Rostocker Starboot-Team hat seine Olympia-Kampagne gesichert

Schlonski/Bohn greifen an

Laser-Star und Finn-Recke nun gemeinsam. Alexander Schlonski und Matthias Bohn wollen 2012 nach London. © NRV

Alexander Schlonski und Matthias Bohn haben in Rostock ihr neues Starboot Olympia-Projekt vorgestellt. Nach einigen Testregatten beschlossen der ex Laser – und ex Finn-Segler nun offiziell, zusammen im Starboot weiterzumachen. Damit gehört das Team zu den deutschen Hoffnungsträgern für Olympia in Weymouth.

Schlonski war 2008 auf den Panorama-Seiten der Zeitungen gelandet, als bei der Anreise zur Laser WM durch einen Fehler im Reisebüro nicht im australischen Sydney sondern im US-Bergbaustädtchen Sidney landete. Trotzdem segelte er eine überragende Laser WM, wurde aber trotz Platz sechs nicht für die Olympischen Spiele nominiert.

Nur ein Jahr später Starboot belegte der Rostocker mit Fridthof Kleen einen sensationellen vierten Platz bei der Starboot-WM im schwedischen Varberg. 2010 trennte sich das Duo aber und Kleen heuerte bei internationalen Spitzenseglern an. Er siegte vor Weymouth und bei der Nordamerikanischen Meisterschaft.

Schlonski tat sich mit Mathias Bohn zusammen, der seit vielen Jahren Erfahrungen im internationalen Finn Dinghy Circuit gesammelt hat und auch auf dem Mini-Maxi “Container” segelte. Durch die Unterstützung von Gunter Persiehl ist jetzt die Finanzierung einer seriösen Olympiakampagne mit viel Potenzial gesichert.

Die Pressemitteilung:

Gerade einmal sechs Wochen sitzen die beiden Segelsportler vom Norddeutschen Regatta Verein zusammen in einem Boot. Jetzt haben beide ihre Partnerschaft offiziell besiegelt. Der Einstand verlief bereits verheißungsvoll. Platz drei bei der internationalen Deutschen Meisterschaft in Berlin und zuletzt Platz sechs bei der NRV Champions Week vor der Weißen Wiek in Boltenhagen.

Schlonski und Bohn nehmen ihre Sponsoren in die Mitte. Gunter Persiehl und Thomas Metzke von der Ostsee Sparkasse Rostock. © NRV

„Ich weiß, dass das Team viel Potential hat“, sagt Gunter Persiehl, der Commodore des Norddeutschen Regatta Verein. Die traditionsreiche Druckerei H.O.Persiehl aus Norderstedt, die inzwischen von seinen Söhnen in sechster Generation erfolgreich geführt wird, steht dem Team in Zukunft als starker Partner zur Seite.

„Ich kann Herrn Persiehl und seiner ganzen Familie nur danken“, sagt Steuermann Alexander Schlonski. „Nach der Trennung von meinem Vorschoter Frithjof Kleen, musste im Sommer die Olympiakampagne komplett neu gestaltet werden“, so Schlonski weiter.

Ein neuer Vorschoter war schnell gefunden. Mit dem erfolgreichen deutschen Finn Segler Matthias Bohn aus Rostock bildet der 30jährige jetzt ein neues Team. Beide sind erfolgshungrig, beide hatten im Jahre 2008 die Olympianorm nur knapp verpasst.

Jetzt heißt das Ziel London 2012. In zwei Wochen bekommen Schlonski und der als Sportjournalist arbeitende Bohn einen neuen Mader-Star. „Der neue Star wurde die letzten drei Monate vom erfolgreichsten Jollensegler aller Zeiten, dem Brasilianer  Robert Scheidt (zweifacher Olympiasieger und achtmaliger Weltmeister im Laser) getrimmt. „Wir hoffen, dass er nicht so viel verstellt hat“, scherzt Schlonski.

Der Feinschliff muss schnell erfolgen, „denn wir haben nicht viel Zeit“, weiß auch sein 36-jähriger Vorschoter Matthias Bohn. Im Juni 2011 steht auf dem Olympiarevier in Weymouth die  erste Qualifikationsregatta an. Nach der  Kieler Woche im Juli und den Weltmeisterschaften im australischen Perth steht fest, welche deutsche Crew in London starten darf.

„Wenn wir dreimal bestes deutsches Team werden, reicht das. Das ist die einfachste Formel“, erklärt der 1,97 Meter große und 108 Kilo schwere Bohn. Und Alexander Schlonski ergänzt: „Wer sich durchsetzt, hat auch bei Olympia berechtigte Medaillenchancen.“

Die Starboote gelten als Königsklasse, da sich dort nahezu alles tummelt, was im Segelsport Rang und Namen hat. Auch die nationale Konkurrenz hat es in sich. Unter den Top 12 der Welt werden derzeit vier NRV-Teams geführt, darunter die amtierenden Europameister Johannes Polgar & Markus Koy.

Im Dezember fliegen Schlonski und Bohn nach Amerika. In Miami wollen sie sich bei einigen Regatten und vielen Trainingsstunden den nötigen Rückenwind auf dem Weg zu den olympischen Spielen in London holen.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Rostocker Starboot-Team hat seine Olympia-Kampagne gesichert“

  1. avatar Birdy sagt:

    Cool! Viel Glück den Beiden!!

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