Route du Rhum: Seglers Alptraum – Wie der Blitz einschlug

"Die Bildschirme explodierten"

Pierre Antoine der Skipper des Multi50 Trimrans “Olmix” ist gestern von einem Helikopter geborgen worden nachdem der Blitz eingeschlagen hatte. Er berichtet über das Unglück, das der Alptraum jedes Seglers ist.

antoine olmix

Der havarierte Skipper Pierre Antoine wartet auf seine Rettung. © Olmix

Der französische Hochseesegler Pierre Antoine, der bei der Route du Rhum einen 15 Meter langen Holz-Trimaran vin der Multi 50 Klasse segelte, kann es gar nicht glauben, was ihm passiert ist. In einem Gewittersturm 120 Meilen vor Kap Finisterre riss ein Blitz ein Leck in den Rumpf. Der Führende in der Class 40 Sébastien Rogues ist zum Havaristen gesegelt und wartete bis der unverletzte Skipper von einem spanischen Hubschrauber gerettet wurde.

Antoine berichtet nun über das Unglück: “Der Blitz ist oben am Topp eingeschlagen. Teile vom Topplicht sind im Mast heruntergefallen. Die elektrischen Kabel haben Feuer gefangen und es ist ein Loch im Holzrumpf entstanden. Zuerst dachte ich, dass es einfach nur ein Feuer sei und löschte es mit dem Feuerlöscher.

Das Leck habe ich zuerst nicht bemerkt.  Aber als ich ins Boot ging, stand da schon ein halber Meter Wasser im Mittelrumpf und der Bug begann, sich abzusenken. Einige Holzteile schwammen schon darin herum.

Es ist eines dieser Ereignisse, die eigentlich nie passieren. Das ist verrückt. Gott sei Dank war ich nicht unten im Boot als es überall brannte. Ich hätte vor dem Computer sitzen können. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre…Die Bildschirme sind explodiert und alles ist zu Staub zerfallen.”

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