“ macht seinem Ruf als „Mr. Multihull“ mal wieder alle Ehre. Nachdem der 55jährige zunächst das (eigentlich nicht minder spannende) Route-du-Rhum-Projekt auf dem eher kurzen 30-Fuß-Trimaran-Klassiker „Happy“ in Angriff genommen hatte – mit Sextant als einzigem Navigationsmittel die Klassiker-Wertung gewinnen – springt er nun für den an der Hand  verletzten Armel Le Cleac’h auf dessen Mega-Trimaran Banque Populaire VII ein (SR berichtete)

Loick Peyron zieht in der Mulithull-Szene an fast allen Strippen © delaunay

Loick Peyron zieht in der Mulithull-Szene an fast allen Strippen © launay

Kontrastprogramm: Vom eher beschaulichen, historischen „Gelben“ aus Holz ohne jeglichen technischen Firlefanz auf den riesigen „Blauen“, ein VPLP Karbon-Mega-Trimaran, ausgestattet mit allerneuestem High Tech.

Der französische Fotograf Christophe Launay „begleitet“ Loick Peyron schon seit Jahren und arbeitet zudem häufig für „Banque Populaire“. Er war bei den ersten Trainingsschlägen des Meisters auf „BP7“ dabei  – bei eher leichten Winden kamen so eindrucksvolle Portrait-Studien in den Kasten.

 

 

 

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17 Kommentare zu „Route du Rhum: Wie Loick Peyron das 31,50-Meter-Monster “Banque Populaire VII” beherrscht“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    Einfach nur purer Respekt: Sich mit 55 Jahren auf solch ein Riesenschiff alleine zusetzen um über den Atlantik zu racen.

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    • avatar x-claim sagt:

      Ist das nicht schon wieder Altersdiskriminierung! Was er mit 55 Jahren an vermeindlichen körperlichen Einschränkugen auch immer zu bewältigen haben mag, das macht er mit seiner Erfahrung alle mal wieder mehr als Wett!

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  2. avatar Michael sagt:

    Bild 10 von 13:

    Aerodynamik bis zum I-Tüpfelchen: Peyron fährt auf einem Zeitfahr- bzw. Triathlonlenker, um möglichst wenig Windwiderstand zu bieten.

    HaHa! Deswegen ist das Fahrrad auch Quer zur Fahrtrichtung montiert 😀

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:
    • avatar mitglied sagt:

      Der gleiche Mist wie bei den dämlichen Bildunterschriften auf Spiegel-Online etc. …

      Ich stelle mir das immer so vor:

      Ein im Detail ahnungsloser Redakteur hat einen netten Text verfasst. Nun müssen noch ein paar Bilder dazu. Verdammt, die Maske will Bildunterschriften. Na, dann mal munter irgendwas erfinden was mit den auf dem Bild gezeigten Motiven grob zusammen passen könnte.

      Bei dem Gesamtobjekt den Windwiderstand mit dem Lenker reduzieren?? Ich vermute, ein grob abgerichtetes Kantholz in den Abmessungen 10*10*60 Zentimeter hätte so ca. 0.006% Anteil am Gesamtwiderstand;) Gibt es eine Quelle zu der in der Bildunterschrift aufgeführten Aussage? Oder ist das eine reine Vermutung des Verfassers des Artikels?

      Ich habe nun ein Jahr Mitgliedschaft bezahlt. Meist sind Artikel sauber recherchiert und vermeiden aufgeblasenen Bullshit. Aber das mit dem Fahrradlenker ist lupenreiner Bullshit. Habt ihr sowas nötig? Ich habe keinen Bock auf eine weitere Segel-Bravo ala Yacht und will auch keine Segel-BILD! Bitte schreibt weiter, aber nur wenn ihr auch wisst worüber ihr schreibt!

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 8

      • avatar Sven 14Footer sagt:

        Na dann erzähl mal, warum er den Lenker da drauf hat. Mehr Kraft kann er wegen der Haltung nicht übertragen.

