Herrmann ärgert sich, Breymaier berichtet von Bord der “Neutrogena”

Deutscher Seeheld in der Flaute

Boris Herrmann ärgert sich über die ungeplante Flautenpassage. © breymaiersailing

Boris Herrmann und Ryan Breymaier sind genervt. Sie haben in der Flauten-Passage nun doch wieder deutlich an Boden verloren und die Spitze gerät immer mehr außer Reichweite. Der Coup von „Foncia“ und „Virbac-Paprec“ ist geglückt. Michel Desjoyeaux hat die Führung übernommen und Loick Peyron segelt einen parallelen Kurs 50 Meilen achteraus.

Ryan Breymaier schreibt von Bord der „Neutrogena“: „Am Anfang der Woche sah die Wettersituation sehr deutlich aus. Wir waren mit der Gruppe um uns herum ideal positioniert, um optimal von dem klar definierte Süd-Atlantik-Hoch zu profitieren.

Die Situation am 21.1. Der westliche Kurs von "Foncia" und "Virbac" zahlt sich aus. "Neutrogena" (rot) hängt im Feld fest wieder auf Rang acht. "Renault" (gelb) ist vorbeigezogen.

Wir fühlten uns sehr sicher dass der direkte Weg in den Süden auch der schnellste sein würde. Wir dachten, im Vergleich zu Foncia, Mapfre, und Virbac im Westen sehr gut abzuschneiden.

Leider ist dieses Hoch sehr unbeständig und wird noch vom Hochdruck nahe der argentinischen beeinflusst. Das hatten wir nicht erwartet. Einzelne Flautengebiete blockierten den direkten Weg in den Süden

Das ist sehr schade, weil wir nun unsere sorgfältig geplante Route nun keine Ausweichmöglichkeiten mehr bietet. Wir müssen also genau durch die Flaute, während die Boote im Westen von starkem Wind aus ihrem Rücken profitieren.

Flaute, Flaute, Flaute..."Neutrogena" fällt zurück. © breymaiersailing.com

Aber so ist das Leben. Ich fühle mich nicht gut dabei, aber wir trafen unsere Wahl eben am vergangenen Wochenende. Wenigstens ist der Großteil der Flotte bei uns.

Mich and Jean-Pierre hatten Pech mit ihren technischen Problemen, aber so mussten sie ganz runter nach Brasilien und das brachte sie zur Wahl der westlichen Route. Ich kann mir vorstellen, wie sehr sich die Jungs auf „Mapfre“ ärgern, dass sie diesen Weg abgebrochen haben.

Gute Mine zum bösen Spiel. Ryan und Boris in der Navi-Zentrale. © breymaiersailing.com

Aber es ist immer noch nicht vorbei. An Bord ist das Leben einfach, auch wenn ein Bein langsam kürzer wird. Wir sind schon so lange mit Wind von Backbord gesegelt.

In der vergangenen Woche haben wir unter einem so hellen Mond gesegelt, dass wir keine Kopflampen benötigten. Das war Klasse.

Leider hat es mit dem Angeln noch nicht so ganz geklappt. Gestern haben wir es nahe der Insel Vaz versucht, wo es ein wenig flacher ist. Aber ohne Erfolg.

Land in Sicht! Die kleine Insel Trindade liegt querab. © breymaiersailing.com

Wir sind zufrieden, dass unser Speed ausreicht, um mit den Booten bei uns mitzuhalten. Aber jetzt kann der Süden langsam kommen.“

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Carsten Kemmling

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