Route du Rhum: Thomas Coville will mit 13 Jahre altem Tri „Geronimo“ siegen

+++ Geronimos Rückkehr +++

25 Mann Arbeiten an dem alten Krieger "Geronimo", um ihn in eine ultimative "Sodebo" zu verwandeln © zedda/sodebo

25 Mann Arbeiten an dem alten Krieger “Geronimo”, um ihn in eine ultimative “Sodebo” zu verwandeln © zedda/sodebo

Ziel: Sieg bei der Route du Rhum. Waffe: „alter Krieger Geronimo“ mit den Maßen 32 x 21 Meter. Steuermann: Thomas Coville, bislang glückloser Weltumseglungsrekordjäger. Taktik: Bis zum äußersten segeln.

Gerade erst zurück vom gescheiterten Weltumseglungs-Rekordversuch auf seinem Trimaran „Sodebo“, hält sich Thomas Coville derzeit nur äußerst selten in der frischen Luft auf.

Sein neuer Arbeitsplatz sind die Hallen der französischen Werft „Multiplast“, wo derzeit Covilles ultimative „Waffe“ für die Route du Rhum umgebaut wird: Die ex Geronimo, das 32 Meter lange Trimaran-Monster von Olivier de Kersauson. Der segelte damit über 100.000 Seemeilen und brach einhand und im Team reichlich Rekorde  (u.a. die Jules-Verne-Trophy für die schnellste Weltumseglung). Unweigerlich bereitete er damit den Zeiten der großen Zweirümpfer ein Ende.

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Verdammt stolz auf dem "alten Krieger" © zedda/sodebo

Verdammt stolz auf dem “alten Krieger” © zedda/sodebo

Einhunderttausend Seemeilen hat dieser Trimaran seit seiner Jungfernfahrt im Jahre 2001 bereits im Kielwasser gelassen; und das bitteschön „ohne größere Probleme, ziemlich frei von Zicken oder strukturellen Schwierigkeiten,“ wie Vorbesitzer Kersauson betont.

Seine „Bootsvorbereiter“ , also das technische Team, hatten Tränen in den Augen gehabt, als „ihre Geronimo“ vor genau einem Jahr den Besitzer wechselte. „Ein tolles Schiff,“ sind sich alle einig. „Solide, verlässlich… und verdammt schnell!“

 Ziel: Sieg bei der Route du Rhum

Für die Giganten unter den Mehrrumpfern gilt die prestigeträchtige Route du Rhum als „Kurzstrecke unter erschwerten Bedingungen“, wie Thomas Coville sich in einem Interview mit der Tageszeitung Libération äußerte. Das Prinzip „Länge läuft“ erhält hier also wieder Unterstützung sowie das buchstäblich gewichtige Argument „nichts Filigranes in die Atlantikwelle schicken“.

Doch will Coville tatsächlich mit dem alten Monster gegen neuere Renner wie Banque Populaire 6, Spindrift 2 antreten, denen sie zudem Vorbild war ?

„Logisch,“ erklärte er bei einer Pressekonferenz seines Sponsors „Sodebo“, „wir müssen das alte Monster nur wieder etwas aufrüsten, damit sie als „Sodebo Ultime“ wirklich konkurrenzfähig ist!“

25 Mann arbeiten derzeit an dem Trimaran © zedda/sodebo

25 Mann arbeiten derzeit an dem Trimaran © zedda/sodebo

Der alte VPLP-Riss wurde also im Laufe des vergangenen Jahres einem Refit unterzogen, wie er im Buche steht: Neuer Rumpf (VPLP-Design, bei Multiplast gebaut), neuer 35m-Mast von Lorima, verstärkte Querträger, die neun vorderen Meter der Schwimmer wurden vollständig neu aufgebaut (höherer Auftrieb), vier neue Foils, ein neues Hauptschwert und zwei neue Ruder, die vom Oracle Team (USA 17) gekauft wurden.

Und es kommt doch auf die Ausmaße an

Stellt sich nur die Frage, ob der bisherige Sodebo-Trimaran (Baujahr 2007) aus dem Hause Irens/Cabaret, der immerhin sieben Jahre lang Weggefährte von Thomas Coville war und jetzt zum Verkauf steht, mit einem entsprechenden Refit nicht die bessere Wahl gewesen wäre?

Covilles Anwort ist eindeutig: „Drei Meter mehr Länge und fünf Meter mehr Breite sind für mich genügend Argumente,“ antwortete der Franzose. Es komme eben doch auf die Ausmaße an!

Im April wird die „Sodebo Ultime“ zu Wasser gelassen werden. Danach beginnen die Trainingsphasen im Team und einhand. Und wahrscheinlich der Beginn einer langen, ultimativen Freundschaft zwischen Skipper und Schiff…

Wie aus einer anderen Welt © zedda/sodebo

Wie aus einer anderen Welt © zedda/sodebo

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Route du Rhum: Thomas Coville will mit 13 Jahre altem Tri „Geronimo“ siegen“

  1. avatar Peter Sorowka sagt:

    “Sodebo Ultime” – wie ist das zu interpretieren? Letzter Versuch?

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