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        • avatar mitglied sagt:

          Ehrlich gesagt keine Ahnung! Was vermutest Du?

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        • avatar Genusssegler sagt:

          Doch, genau darum geht es. Es liegt an der Sitzposition, vgl. Triathlonräder, oder ganz extrem die Obree-Position (freilich für manche Organe nicht sonderlich gesund) . Franz Moser hat in einer ähnlichen Position als erster die magischen 50 km in der Stunde geknackt. Der Lenker variiert je nach geltendem Reglement.

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      • avatar Michael Kunst sagt:

        Hallo “Mitglied”,
        dämliche Bildunterschriften, lupenreiner Blödsinn, aufgeblasener Bullshit, Segel-BILD, Segel-Bravo… ein toller Rundumschlag, wegen einem Fahrradlenker! Wie ja auch schon von anderen Kommentatoren richtig geschrieben, handelt es sich hier tatsächlich um einen Aero-Lenker, der erstmals im Triathlonsport Ende der Achtziger Jahre eingesetzt wurde. Ein ähnliches Modell (Scott-Lenker) verhalf dem Amerikaner Greg Lemond zu seinem denkbar knappen Sieg gegen den Franzosen Laurent Fignon (8 Sekunden Vorsprung) bei der Tour de France 1989. Diese Lenker werden vor allem auf Triathlonlangstrecken wie dem Ironman gefahren, aber auch beim Einzelzeitfahren im Straßenradsport (bei beiden ist Windschattenfahren verboten). Die Aerolenker “zwingen” den Fahrer in eine – gegenüber dem klassischen Rennlenker – aerodynamisch deutlich verbesserte Sitzposition. Es ist erwiesen, dass in der Position “der Druck auf die Pedale” zwar niedriger ist als mit dem Normallenker, die bessere Aerodynamik wiegt den eingebrachten Kräfteverlust allerdings auf. Außerdem ist diese aufliegende Sitzposition etwas instabiler als auf dem normalen Lenker, was sich auch bei einem stampfenden Schiff zusätzlich negativ auswirken könnte.
        Entsprechend kann der Einsatz eines derartigen Lenkers nur aerodynamische Gründe haben!
        Recherchiert? Im Prinzip… ja: Ich war 1989 auf den Champs Elysées bei Lemonds Sieg dabei und habe in der Zwischenzeit über reichlich Radrennen und Triathlonveranstaltungen berichtet, “begleite” diese Art Lenker also schon seit einigen Jahren.
        Warum das Rennrad auf der Banque Populaire allerdings quer zur Fahrtrichtung montiert ist… weiß ich auch nicht. Hab’ aber auch nie das Gegenteil behauptet 😉 miku

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        • avatar Niklas sagt:

          Naja, bei Krängung und Wellengang tritt es sich schon unangenehm so in Fahrtrichtung parallel zur Krängachse.
          Da ist Bergab oder Bergauf schon angenehmer 😉 Zumal der WInd ja jetzt nicht direkt von vorne kommt 😉 Aber solange er das Rad effizient nutzen kann um die WInschen sicher und schnell/ausdauernd anzutreiben ist das doch die Hauptsache! Da nützt was gaaanz toll CW optimiertes ja auch nix wenn er es nicht bedienen kann, hauptsache er bekommt die Kiste in einem Stück mit seiner Kraft über den Teich.
          Und das mit dem Lenker sehe ich ähnlich einfach mit dem Oberkörper weiter unten.
          Hinter der fetten Sprayhood bzw Niedergangsdings ist es glaub ich eh Wurst ob Hochkant quer oder über Kopf.
          Also vllt nicht gleich drauf los meckern nächstes mal 😉

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  3. avatar Stefan sagt:

    …was denn nun, 70 oder 130 Fuß? Neben dem Segler muss sich auch ein Redakteur entscheiden wie groß das Schiff ist über das er schreibt.

