SAR Sofia Mapfre World Cup: fünfmal Medalrace. Grotelüschen führt. Silber sicher

Simon Überflieger!

Simon Grotelüschen in seinem Element. Nach einer überragenden Serie bei Flaute geht er auch bei Starkwind nicht unter. © jesus renedo/Sofia Mapfre

Die deutschen Segler machen zum Auftakt der olympischen Regattasaison in Europa eine hervorragende Figur. Beim SAR Sofia Mapfre World Cup vor Palma de Mallorca haben sie in fünf von sieben olympischen Fleet-Race Klassen das Medalrace der Top Ten erreicht und liegen viermal in Reichweite der Medaillen.

Eine Silbermedaille ist sogar schon sicher. Überflieger Simon Grotelüschen vom Audi Sailing Team Germany geht nach seinem Sieg im zehnten Rennen als Führender in den Endlauf und kann nicht schlechter als Gesamtzweiter werden.

Damit wird das Medalrace zu einem Duell mit Paul Goodison, dem Olympiasieger. Grotelüschen hat die Option, den Briten per Match Race hinter Platz sechs zu segeln, um sicher zu gehen. Oder er vertraut darauf, dass er nicht mehr als drei Plätze hinter ihm ins Ziel kommt.

Extrem stark sind auch Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann vor dem Medalrace im 49er platziert. Sie liegen auf dem Bronze-Rang. Allerdings ist Gold dem dänischen Olympiasieger Jonas Warrer mit seinem neuen Vorschoter Soren Hansen so gut wie sicher und Silber weit entfernt. Es wird noch ein hartes Stück Arbeit, den Spitzenplatz zu verteidigen. Aber das Duo hat schon jetzt eine grandiose Woche hinter sich.

Das gilt auch für ihre Kollegen vom BMW-Team Kathrin Kadelbach und Frederike Belcher. Sie segeln nach den Querelen um ihre Olympiaqualifikation enorm stark in der Weltspitze und gaben sich auch bei Starkwind keine Blöße.

Sie erreichten zwar nicht die Qualität wie bei wenig Wind, aber so ging es ihrer Konkurrenz an der Spitze ebenfalls. Alle Teams vorne sammelten in den letzten beiden Rennen viele Punkte und liegen eng beisammen. Der Abstand von Kadelbach/Belcher bis zum Spitzenplatz beträgt allerdings nur sechs Punkte. Im Medalrace ist noch alles drin.

Besonders überraschend ist die Leistung des neu formierten Teams Annika Bochmann und Elisabeth Panuschka, die auf Anhieb Platz neun im Medalrace erreichen. Tina Lutz und Susann Beucke landen dagegen abgeschlagen auf Rang 34. Es war nicht ihre Woche.

Im Starboot ist Johannes Polgar und Markus Koy schon jetzt die Revanche für die verlorene Olympiaqualifikation gelungen. Sie ziehen als sechste Mannschaft in das Medalrace ein und liegen nur acht Punkte hinter Bronze. Die Vize-Weltmeister Stanjek/Kleen enttäuschen dagegen. Nach gutem Auftakt brachen sie zur Hälfte der Serie ein und liegen nun auf Rang 14.

Äußerst zufrieden dürfte Finn-Segler Matthias Miller sein, der sich im Weltklasse-Feld viel Selbstbewusstsein auf Rang zehn holte. Damit hat er sich vielleicht rechtzeitig in diese Regionen hochgearbeitet, um bei der WM die Olympiafahrkarte in letzter Minute doch noch lösen zu können. Bei Starkwind im letzten Lauf zeigte er als 32. aber erneut Defizite.

Das Finn ist die einzige Olympiaklasse, wo der Sieger schon vor dem Medalrace feststeht. Ben Ainslie geht mit unglaublichen 35 Punkten Vorsprung in das Finale. Dabei konnte er im neunten Rennen nicht starten, als er sein Schiff im Vorstart beschädigte. Er hastete an Land, organisierte ein Leihschiff, stellte sein Rigg darauf und wurde dritter.

In der paralympischen Bootsklasse 2.4mR geht Heiko Kröger auf Rang sieben in den letzten Tag, Nachwuchshoffnung Lasse Klötzing ist neunter von 24 Startern.

Ergebnisse

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „SAR Sofia Mapfre World Cup: fünfmal Medalrace. Grotelüschen führt. Silber sicher“

  1. avatar RB sagt:

    Go Simon!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 0

  2. avatar Willii Gohl sagt:

    Er hat es ganz abgebrüht getan. An der Luvmarke nach der ersten Kreuz im Medal Race kam er mit Wind von Backbord, hat sich auf gar nichts eingelassen und ist abgefallen, hat sich hinter den Führenden eingereiht, somit jede Protestmöglichkeit vermieden und sein Ding zu Ende gesegelt.
    Glückwunsch!!!

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