    …im Übrigen heißt der Photograph Christophe Launay, was das “delaunay” unter den Photos soll, erschließt sich mir nicht.

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    • avatar Stefan sagt:

      …jetzt sind die 130 Fuß verschwunden, die 70 Fuß sind geblieben. Schade, immerhin wären die 130 Fuß näher an den 31,50 m gewesen, als die 70 Fuß. 😉

      …aber warum schreibt man nicht einfach 103 Fuß, denn das wäre verdammt nah an den 31,50 m 😉

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  4. avatar Peter der Zwote sagt:

    Das stimmt so nicht. Die Triathleten sowie natürlich im extremen so Leute wie Obree sind auf der Suche nach einem Kompromiss.

    Auf der einen Seite steht die Aerodynamik auf der anderen die Leistungsfähigkeit (die Leistung, die getreten werden kann).
    Ein Beispiel:
    Ein Triathlet, der 300 W tritt, fährt etwa 40 km/h. Kann er mehr Leistung treten, dann fährt er schneller. Kann er aerodynamischer sitzen, dann fährt er schneller (tritt aber nicht mehr Watt!).
    Faltet man sich auf dem Fahrrad so zusammen, wie es Triathleten tun (also möglichst tiefer Kopf und Schultern), dann geht das auf Kosten der Leistungsfähigkeit. Man verliert also ein paar Watt. Im Beispiel vielleicht nur noch 290 W, dafür wird man aber vielleicht dennoch schneller, weil das Plus an Aerodynamik das Minus an Leistungsfähigkeit überkompensiert.

    Sieht man sich jetzt das Gerüst auf dem Boot an, dann spielt Aerodynamik offensichtlich keine Rolle. Es geht also eigentlich nur um Leistungsmaximierung und noch Komfort (schließlich will er da nicht nur drei Sekunden drauf sitzen und danach Rücken- und Eierschmerzen haben).

    Der oben gezeigte Aufbau ist biometrischer Bullshit (außerdem ist das Gerüst für den gezeigten Mann viiiiieeeel zu groß). Der Lenker ist also entweder zum Posen da oder weil er halt an einem Gebrauchtgerät eh schon dran war.

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  5. avatar Hannes sagt:

    Das Fahrrad wird in Querrichtung montiert sein da man ansonsten bei jeder Krängung seitlich vom Bock Kippen würde und überhaupt keinen Druck mehr aufs Pedal bekommt. Treppen werden in Schiffen übrigens immer in Schiffslängsrichtung eingebaut da diese ansonsten sehr schnell zur Eiger Nordwand werden können wenn das Schiff sich auf die Seite legt.

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  6. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    @Hannes: Danke für den Wink mit dem Zaumpfahl!
    Zur Haltung:
    Die Super-Aero-Haltung mit den Händen vorne ist ganz sicher nicht das Optimum bei der Leistungsentfaltung, aber bi der moderaten mit den Händen am Hornlenker kann man schon das Maximum rausholen. Zumindest, wenn man keine Wampe hat, die beim Vorbeugen die Atmung behindert 🙂

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  7. avatar Bernhard Pelzer sagt:

    Eine Liegeradkonstruktion würde wesentlich mehr Leistung bringen und könnte wg. tieferem Schwerpunkt auch kardanisch längs aufgebaut werden.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Unbestritten kann man mit einem Liegerad schneller fahren, das ist allerdings der besseren Aerodynamik und nicht der höheren Leistungsfähigkeit zu verdanken.
      Die mögliche Dauerleistung wird nicht von der Haltung, sondern vom Herz/Kreislauf-System bestimmt, da liegen Rennrad und Liegerad ziemlich gleichauf.

      Für das Anforderungsprofil Grinding (eher Sprint als Langstrecke) überwiegen aber die Vorteile des Renners gegenüber dem Liegerad:
      – Schnelleres Auf- und Absteigen
      – Höhere Maximalleistung, da der ganze Körper eingesetzt werden kann.

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